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Freitag, 19. April 2019
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Geschrieben von ski am 29. Januar 2019
Aktuell

Viele Einsätze, die Löschwasserversorgung und das neue Feuerwehrhaus in der Bauke

Was die Bartolfelder Feuerwehr umtreibt, war auf der Jahreshauptversammlung zu erfahren

Die Geehrten....
Die Geehrten....
...die Beförderten....
...die Beförderten....
...und die aktuelle Führungsriege der Bartolfelder Wehr
...und die aktuelle Führungsriege der Bartolfelder Wehr

Matthias Meyer, der Ortsbrandmeister von Bartolfelde, konnte sich am Samstag (26.01.19) über eine harmonische Jahreshauptversammlung im komplett gefüllten Feuerwehrhaus freuen. Neben Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Schröder, den Ortsbrandmeistern Holger Böttcher-Faulborn (Barbis) und Bernd Wiedemann (Bad Lauterberg), Bürgermeister Dr. Thomas Gans und Ratsvorsitzender Rolf Lange nahmen auch Abordnungen befreundeter Wehren und das THW an der Versammlung teil.

Flächenbrände und eine Eulenrettung

Meyer berichtete von 24 Einsätzen im abgelaufenen Jahr, davon 13 Brandeinsätze, 10 technische Hilfeleistungen und ein Fehlalarm - im Vergleich zu 2017 war es ein einsatzreiches Jahr. Viel zu tun gab es gleich im Januar 2018 aufgrund des Sturms „Frederike“, als wegen Baumbruch und herunterfallenden Dachziegeln Straßen gesperrt werden mussten.  Die Bartolfelder Kameraden rückten im vergangenen Jahr mehrmals zu größeren Einsätzen aus, bei denen die ganzen Wehren des Stadtgebietes alarmiert wurden, so beispielsweise beim Brand in der Schulstraße oder in der Tischlerei in den Barbiser Bühwiesen an Heiligabend. Der extrem trockene Sommer führte auch zu mehreren Einsätzen bei Flächenbränden, wie beispielsweise dem Brand einer Ballenpresse bei Königshagen. Zudem hatte es mehrmals Fehlalarme gegeben, als aufmerksame Bürger die hohe Staubentwicklung bei Feldarbeiten für Rauchentwicklung hielten. „Was man bei den Flächenbränden gesehen hat: die Leute wissen nicht immer genau, wo die Gemarkungsgrenze ist“, erklärte Meyer. Auch für die Leitstelle ist das nicht immer einfach, die richtige Wehr hinzuschicken: „Dann wird manchmal eben in Osterhagen gelöscht“.

Eine eher außergewöhnliche Aktion war eine Eulenrettung: als Amtshilfe für die Polizei fing die Bartolfelder Wehr eine Eule mit gebrochenem Flügel, die auf der Straße herumlief. Aus dem Hundekäfig, in den sie gebracht wurde, entwischte sie allerdings zunächst wieder. Als sie wieder auftauchte, wurde sie in die Greifvogelauffangstation nach Hilkerode gebracht. (Als kleines Hindernis erwies sich dabei, dass sich dies genau am Samstagabend während des Schützenfestes zutrug – da war es etwas schwierig, einen nüchternen Fahrer zu finden.)

Mehr Bier trinken – und neue Feuerwehrleute gewinnen

Wenn es noch mehr Interessenten gebe, werde man versuchen, die neue Altersabteilung dauerhaft zu etablieren. Vom Hoffest im letzten Jahr berichtete Meyer, die Stimmung sei gut gewesen, doch die Besucherzahlen seien rückläufig. In 2019 werde man zwar wieder ein Hoffest machen, aber: „Es müsste wieder mehr Bier getrunken werden.“  Das Hoffest ist dieses Jahr für den 15.6. geplant.
25 Aktive hat die Bartolfelder Wehr derzeit, dazu kommen 7 in der Jugendfeuerwehr und 14 in der Kinderfeuerwehr. 114 Fördermitglieder unterstützen die Floriansjünger. „Wir suchen neue Kameraden für die aktive Wehr – sprecht bitte neu zugezogene Bartolfelder an“, mahnte der Ortsbrandmeister.

