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Geschrieben von Boris Janssen am 05. Februar 2014
Aktuell

„Die brauchen gar keinen Oberhäuptling“

Nach Brand am Wiesenbek: Maik Dombrowsky bedankt sich bei den Feuerwehrleuten

Campingpark Wiesenbeker Teich, 28.01.2014: Großeinsatz für die Bad Lauterberger Feuerwehren. (Foto: ski)
Campingpark Wiesenbeker Teich, 28.01.2014: Großeinsatz für die Bad Lauterberger Feuerwehren. (Foto: ski)
Eine Woche später, 05.02.2014: Maik Dombrowsky (3.v.l.) und seine Helfer…
Eine Woche später, 05.02.2014: Maik Dombrowsky (3.v.l.) und seine Helfer…
…haben beim emsigen Aufräumen schon viel geschafft…
…haben beim emsigen Aufräumen schon viel geschafft…
…aber immer noch viel vor sich…
…aber immer noch viel vor sich…
…auch am Holzgebäude gegenüber, das von der Hitze des Feuers in Mitleidenschaft gezogen wurde. (Fotos: Boris Janssen)
…auch am Holzgebäude gegenüber, das von der Hitze des Feuers in Mitleidenschaft gezogen wurde. (Fotos: Boris Janssen)

Viel retten konnten die Feuerwehrleute ja nicht mehr, als am vergangenen Dienstag (28.01.2014) das Werkstattgebäude des Campingparks Wiesenbeker Teich in Flammen stand – dafür ging alles viel zu schnell. Aber sie verhinderten noch Schlimmeres, ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude und die nahe Baude.

Eigentümer Maik Dombrowsky hat deshalb ein Anliegen auf dem Herzen: „Ich will den Feuerwehrfrauen und –männern einfach Danke sagen für die großartige Hilfe – auch im Namen meiner Frau und meines Sohnes.“

 

„Jeder wusste, was er machen musste“

Der Großeinsatz auf seinem Gelände nötigt Dombrowsky einigen Respekt ab: „Die Feuerwehr war sehr schnell da. Und wirklich alle Kräfte waren fachlich kompetent, da wusste jeder, was er machen musste.“ Es sei beeindruckend, mit welchem Engagement sie sich eingesetzt hätten – gerade auch unter schweren Bedingungen mit Atemschutz.

Besonders erstaunt hat Dombrowsky aber etwas, das er angesichts eines wuseligen Großaufgebots von 70 Einsatzkräften am wenigsten erwartet hätte: „Es war anstregend, es gab Frost, es waren viele Leute da – und trotzdem waren alle sehr höflich und umsichtig.“ Da wurden sogar Matten und Folien ausgelegt, um nicht mehr als nötig dreckig zu machen, berichtet Dombrowsky. Obwohl sich die Feuerwehrleute natürlich auch mal in der Baude aufgewärmt haben und zur Toilette gingen, sei alles sauber geblieben – „und das in so einer Situation“, staunt er.

 

„Super Zusammenarbeit zwischen den vier Wehren“

Und dann ist ihm noch etwas aufgefallen: Alle vier Wehren aus dem Stadtgebiet waren da – die Lauterberger, die Barbiser, die Bartolfelder und die Osterhagener. „Sie haben untereinander super gut und eng zusammengearbeitet“, sagt Dombrowsky. „Ich hatte jedenfalls nicht das Gefühl, dass sie sich nicht grün seien.“ Da müsse man sich eigentlich wundern, wie es zu den Querelen um die Neubesetzung des Stadtbrandmeisterpostens kommt. Das könne doch nur an Animositäten innerhalb der Führungsriegen liegen, mutmaßt Dombrowsky. Aber zum Glück hätten diese Streitereien offenbar keinen Einfluss auf die Schlagkraft der Wehr: „Die haben alle auch ohne Anweisung gewusst, was zu tun war. Die brauchen gar keinen Oberhäuptling.“

Wenn dann hoffentlich im Sommer auf dem Campingplatz alles wieder seinen gewohnten Gang gehen kann, sollen sich noch einmal alle Kameradinnen und Kameraden am Wiesenbek versammeln. Dann will sich Maik Dombrowsky bei ihnen revanchieren: „Ich lade sie alle zu einem gemeinsamen Essen ein“, verspricht er.  


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