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Mittwoch, 19. Dezember 2018
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Geschrieben von PM SoVD-Kreisverband Osterode am 03. Januar 2018
Vereine und Verbände

Nicht weit her mit der sozialen Gerechtigkeit

SoVD-Befragung „Wie sozial sind wir?“ mit überraschenden Ergebnissen

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70 Prozent der Befragten meinen, dass es bei uns nicht sozial gerecht zugeht. Das hat die Haushaltsbefragung „Wie sozial sind wir?“ vom SoVD-Kreisverband Osterode zutage gebracht. Der Sozialverband hatte dazu 25.000 Fragebögen im Rahmen seiner Kampagne zum 100-jährigen Bestehen des SoVD-Bundesverbandes verteilt. 1.215 Einwohner beteiligten sich an der Meinungsumfrage – über 700 Frauen, 60 Prozent über 60-Jährige und knapp 500 Berufstätige waren dabei.

Noch deutlicher werden die Teilnehmer zwischen 20 und 59 Jahren: Über 85 Prozent von ihnen sind der Meinung, dass es nicht weit her ist mit der sozialen Gerechtigkeit bei uns. Für Frank Uhlenhaut vom SoVD-Kreisverband Osterode ein klarer Auftrag, an den sozialen Themen weiterzuarbeiten. Das sah auch der SoVD-Kreisverband Osterode so. Er beschloss auf seiner letzten Vorstandssitzung, eine Offene Sozialwerkstatt einzurichten, die sich der Befragungsergebnisse annimmt.

 

Ausgewählte Ergebnisse

Zum Beispiel zur Inklusion: 40 Prozent der Befragten meinen, dass Menschen mit Handicap bei uns nicht gut zurechtkommen. In Kritik stehen der ÖPNV, Wege und Straßen sowie die allgemeine Infrastruktur, die meistens nicht barrierefrei sind. Fehlende Einkaufsmöglichkeiten und nicht vorhandene individuelle Mobilitätsangebote wurden ebenso bemängelt.

Andererseits befinden 90 Prozent der Befragten die Lebensqualität in ihrem Wohnumfeld als gut bis befriedigend. Und dabei spielt es kaum eine Rolle, ob die Befragten in einem kleinen Dorf wohnen oder in einer Kleinstadt.

Alltagshilfen werden von 20 Prozent der Befragten benötigt, nur 40 Prozent bekommen sie. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, Alltagshilfen nicht bezahlen zu können. Die Nachbarn um Hilfe zu bitten, ist laut Selbsteinschätzung der Teilnehmer bei 25 Prozent nicht möglich.

Keine tolle Beurteilung gab es auch beim Thema Kinder und Jugendliche. 26,5 Prozent der Befragten zwischen 20 und 39 Jahren sind der Auffassung, dass bei uns die Kinderbetreuung schlecht ist. Noch deutlicher werden die Befragten zwischen zehn und 49 Jahren in Bezug auf die Jugendangebote bei uns: Immerhin 39 Prozent beurteilen sie als schlecht!

Aber auch unser Einstellen auf eine älter werdende Gesellschaft hat Verbesserungspotenziale. Knapp 40 Prozent der Teilnehmer meinen, dass wir uns darauf nicht ausreichend eingestellt haben. Dabei wird der ÖPNV am meisten kritisiert. Während 25 Prozent aller Befragten angaben, keine auskömmliche Alterssicherung zu haben, sind es bei den jüngeren Teilnehmern sogar über 50 Prozent.

Auch zum Ehrenamt gab es Meinungen. Auffallend ist hier, dass 40 Prozent der Befragten der Auffassung sind, Ehrenamtliche werden nicht ausreichend wertgeschätzt.

 

Weitere Informationen

Die Offene Sozialwerkstatt des SoVD-Kreisverbandes Osterode bietet allen interessierten Institutionen und Vereinigungen die Vorstellung der kompletten Befragungsergebnisse an. Informationen dazu sind bei Frank Uhlenhaut unter Telefon 0170 / 22 47 288 (mobil) zu erhalten.


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