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Dienstag, 19. Februar 2019
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Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 31. Januar 2019
Aktuell

„Eine feste Größe und Institution“

Nach 36 Jahren als Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte in Barbis ist Ilse Sauer-Illhardt verabschiedet worden

Ilse Sauer-Illhardt da, wo sie in ihrem Beruf am liebsten war – zwischen Kindern.
Ilse Sauer-Illhardt da, wo sie in ihrem Beruf am liebsten war – zwischen Kindern.
Zwischen den vielen Worten übernahmen die Kindergartenkinder und Erzieherinnen das Programm.
Zwischen den vielen Worten übernahmen die Kindergartenkinder und Erzieherinnen das Programm.
Die neue und die alte Leiterin: Darlene Albrecht (links) folgt Ilse Sauer-Illhardt als Kita-Leiterin.
Die neue und die alte Leiterin: Darlene Albrecht (links) folgt Ilse Sauer-Illhardt als Kita-Leiterin.
Ilse Sauer-Illhardt mit dem stellvertretenden Bürgermeister Frank Bode.
Ilse Sauer-Illhardt mit dem stellvertretenden Bürgermeister Frank Bode.
Zum Abschied gab es viele Präsente; unter anderem einen Dankesbaum mit den Namen der Kinder.
Zum Abschied gab es viele Präsente; unter anderem einen Dankesbaum mit den Namen der Kinder.

Die langjährige Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte in Barbis Ilse Sauer-Illhardt ist am Sonntag (28.01.2019) mit einem Gottesdienst in der Barbiser St. Petri-Kirche feierlich verabschiedet worden. In der voll besetzten Kirche hatten sich langjährige Wegbegleiter, viele Kinder mit Eltern und Großeltern, Gemeindemitglieder und Kirchenvorstände eingefunden, um ihr einen würdigen Abschied zu bereiten. Auch der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Bad Lauterberg Frank Bode war zugegen.

In der noch weihnachtlich geschmückten Kirche – es war der letzte Sonntag der Weihnachtszeit – begannen die Feierlichkeiten mit einem Orgelspiel, anschließend sang der Kirchenchor. Pastor Torsten Kahle sprach in seiner Predigt Ilse Sauer-Illhardt Dank und Anerkennung für das Geleistete aus und würdigte ihre langjährige Tätigkeit in der Barbiser Einrichtung. Sie sei „eine feste Größe und Institution geworden“ für die Menschen und die Einrichtung, in der sie 39 Jahre gewirkt hatte, davon 36 Jahre als Leiterin. Bereits früh habe sie nur einen Berufswunsch gehabt – und das sei der einer Erzieherin gewesen. Im Zuge ihrer Tätigkeit habe es immer eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit Vertretern der Kirche und dem Kirchenvorstand gegeben. „Der Kindergarten ist ihr Lebensinhalt geworden“, so Kahle. Auch die Einführung einer Krippe und die Umwandlung in eine Kindertagesstätte fielen in ihre Amtszeit.

 

Kinder übernahmen das Programm

Anschließend übernahmen die Erzieherinnen und die Kindergartenkinder das Programm. In Anlehnung an eine russische Legende um die Witwe Varenka führten die Kinder – mit Unterstützung der Erzieherinnen liebevoll kostümiert und inszeniert – mehrere Episoden aus diesem Buch auf, in dem es um den Schutz, das Kümmern, das Versorgen und Behüten von anderen Menschen, insbesondere Kindern, geht. Eine gelungene Verknüpfung zum Wirken Ilse Sauer-Illhardts in „ihrem“ Haus, dem Kindergarten. Auch ein Chor des KiTa-Verbandes des Kirchenkreises Harzer Land umrahmte die Feier.

Für den Kirchenvorstand sprach Gerlind Gottschling den Dank der Gemeinde aus. Sie lobte die Besonnenheit von Ilse Sauer-Illhardt, die auch bei schwierigen Entscheidungen die Interessen von Kindern, Eltern und Mitarbeitern zusammengeführt habe. Für die Stadt Bad Lauterberg sprach der stellvertretende Bürgermeister Frank Bode Dank und Anerkennung aus und überbrachte die Grüße von Rat und Verwaltung. Abschieds- und Dankesworte sprach auch die neue Leiterin des Leitungskreises der Kindertagesstätten, Anett Leunig, aus.

Und keiner der Redner war mit leeren Händen gekommen: Liebevoll gebastelte und verpackte Geschenke, Aufmerksamkeiten, Blumen und Erinnerungsstücke konnte die sichtlich gerührte Ilse Sauer-Illhardt entgegennehmen. Andere Glückwünsche für neue „Ruhezeit“ waren in Gedichte und Lieder verpackt. Nach den Segenswünschen der Mitarbeiter sang noch einmal der Kirchenchor.

 

Tatsächlich eine Herzensangelegenheit

Als letzte Rednerin bestätigte Ilse Sauer-Illhardt selbst, dass ihr ihre Tätigkeit tatsächlich zu einer Herzensangelegenheit geworden sei. Sie bedankte sich ihrerseits bei allen Unterstützern, Vertrauten, den Eltern, Mitarbeitern und dem Kirchenvorstand für ein stets „offenes Ohr“ für ihre Belange, bei denen es immer um das Wohl der Kinder gegangen sei. Auch galt ihr Dank den anderen Institutionen und Einrichtungen, mit denen sie immer gut zusammengearbeitet habe, besonders der Hemeyer-Stiftung für die finanzielle Unterstützung bei den Baumaßnahmen. Sie blickte zurück auf die vielen Aktivitäten mit den Kindern, die erfolgten Umbauten und die etlichen Veränderungen in den Organisationsabläufen, die auch immer mehr Aufwand und Zeit in Anspruch genommen hätten.

Mit den Worten „Abschied und Neubeginn liegen oft dicht beieinander“ stellte sie nun ihre Nachfolgerin Darlene Albrecht vor. Sie wünschte ihr alles Gute für ihre Tätigkeit und überreichte auch ihr einige Präsente, unter anderem einen Schutzengel für sie und die Einrichtung und eine Laterne, damit das Licht auch in der Barbiser KiTa immer leuchten solle.

Für die ihr zuteil gewordene Wertschätzung bedankte sich Ilse Sauer-Illhardt ebenso wie bei allen Aktiven und Organisatoren für die Gestaltung „ihres“ Abschiedsgottesdienstes. „Ich bin überwältigt und werde diesen Tag niemals vergessen“, sagte sie zum Schluss. Bei dem anschließenden kleinen Empfang in der Winterkirche wurden noch viele Gespräche geführt und sicherlich noch weiterhin die jahrzehntelange Arbeit von Ilse Sauer-Illhardt gewürdigt.


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