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Freitag, 19. April 2019
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Geschrieben von ski am 04. Februar 2019
Aktuell

Von Feuern, Fahrzeugen und Feuerwehrhäusern

Dannhauer bleibt stellv. Ortsbrandmeister: aus der JHV der Bad Lauterberger Feuerwehr

Gute Laune bei der JHV: der wiedergewählte stv. Ortsbrandmeister Martin Dannhauer, Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Schröder, Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann (v.li.)
Gute Laune bei der JHV: der wiedergewählte stv. Ortsbrandmeister Martin Dannhauer, Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Schröder, Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann (v.li.)
Sonja Großheim gibt nach acht erfolgreichen Jahren ihr Amt als Kinderfeuerwehrwartin ab
Sonja Großheim gibt nach acht erfolgreichen Jahren ihr Amt als Kinderfeuerwehrwartin ab
Die Ernannten, Geehrten und Beförderten
Die Ernannten, Geehrten und Beförderten
Der trockene Sommer sorgte für Wald- und Flächenbrände
Der trockene Sommer sorgte für Wald- und Flächenbrände
An Heiligabend erfolgte der Großeinsatz in en Bühwiesen
An Heiligabend erfolgte der Großeinsatz in en Bühwiesen

Das Feuerwehrhaus in der Scharzfelder Straße war wieder komplett gefüllt, als Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann die Bad Lauterberger Kernstadtfeuerwehr am 02.02.19 zur Jahreshauptversammlung geladen hatte. Und diesmal war dank kürzerer Berichte die umfangreiche Tagesordnung schneller abgearbeitet. Bevor sich die rund 100 Anwesenden jedoch über das Büffet hermachen konnten, gab es jedoch noch einiges zu berichten:

118 Einsätze haben die Kamerad/innen im Jahr 2018 geleistet, nämlich 36 Brandeinsätze, 53 technische Hilfeleistungen, 4 Einsätze mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft und 4 Brandsicherheitswachen; 21 Mal rückten sie wegen Fehl- bzw. Täuschungsalarmen durch Brandmeldeanlagen oder Heimrauchmelder aus. Damit liegen die Einsatzzahlen ungefähr auf Vorjahresniveau.

Trockener Sommer sorgte für viele Einsätze

An größeren Einsätzen ist gleich am 1. Januar 2018 der Kellerbrand in der Hauptstraße zu nennen; am 18. Januar wütete Sturm Friederike, der etliche Schäden und viel Arbeit für die Wehren mit sich brachte. Als im Februar im Vitamar ein defekter Motor der Lüftungsanlage qualmte, hatte das Personal bereits bei Eintreffen alle Badegäste vorsorglich in Sicherheit gebracht – vorbildlich, lobte Wiedemann. Ebenfalls im Februar waren der Kellerbrand in der Schulstraße und in der Garage am Weinberg. „Hier zeigte sich die Wichtigkeit der persönlichen Schutzausrüstung. Diese wurde durch die Hitze teilweise beschädigt und musste nach dem Einsatz ersetzt werden – daran darf auch in Zukunft nicht gespart werden“, so der Ortsbrandmeister. Der extrem trockene Sommer war durch zahlreiche Wald- und Flächenbrände geprägt. Im September erfolgte der Einsatz im ehemaligen Haus Bernhardi am Scholben. Allen noch frisch in Erinnerung ist natürlich der Großbrand bei der Tischlerei Ließmann in Barbis an Heiligabend. Die zahlreichen technischen Hilfeleistungen waren beispielsweise Türöffnungen bei hilflosen Personen.

Neu beschaffte Fahrzeuge

In absehbarer Zeit müsse wohl das rund 20 Jahre alte Tanklöschfahrzeug ersetzt werden, das bereits hohe Reparaturkosten verursacht habe. „Wir brauchen uns ausrüstungstechnisch nicht zu verstecken“, resümierte Ortsbrandmeister Wiedemann, „aber wir haben ja auch dieselben Herausforderungen wie größere Wehren: Hochhäuser, Altenheime, große Hotels, gefahrgeneigte Betriebe, eine autobahnähnliche Schnellstraße und große Waldflächen im gemeindefreien Gebiet, für die wir feuerwehrtechnisch auch zuständig sind“.