Neues Feuerwehrhaus, Problem Löschwasserversorgung

Zum Thema „neues Feuerwehrhaus in der Bauke“ erklärte Meyer, der Bauantrag werde demnächst gestellt, danach werde man sehen, wie viel Zeit sich der Landkreis mit der Genehmigung lasse. Auch Bürgermeister Dr. Thomas Gans bekräftigte dazu: „Wie schnell das dann geht, hängt von vielen Faktoren ab, auf die wir keinen Einfluss haben.“ Doch die Mittel seien im Haushalt bereitgestellt: „Die Feuerwehrunfallkasse hat uns dazu verdonnert, alle unsere Feuerwehrhäuser zu erneuern – aber eures ist das erste, was gebaut wird“. 
Als Problem sprach Meyer die Löschwasserversorgung in Bartolfelde an – der Löschteich sei fast leer. An der eigentlichen Entnahmestelle sei alles voller Schilf, doch vor allem mangele es am Zulauf, wo das Wasser aus ungeklärten Gründen versickere – hier sei dringender Handlungsbedarf gegeben. Auch dazu konnte der Bürgermeister berichten, dass die Situation mit dem Löschteich natürlich bekannt sei und die Gelder zur Behebung des Problems auch bereits von der Stadt bereitgestellt sind – doch auch hier fehle im Moment noch der „Haken“, also die Genehmigung vom Landkreis. Sobald diese gegeben sei und die Witterung es zulasse, werde der Teich und der Zulauf saniert.
Als kleines Dankeschön für die Einsatzkräfte, die am Heiligen Abend ihre Familien am Gabentisch zurückließen und den Brand bei der Barbiser Tischlerei bekämpften, hatte der Bürgermeister Gutscheine für das neue Restaurant im Kurhaus im Gepäck, das im Februar eröffnen wird.

Feuerwehr will sich aus politischen Scharmützeln heraushalten

Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Schröder erklärte in seinem Grußwort: „Wir haben durch vernünftige Gespräche im vergangenen Jahr erreicht, dass wir einen Ratsbeschluss erhalten haben, dass zunächst das Feuerwehrhaus in der Bauke, danach das in Barbis und schließlich in Lauterberg gebaut werden. Das hat mich sehr gefreut, dass wir dies durch vernünftige Gespräche erreicht haben. Wir haben auch sehr viel Aufklärungsarbeit auf politischer Ebene geleistet, ohne uns dabei auf irgendeine Seite ziehen zu lassen – die Feuerwehr bleibt politisch neutral.“ Ähnlich hatte sich zuvor schon Ortsbrandmeister Meyer geäußert: „Unsere Zeit dient dazu, Feuer zu löschen, und nicht in politische Scharmützel zu geraten“.  Die Anmerkungen bezogen sich offenbar auf den kürzlich erfolgten Vorstoß einer Wählergruppe.
Besonders erfreut zeigte sich der Stadtbrandmeister auch über die Präsenz der anderen Ortswehren der Stadt bei der Bartolfelder Jahreshauptversammlung: „Das zeigt: Wir sind eine Wehr.“

Wahlen: 

Die bislang von Markus Sablotny geführte Kasse wird künftig von Marco Zilz geführt. Daniel Eckstein übernimmt für weitere drei Jahre den Posten des Jugendfeuerwehrwartes. Neuer Kassenprüfer ist Kurt Dreymann.

Beförderungen:

Ortsbrandmeister Matthias Meyer konnte Niclas Luthin zum Oberfeuerwehrmann, Markus Sablotny und Alexander Kühlewind  zum Hauptfeuerwehrmann sowie Steffen Kreter zum Ersten Hauptfeuerwehrmann befördern. Meyer selbst erhielt seine Beförderung zum Hauptlöschmeister aus den Händen von Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Schröder.

Ehrungen:

Geehrt für 25jährige Mitgliedschaft wurde Christian Becker und erhielt die silberne Ehrennadel des Landes Niedersachsen.
Für 30jährige Mitgliedschaft wurden Eilert Müller, Manfred Kreter und Kurt Dreymann geehrt.

Die goldene Ehrennadel des Landes für 40 Jahre Verdienste um das Feuerwehrwesen erhielt Axel Herzog. Ebenfalls seit 40 Jahren ist Lothar Strauß Mitglied.

Auf ganze 55 Jahre Mitgliedschaft bringt es Ludwig Dörpmund.

Nicht anwesend sein konnten Michael Wienrich, Fabian Mumdey, Hans Joachim Lohrengel und Dieter Nießen (25 Jahre Mitgliedschaft), Gundhard Dreymann (30 Jahre), Hans-Georg Fiedler (55 Jahre) und Emil Becker, der es auf 60 Jahre Mitgliedschaft bringt. Die Ehrungen werden nachgeholt.

Fotos: Karl-Heinz Wolter


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