Sonntag, 30. April 2017

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Geschrieben von PM Landkreis Göttingen am 11. April 2017
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Geänderte Struktur in der zivil-militärischen Zusammenarbeit durch Kreisfusion

Das bisherige Kreisverbindungskommando Osterode wurde aufgelöst und ging nach Göttingen über

Übergabe des Kreisverbindungskommandos durch Oberst Bernd Otto Iben, Oberstleutnant d. R. Stefan Pemp und Oberstleutnant d. R. Ralph Marschner (vorne v. r.) an Oberstleutnant d. R. Franz (2. v. l.)
Übergabe des Kreisverbindungskommandos durch Oberst Bernd Otto Iben, Oberstleutnant d. R. Stefan Pemp und Oberstleutnant d. R. Ralph Marschner (vorne v. r.) an Oberstleutnant d. R. Franz (2. v. l.)

Die Kreisfusion wirkt sich allerorten aus - sogar auf die Bundeswehr: diese hat die zivil-militärische Zusammenarbeit mit dem Landkreis Göttingen jetzt neu strukturiert. In Folge der Kreisfusion ging das vormalige Kreisverbindungskommando Osterode am Harz auf das Kreisverbindungskommando Göttingen über. Der Kommandeur des Landeskommandos Niedersachsen, Oberst Bernd Otto Iben, übergab die Leitung an das Kreisverbindungskommando Göttingen im Beisein von Kreisrätin Marlies Dornieden an Oberstleutnant der Reserve Martin Franz.

Kreisverbindungskommandos sichern Kontakt zu Landkreisen zwecks Koordination von Hilfseinsätzen

Damit wurde nach gut zehn Jahren das Verbindungskommando Osterode am Harz aufgelöst. Es war im Herbst 2006 als erstes von inzwischen 50 Kreisverbindungskommandos in Niedersachsen in Dienst gestellt worden. Sie sichern im Flächenland Niedersachsen den Kontakt zu den Landkreisen und kreisfreien Städten. Ihre vordringliche Aufgabe ist die Koordination militärischer Hilfseinsätze bei Naturkatastrophen und schweren Unglücksfällen mit zivilen Behörden und Hilfsorganisationen. Sie werden in der Regel mit ortsansässigen Reservistinnen und Reservisten besetzt und haben eine Stärke von rund zehn Soldatinnen und Soldaten.

Die Übergabe an das neue Kreisverbindungskommando Göttingen erfolgte im Rahmen einer Feierstunde in Osterode am Harz. Oberst Iben betonte: „In der neuen Struktur wird die Zusammenarbeit von Landkreis und Bundeswehr in bewährter Weise reibungslos funktionieren – davon bin ich überzeugt. Ich habe großes Vertrauen in meine Männer und Frauen der Kreisverbindungskommandos. Als Schnittstelle zwischen ziviler und militärischer Seite leisten sie tolle Arbeit.“

Zunehmende Wichtigkeit von Bevölkerungs- und Katastrophenschutz

Kreisrätin Dornieden nutzte die Feierstunde zu einem Dank für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Sie erinnerte an gemeinsame Übungen wie die Stabsübung zur Bewältigung von Waldbränden im Harz als Teil einer Großübungsserie der norddeutschen Bundesländer. „In solchen Situationen sind das fachliche Know-How und der direkte Kontakt zur Bundeswehr für die Katastrophenschutzbehörden enorm wichtig“, machte sie deutlich. Kern der Kooperation sei die Mitarbeit der Bundeswehr im Katastrophenschutzstab des Landkreises.

Der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz gewinne an Bedeutung, führte sie weiter aus. Die wachsende Zahl von Extremwetterereignissen wie Starkregen oder Sturm, Terrorgefahr und mögliche Cyberattacken rückten das Thema wieder stärker ins Bewusstsein. Umso mehr begrüße sie, dass die Bundeswehr mit der Übergabe an das neue Kreisverbindungskommando Göttingen für die zivil-militärische Zusammenarbeit leistungsfähige Strukturen schaffe.

Bei der Übergabe waren das komplette Kreisverbindungskommandos Osterode mit dessen kommissarischen Leiter, Oberstleutnant d. R. Ralph Marschner, und seinem Vorgänger, Oberstleutnant d. R. Stefan Pemp, anwesend. Pemp ist seit Juli 2016 Leiter des Bezirksverbindungskommandos bei der Polizeidirektion Göttingen.


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