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Geschrieben von Jenny Krüger am 17. Juni 2016
Aktuell

„Zwölf Jahre lang durchgemuggelt“

Die KGS Bad Lauterberg verabschiedet ihren ersten Abiturjahrgang mit einem lachenden und einem weinenden Auge

Die Mottowoche war voll assi...
Die Mottowoche war voll assi...
...der blanke Horror...
...der blanke Horror...
... und sehr zauberhaft. (Fotos: KGS-Abijahrgang 2016)
... und sehr zauberhaft. (Fotos: KGS-Abijahrgang 2016)

Abitur? In Bad Lauterberg? Aber sicher!

Lange war es nur ein Wunschdenken, doch jetzt hat die Kooperative Gesamtschule Bad Lauterberg (KGS) endlich ihren ersten Abijahrgang durch die Abiturprüfungen gebracht. Und das mit großem Erfolg: Alle Schüler haben das Abitur bestanden – und es gibt auch einige „sehr gute“ Ergebnisse.

Doch wie lief es eigentlich ab? LauterNEUES hat nachgefragt und die Tutoren Manuela Demuth und Christoph Karpstein geben Auskunft…

 

Ein paar Eckdaten

27 Schülerinnen und Schüler schrieben ihr Abitur an der KGS. Davon besuchten sieben den Sprachlichen Zweig, acht den Naturwissenschaftlichen und für zwölf Schüler lag der Schwerpunkt bei den Gesellschaftswissenschaften. Manuela Demuth war Tutorin für die Schüler mit Englisch als Leistungskurs, und alle mit Englisch-Grundkurs hatten Christoph Karpstein als Tutor. Zwei Jahre lang bereiteten sie und die weiteren Lehrer die Oberstufenschüler auf das Abitur vor.

Und nicht nur für die Schüler war es eine ganz neue Erfahrung. Das erste Abitur an einer Schule ist für alle Beteiligten etwas richtig Spannendes – gerade auch für die beiden Tutoren, denn es war gleichzeitig ihr erstes Abitur in eigener Verantwortung.

Sehr stolz sind die Tutoren übrigens, dass die KGS-Schüler ab dem nächsten Jahr Spanisch als Alternative zu Französisch und Latein belegen können und Erdkunde in der Sekundarstufe II als Leistungskurs angeboten werden kann.

 

Gute Vorbereitung ist viel wert

Demuth und Karpstein berichten, mit der neuen Aussicht aufs Abitur an derselben Schule könne man als Lehrer schon in der Sekundarstufe I seinen Unterricht viel besser anpassen, um die Schüler sicher bis zum Ende ihrer Schulzeit zu begleiten.

Das überaus komplexe System, das hinter dem Abitur steckt, ist selbst für die Lehrer manchmal nicht ganz leicht zu durchblicken. Doch der guten Vorbereitung und Beratung der Schulleitung und besonders des Gymnasialzweigleiters und Oberstufenkoordinators Gunnar Demuth sei es zu verdanken, dass alles reibungslos abgelaufen sei und man sich gut auf das Wesentliche, nämlich den Unterricht, habe konzentrieren können.

Zur Einführung der Oberstufe an der KGS vor zwei Jahren gingen nur ein paar Schüler nach der Sekundarstufe I ab und einige kamen für das Abitur von außerhalb an die Schule. Doch das wirklich Erstaunliche war: Es gab sogar ehemalige KGS-Schüler, die für das Abitur extra wieder zurückkamen.

 

Zittern vor den großen Prüfungen

Ganze 300 Minuten dauert jede der drei Prüfungen des erhöhten Niveaus. 220 Minuten die Prüfung des normalen Niveaus und dann kommt auch noch die mündliche Prüfung. Da kann man schon mal ganz schön aufgeregt sein. Doch trotz der Nervosität lief alles ruhig ab. Die Tutoren erzählen, es sei auch den Prüfern zu verdanken, dass die Schüler nach und nach immer konzentrierter wurden. Die Prüfer seien ruhig und sachlich gewesen, damit sich die Schüler schnell an die Prüfungssituation gewöhnen konnten.

Schulleiter Rainer Jakobi ist ebenfalls zufrieden mit dem „jungen und dynamischen“ Lehrerkollegium.

 

Langsam wird’s eng

Den einzigen Hochseilakt stellte die Wahl der begrenzten Räumlichkeiten dar. Und es wird noch enger. Im nächsten Jahr wird es im fünften Jahrgang insgesamt sieben Klassen an der KGS geben und natürlich braucht auch die Oberstufe wieder Räume für den Unterricht. Zwar sind für die Sommerferien einige bauliche Veränderungen geplant, doch hoffen die beiden Tutoren, dass dann auch genügend Platz vorhanden sein wird: „Sonst machen wir demnächst Unterricht auf dem Schulhof“, grinsen sie.

 

Chaos, Schrecken, Prager Sonnenschein

Einem guten Abiturjahrgang darf natürlich ein ordentlicher Abistreich nicht fehlen. Was manchmal ausartet, war hier vor Ort eine lustige Angelegenheit. Am Morgen fanden die Lehrer ihren Eingang zur Schule verbarrikadiert vor und das Mobiliar befand sich wie von Zauberhand auf den Fluren, anstatt in den Klassenräumen. Und dann mussten die Lehrer sich auch noch spannende Rennen im Ferrari… oh nein… auf dem Bobby-Car liefern.

Auch die Mottowoche war ein buntes Durcheinander. Von Assitag über Harry Potter bis hin zum blanken Horror. Die Schüler zeigten sich kreativ und ließen nicht nur die Lehrer über ihre teils sehr aufwändigen und originellen Kostüme staunen.

Die Jahrgangsfahrt führte die Abiturienten nach Prag. Eine Woche Sonnenschein und sicheres Heimkehren ohne Zwischenfälle machten die Fahrt zu einem vollen Erfolg.

 

Ein zauberhaftes Motto

Als Motto für ihr Abitur wählten sich die Schüler „Habi Potter – 12 Jahre lang durchgemuggelt“ und verkleideten sich in der Mottowoche auch passend als engagierte Zauberschüler. Die Tutoren Demuth und Karpstein erwähnen begeistert, dass das Cover der Abizeitung von einer ihrer Schülerinnen sogar selber gestaltet sei und dass es in der Abschlussfeier am 18. Juni 2016 etwas „amerikanischer“ zugehen werde. Man kann also gespannt sein.

 

Die Lehrer werden ihre einfallsreichen Zauberschüler vermissen

Die Schüler wollen gar nicht gehen und einige von ihnen werden im nächsten Schuljahr sogar ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Langzeitpraktikum an der KGS absolvieren.

Schon vor der Verabschiedung in wenigen Tagen bekamen die beiden Tutoren des zwölften Jahrgangs Rückmeldungen, dass die Schüler nicht nur ihre Freunde und die Schule vermissen werden, sondern besonders auch die Lehrkräfte. Man kenne sich nun schon seit einigen Jahren, doch nun beginne ein ganz neuer Abschnitt ohne die vertrauten Gesichter.

An den ersten Abiturjahrgang in Eigenregie werde man sich immer zurückerinnern, sagen Manuela Demuth und Christoph Karpstein. Und sie wollen sich bei den Schülern noch einmal ganz besonders für die schönen letzten zwei Jahre bedanken. Auch sie werden die Schüler sehr vermissen. Aber natürlich freuen sie sich schon darauf, auch nachfolgende Jahrgänge als Tutoren zu begleiten.


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