Ein rundum erfreulicher Termin fand im Mai 2018 mit dem Tag der Förderer statt, wo nicht nur das 140-jährige Jubiläum der Lauterberger Wehr und das 30-jährige Jubiläum des Fördervereins gefeiert werden konnten, sondern auch gleich zwei neue Fahrzeuge offiziell in Dienst gestellt wurden, der ELW (Einsatzleitwagen) und der KdoW (Kommandowagen). Letzterer wurde vollständig vom Förderverein beschafft. Im Dezember wurden zwei neue MTWs (Mannschaftstransportwagen) für je ca. 61.000 Euro durch die Stadt beschafft, die für Barbis und die Kernstadt bestimmt sind. Für die Ausstattung des Kernstadt-MTW gab es ebenfalls einen Zuschuss durch den Förderverein. Wiedemann dankte allen Förderern und den Betrieben für ihre finanzielle Unterstützung: „Nur durch diese Spenden können wir Spezial- und Sonderausrüstungen beschaffen“. Und einen besonderen Dank sprach er auch den Einsatzkräften des DRK aus, das bei der JHV auch mit einer Abordnung vertreten war: „Wir haben ja viele Einsätze gemeinsam. Danke, dass ihr euch auch für unsere Sicherheit immer die Beine in den Bauch steht“.

Für die Zugführer berichtete Jörn Moser von 24 Dienstabenden mit durchschnittlich 30 Teilnehmern, neben Sonderdiensten wie PA- und Leiterausbildung. Beim Verkehrssicherheitstag im Juni führten die Feuerwehrleute der Öffentlichkeit eine Personenrettung aus dem Pkw vor, und einen besonders aufwändigen – aber auch besonders öffentlichkeitswirksamen – Einsatz gab es im Juni beim 1. großen Entenrennen zum Kinderfest, wo der passgenaue Zieleinlauf gebaut wurde.

Große Investitionen in neue Gerätehäuser

Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Schröder berichtete vom Stadtkommando, dessen Arbeitsschwerpunkt im vergangenen Jahr auf der Zukunft der Feuerwehrhäuser gelegen hatte. „Wir haben viele, viele Gespräche mit der Politik geführt und die Probleme und den Bericht der Feuerwehrunfallkasse erläutert und analysiert. Das Vernünftigste und Sicherste ist die Zusammenlegung der Häuser von Osterhagen und Bartolfelde in einen Neubau in der Bauke“, so Schröder. Danach seien dann die Feuerwehrhäuser von Barbis und der Kernstadt an der Reihe, die nach den Vorgaben der FUK (Feuerwehrunfallkasse – der gesetzliche Unfallversicherungsträger der Feuerwehren) ebenfalls nicht mehr den aktuellen Vorschriften entsprechen. „Es ist ein Riesenerfolg für die Feuerwehren, dass ein Ratsbeschluss erfolgt ist, dass die drei Häuser neu gebaut werden“, so Schröder.

Der Bau neuer Gerätehäuser, so sagte auch Bürgermeister Dr. Thomas Gans in seinem Grußwort, wird der Stadt in den nächsten große Investitionen abverlangen. „Das erste wird das in der Bauke sein, mit dem wir in diesem Jahr noch beginnen wollen. Die anderen werden in den nächsten Jahren folgen, sofern sich die FUK nicht eines anderen besinnt.“ Doch er befand auch: „Mir persönlich würde es jedenfalls schwerfallen, dieses Haus hier mit seiner Geschichte und seinem Herzblut, das hier drin steckt, aufgeben zu müssen. Aber das entscheiden leider andere für uns.“ Ganz besonders bedankte er sich für die große Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute, die am Heiligen Abend den Gabentisch und die Familien verließen, um den Brand in den Bühwiesen zu bekämpfen: „Da waren wirklich praktisch alle da – ich war gerührt und auch ein bisschen stolz“.

