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Donnerstag, 25. April 2019
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Geschrieben von Peter Bischof am 21. März 2019
Aktuell

Vergoldete Kugel und Wetterfahne vom Schlossturm geholt

Wochenzettel des Dachdeckermeisters August Otte aus dem Jahr 1949 im Bleiumschlag

Hoch über Herzberg: Die vergoldete Kugel und die Wetterfahne sind abmontiert. (Fotos: Manfred Kirchner, Peter Bischof)
Hoch über Herzberg: Die vergoldete Kugel und die Wetterfahne sind abmontiert. (Fotos: Manfred Kirchner, Peter Bischof)
Die vergoldete Kugel wird von Mitarbeitern der Werkstätten für Denkmalpflege Quedlinburg abgenommen.
Die vergoldete Kugel wird von Mitarbeitern der Werkstätten für Denkmalpflege Quedlinburg abgenommen.
Gerhard Damm (rechts) und Andreas Lochmann, Mitarbeiter der Werkstätten für Denkmalpflege Quedlinburg, holten die Wetterfahne und die vergoldete Kugel vom Dach des Schlossturms.
Gerhard Damm (rechts) und Andreas Lochmann, Mitarbeiter der Werkstätten für Denkmalpflege Quedlinburg, holten die Wetterfahne und die vergoldete Kugel vom Dach des Schlossturms.
Anke Westphal, stellvertretende Leiterin des Staatlichen Baumanagements Katharina Studenroth, Direktorin des Amtsgerichts Herzberg (Mitte), und Herzbergs Bürgermeister Lutz Peters begutachten den Fund aus der vergoldeten Kugel.
Anke Westphal, stellvertretende Leiterin des Staatlichen Baumanagements Katharina Studenroth, Direktorin des Amtsgerichts Herzberg (Mitte), und Herzbergs Bürgermeister Lutz Peters begutachten den Fund aus der vergoldeten Kugel.
Die Rückseite des Wochenzettels aus dem September 1949.
Die Rückseite des Wochenzettels aus dem September 1949.
Schade, nichts mehr drin! „Wir hatten gehofft, mehr zu finden“, so Ulrich Rütjerodt vom Staatlichen Baumanagement Südniedersachsen.
Schade, nichts mehr drin! „Wir hatten gehofft, mehr zu finden“, so Ulrich Rütjerodt vom Staatlichen Baumanagement Südniedersachsen.
Viele Schaulustige hatten sich im Schlosshof eingefunden, als die Wetterfahne und die vergoldete Kugel vom Dach des Turms geholt wurden.
Viele Schaulustige hatten sich im Schlosshof eingefunden, als die Wetterfahne und die vergoldete Kugel vom Dach des Turms geholt wurden.

Zahlreiche Schaulustige hatten sich am Mittwochnachmittag (20.03.2019) auf dem Hof des Welfenschlosses Herzberg eingefunden, um dabei zu sein, als Mitarbeiter der Werkstätten für Denkmalpflege Quedlinburg die vergoldete Kugel und die Wetterfahne vom Dach des Schlossturms holten.

In der Kugel befanden sich in einer etwa handgroßen Bleiumhüllung ein Wochenzettel des Dachdeckermeisters August Otte aus Herzberg aus dem Jahr 1949 und eine kleine Visitenkarte, die im Jahr 2002 beschriftet wurde.

„Ich Jan Stasiak und meine Frau Halina haben wir die Restaurierung und Vergoldung von der Turmbekrönung am 22. 5. 2002 ausgeführt“, so die Beschriftung der Visitenkarte, die auf der Vorderseite die Metallbau-, Fensterbau- und Hochmontage-Firma Stasiak aus Edemissen ausweist.

Offensichtlich hat das Ehepaar Stasiak im Mai 2002 auch den Wochenzettel des Dachdeckermeisters August Otte zusammen mit seinem Arbeitsnachweis in die goldene Kugel auf dem Schlossturm gegeben. Der Wochenzettel enthält auf der Rückseite die handschriftlichen Zeilen: „Die Turmarbeiten wurden ausgeführt im  September 1949. Karl Trümper, Dachdecker, Karl Ropeter, Dachdecker, Arnold Ihlemann, Klempner, Helmut Thieß, Schlosser.“

  

Später im neuen Glanz auf dem Schlossturm

Ganz so spektakulär wie erhofft war der Fund nicht, waren sich die Mitglieder des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen, des Fördervereins, des Amtsgerichtes und Herzbergs Bürgermeister Lutz Peters einig.

Die Wetterfahne und die vergoldete Kugel wurden zunächst eingelagert, um später aufgearbeitet und in neuem Glanz wieder auf dem Schlossturm zu leuchten. Dann sicherlich mit einigen umfangreicheren Dokumenten, die späteren Generationen über die zurzeit laufenden Baumaßnahmen am Schloss Auskunft geben werden.

  

Eine sehr komplexe Baustelle

Bis die Baumaßnahmen komplett abgeschlossen seien, werde noch einige Zeit vergehen, so Anke Westphal, stellvertretende Leiterin des Baumanagements Südniedersachsen. Schließlich handele es sich beim Welfenschloss um eine sehr komplexe Baustelle. An allen vier Flügeln seien umfangreiche Sanierungsarbeiten durchzuführen. Dazu kämen das Torhaus und die Außenanlagen. Und auch der Innenhof müsse später abschließend neu gestaltet werden. Zudem müssten die Sanierungsarbeiten so ausgeführt werden, dass später Erhaltungsmaßnahmen wie zum Beispiel die Dachrinnenreinigung problemlos durchgeführt werden könnten.

Mit Ulrich Rütjerodt, dem vor Ort zuständigen Mitarbeiter des Baumanagements, sei das Schloss in kompetenten Händen, so Anke Westphal.

 

 


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