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Samstag, 28. Januar 2023
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Geschrieben von Boris Janssen am 02. August 2013
Aktuell

Am Weltkulturerbe tut sich etwas

Wiesenbek: Kneippverein hat sich um neue Bänke gekümmert – Rundweg wurde aufgehübscht – Wassertretstelle braucht neuen Zulauf

Probesitzen beim Striegelhaus auf dem Damm des Wiesenbeker Teiches (von links): Fritz Vokuhl, Owe Hönck und Fritz Jentzsch
Probesitzen beim Striegelhaus auf dem Damm des Wiesenbeker Teiches (von links): Fritz Vokuhl, Owe Hönck und Fritz Jentzsch
Tafeln informieren über das Bad Lauterberger Weltkulturerbe
Tafeln informieren über das Bad Lauterberger Weltkulturerbe
Die Forst kümmerte sich um den teilweise zugewucherten Weg (Archivbild)…
Die Forst kümmerte sich um den teilweise zugewucherten Weg (Archivbild)…
…und spendierte dazu ein neues Geländer
…und spendierte dazu ein neues Geländer
Irgendwas fehlt hier: Die Wassertretstelle unterhalb des Dammes
Irgendwas fehlt hier: Die Wassertretstelle unterhalb des Dammes
Das Problem: Wie soll bloß das Wasser ins Zulaufrohr (links unten) kommen?
Das Problem: Wie soll bloß das Wasser ins Zulaufrohr (links unten) kommen?

Bauprojekte brauchen ja zuweilen ein wenig Zeit – selbst wenn es um simple Bänke geht. Seit drei Jahren ist der Wiesenbeker Teich offiziell Weltkulturerbe, und genauso lange hat es gedauert, bis die Bänke auf seinem Damm erneuert wurden. Ende Juli war es nun soweit: Die ehrenamtlichen Helfer des Kneippvereins errichteten die längst ihres Aufbaus harrenden neuen Sitzgelegenheiten.

Am Donnerstag (01.08.2013) haben die beiden Vorsitzenden des Kneippvereins Owe Hönck und Fritz Jentzsch mit dem Grünen-Ratsherrn Fritz Vokuhl das Werk in Augenschein genommen. Zusammen blickten sie auch auf die mehrjährige Odyssee zurück, die dem neuen Sitzspaß vorausging: Schon 2010 verschwanden die alten Bänke vom Damm des Teiches. Damals räumten die Harzwasserwerke den Bewuchs des Dammes ordentlich auf und die Stadt entfernte bei dieser Gelegenheit ihre morschen Bänke. Statt aber für Ersatz zu sorgen, geschah erst einmal gar nichts.

Der Kneippverein und Fritz Vokuhl nahmen daraufhin zunächst miteinander und hernach mit den beteiligten Institutionen Kontakt auf. Im Juli 2011 erteilten die Harzwasserwerke als Eigentümer des Dammes dann die Genehmigung, neue Bänke aufzustellen. Auch das Material war schnell beschafft. Die Stadt beziehungsweise der Kur- und Touristikbetrieb hatten jedoch keine Kapazitäten für den Aufbau frei. Da auch über Freiwilligendienst oder Ein-Euro-Jobs nichts zu machen war, nahm der Kneippverein die Aufgabe letztlich selbst in die Hand: Wegewart Jürgen Heidelberg und seine ehrenamtlichen Kräfte rückten zum Arbeitseinsatz auf dem Welterbe-Damm.

Das Trio Hönck, Jentzsch und Vokuhl zeigte sich am Donnerstag höchstzufrieden mit dem Ergebnis. „Urlauber und Gäste, aber auch alle Betriebe, die mit Tourismus zu tun haben, können sich darüber freuen, dass man auf dem Damm wieder in Ruhe das tolle Wiesenbek-Panorama genießen kann“, sagte Vokuhl. Er dankte dem Kneippverein für das ehrenamtliche Engagement. Fritz Jentzsch wiederum dankte dem Ratsherrn für dessen beharrlichen Einsatz. Denn seit der Verleihung des Unesco-Titels hat sich am Wiesenbeker Teich durch viele Gespräche noch weit mehr getan: Die Harzwasserwerke entfernten die kaputten Laternen des ehemaligen Hotels, stellten Informationstafeln zum Teich sowie zum Oberharzer Wasserregal auf und ersetzten die alte Bootshütte durch ein stilechtes Striegelhaus. Die Forst wiederum machte mit Hilfe von Ein-Euro-Kräften aus dem zugewucherten Pfad am Grillental wieder einen passablen Waldweg für Wanderer und versah diesen gleich noch mit einem Geländer. Somit wird der Rundweg um den Wiesenbeker Teich einem Weltkulturerbe besser gerecht.

 

Eine Wassertretstelle ohne Wasser

Etwas unterhalb des Dammes haben Hönck, Jentzsch und Vokuhl aber sogleich eine neue Baustelle ausfindig gemacht: Seit etwa einen halben Jahr steht die dortige Wassertretstelle trocken. Irgendetwas muss mit dem alten Zulauf geschehen sein. Was genau, fanden die Drei beim Zwischenstopp am Bachlauf nicht heraus. Klar sei aber: Man müsse jetzt gemeinsam mit dem Kur- und Touristikbetrieb und dem Bauamt überlegen, wie man einen neuen Zulauf errichten könne. Denn die Wassertretstelle sei ansonsten in einem tadellosen Zustand und eine Bereicherung gerade für die Gäste der nahen Kliniken und Kurheime. Mal schauen, ob ein neuer Zulauf schneller zu bauen ist, als in drei Jahren.


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