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Donnerstag, 20. Januar 2022
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Geschrieben von ski am 30. Januar 2021

Nachruf

Georg "Gordy" Mäder

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Die LauterNEUES-Redaktion 2017
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Musik war immer dabei
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Benzingespräche beim Human Biker Day 2014
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Für einen Spaß immer zu haben. Hier mit Frack auf dem Fahrrad beim Umzug zum Badejubiläum 2014
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Für LauterNEUES schnappte er sich oft spontan die Kamera, um ganz schnell berichten zu können
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Auch Skifahren war ein großes Hobby von Gordy
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Von allen Arten von Texten, die man schreiben kann, muss oder darf, gehören Nachrufe zu den schwersten. Aber ein Nachruf auf einen Freund, Kollegen und Mitgründer – das ist das Schwierigste. Diese Aufgabe stellt sich mir heute, denn unser Gordy ist am 23.01.2021 an Krebs gestorben.

Georg „Gordy“ Mäder war gebürtiger Osterhagener, ging in Bad Lauterberg zur Schule und absolvierte hier zwei Ausbildungen, bevor es ihn in die große weite Welt, speziell nach Hamburg,  hinauszog. Dort war er viele Jahre mit einer Firma für Druck und Werbung selbständig. Nachdem er der Liebe wegen wieder zurück nach Bad Lauterberg gekommen war, engagierte er sich hier in zahlreichen Vereinen. Er war als begeisterter Radfahrer zweiter Vorsitzender des RV Wanderlust, engagierte sich im Beirat des Kulturkreises und der DLRG, aber ihm lagen auch der LSKW, der Harzklub, der Männergesangverein Barbis und der Spielmannszug Osterhagen sehr am Herzen, den er im Jahr 1964 mitgegründet hatte. Die Musik hatte ihn begleitet, seit er sich als Jugendlicher von seinem ersten selbstverdienten Geld seine erste Gitarre gekauft und selbst das Spielen beigebracht hatte, und sie blieb zeitlebens sein wohl größtes Hobby.

Im Jahr 2011 traf ich Gordy zum ersten Mal – und wenige Monate später hoben wir gemeinsam mit Boris Janssen LauterNEUES aus der Taufe. Gordys Enthusiasmus dabei war ansteckend – wenn er von einer Sache überzeugt war, dann war er auch mit vollem Engagement und ganzem Herzen dabei. Ohne seine unermüdliche Arbeit für unsere Seite, seine Beiträge, seine Erfahrung und Kenntnisse, seine lobenden, mahnenden oder antreibenden Worte wäre LauterNEUES nicht das geworden, was es heute ist. Uns „Youngstern“ hat unser „Alterspräsident“ viele Türen geöffnet, viele Tricks verraten und, falls nötig, stets unverblümt die Meinung gegeigt. Eine Eigenschaft, die ihn dabei auszeichnete: er blieb immer fair und offen für Neues, seien es technische, kulturelle oder gesellschaftliche Gegebenheiten. Für seine große Klappe und seine Sprüche war er allseits bekannt. Doch wer mit ihm zu tun hatte, merkte bald, dass er auch leisere Töne anschlagen konnte und eine stillere, nachdenkliche Seite hatte. Und eines hatte er im Übermaß: ein ganz großes Herz.

Eine Kämpfernatur und voller Lebenslust – das blieb er auch bei seiner Krebserkrankung. Statt aufzugeben, hat er die Krankheit bei den Hörnern gepackt und ihr noch etliche Jahre abgerungen. Das Engagement für „seine“ Vereine und für LauterNEUES pflegte er bis zum Schluss – und seine vielfältigen Hobbys, vom Ski- und Motorradfahren bis zum Kochen, ebenso.

Anstatt darüber zu grübeln, welche Lücke Gordy hinterlässt, möchte ich mich lieber darüber freuen, dass ich ihn kennen und erleben durfte. An die Zeit, die wir mit gemeinsamen Terminen, Redaktionsbesprechungen, Diskussionen, dem Austauschen von alten und neuen Geschichten und privat beim Motorradfahren und Musikmachen verbrachten, denke ich mit einem Lächeln und voller Dankbarkeit zurück. Und wenn ich nun hin- und herüberlege, wie ich diesen Nachruf bloß formulieren soll, um ihm gerecht zu werden, kann ich ihn fast hören: „Schön is anners. Aber das muss reichen, stell´s rein und gut ist.“

Sabine Kilzer


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