Regierungsbrandmeister Karl-Heinz Banse berichtete in seinem Grußwort von der „großen“ Feuerwehrpolitik. Hier war zum Beispiel Thema, dass beim großen, von der Bundeswehr verursachten Moorbrand in Meppen bis zu 2.000 Feuerwehrleute aus ganz Niedersachsen im Einsatz waren, jedoch ohne, dass die Feuerwehr an der Einsatzleitung beteiligt gewesen war. Derzeit befasst sich eine Lenkungsgruppe innerhalb der Feuerwehr mit Vorschlägen zur Zukunft der niedersächsischen Wehren, die anschließend dem Landtag unterbreitet werden sollen. „Hier wird es große Neustrukturierungen geben – es stehen uns in jedem Fall große Veränderungen bevor“, so Banse. Persönlich versprach er: „Auch wenn ich nun weggezogen bin – ich werde immer ein besonderes Augenmerk auf meine Bad Lauterberger Wehr haben“.

Dannhauer als stellvertretender Ortsbrandmeister wiedergewählt

Dann stand noch eine Wahl zum Stadtkommando an: nach sechs Jahren endete turnusmäßig die Amtszeit des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Martin Dannhauer. Er war jedoch bereit, das Amt weiterzuführen, obwohl er inzwischen ja den Posten des Brandabschnittsleiters Nord im Landkreis Göttingen ausfüllt. Dannhauer wurde mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt, was auch bei Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann für Freude sorgte: „Du bist trotz deiner vielen Aufgaben mir immer eine verlässliche und kameradschaftliche Stütze“. Dannhauers Wahl auf diesen Posten muss nun noch vom Rat der Stadt bestätigt werden, was aber als reine Formsache gilt.

Rundum harmonisch ging es also zu bei der Jahreshauptversammlung der Kernstadtwehr; zu der auch die Ortsbrandmeister Böttcher-Faulborn (FW Barbis), Meyer (FW Bartolfelde) und Giza (FW Osterhagen) mit Abordnungen anwesend waren (neben vielen weiteren befreundeten Wehren und Gästen). Und so freute sich Dannhauer: „Ich habe immer gesagt: Wir sind eine Wehr – und das sieht man heute abend auch wieder.“

Sonja Großheim nimmt Abschied von der Kinderfeuerwehr

Vor gut acht Jahren war die Kinderfeuerwehr der Kernstadt gegründet worden, die Flammen Füchse. Und seitdem wurde sie von Sonja Großheim erfolgreich geleitet: 71 Kinder waren in dieser Zeit dabei, davon wurden bereits 32 an die Jugendfeuerwehr übergeben. Und an diesem Abend wurden die ersten ehemaligen Flammen Füchse zu aktiven Mitgliedern der Wehr. Nach achteinhalb Jahren, gewonnenen Preisen, vielen Erlebnissen und lustigen Momenten, so Großheim, wolle sie ihr Amt als Kinderfeuerwehrwartin nun abgeben. Und angesichts der Diaschau mit dem Rückblick auf diese Zeit wurde nicht nur sie, sondern auch viele Anwesende ein bisschen emotional. „Die Kinderfeuerwehr ist eine der wichtigsten Abteilungen – vielen Dank, dass du sie aufgebaut und so erfolgreich geleitet hast“, sagte Ortsbrandmeister Wiedemann.


Ernennungen

Zur Nachfolgerin im Amt der Kinderfeuerwehrwartin wurde Frederike Spielvogel ernannt.

Für den Zugführer des 1. Zuges Dirk Höche, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, wurde Thomas Bech zum Zugführer ernannt, der dieses Amt bereits kommissarisch innehatte.

Neue Feuerwehrmannanwärter/in: Bennet Hamelmann, Lara Celine Meyer

Zu Feuerwehrmännern wurden ernannt: Mika Zier, Dominic Pfeffer, Fabio Reinholz, Jeremie Moser, Patrick Wellmann

Beförderungen

Oberfeuerwehrmann / Oberfeuerwehrfrau: Frederike Spielvogel, Dustin Pfeffer

1. Hauptfeuerwehrmann: Ulf Weinert

Löschmeister: Sascha-André Gorski

Oberlöschmeister: Daniel Welz, Julian Dannhauer

Hauptlöschmeister: Daniel Schafberg

Brandmeister: Christian Lindenblatt

Oberbrandmeister: Jörn Moser


Ehrungen

Das Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen erhielten:

für 25jährige Verdienste: Pascal Herbrich

für 40jährige Verdienste: Ralf Illert








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