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Dienstag, 18. Februar 2020
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Geschrieben von Markus Herzberg (Kreisfeuerwehrverband Osterode am Harz) am 03. April 2019
Aktuell

Großbrand in Herzberger Druckerei

Mitarbeiter konnten sich in Sicherheit bringen – Über 250 Kräfte im 24 Stunden dauernden Einsatz

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Großbrand bei der Druckerei Jungfer in Herzberg: Am Dienstag (02.04.2019) ist die Feuerwehr Herzberg zur Druckerei in den Stadtteil Aue gerufen worden. Um 16.09 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage der Firma ausgelöst. Bereits während der Anfahrt der ersten Kräfte wurde nach Meldungen aus dem Betrieb, dass es sich um ein bestätigtes Feuer handelt, die Alarmstufe auf „Industriebrand groß“ erhöht. Im Zuge dieser Erhöhung wurden alle Feuerwehren der Stadt Herzberg (Lonau, Sieber, Scharzfeld und Pöhlde) zur Einsatzstelle alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge war die betroffene Halle bereits vollständig mit Rauch gefüllt. Ein Löschangriff im Inneren der Halle war nur unter schwerem Atemschutz möglich. Zu diesem Zeitpunkt stand die Druckmaschine bereits in Vollbrand, das Feuer drohte auf die Dachhaut überzugreifen. Die Mitarbeiter der Firma hatten den gefährdeten Bereich sofort nach Brandentdeckung verlassen, somit waren keine Menschen mehr gefährdet.

Um eine ausreichende Zahl an Atemschutzgeräteträgern zur Verfügung zu haben sowie eine Brandausbreitung durch das Dach auf andere Teile der Produktionsstätte verhindern zu können, wurden die Löschzüge aus Bad Lauterberg, Osterode und Gieboldehausen alarmiert.

Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung erhöhte das städtische Wasserwerk den Leitungsdruck im Wassernetz des Stadtteils Aue. Weiterhin wurde die Feuerwehr Lasfelde mit dem Gerätewagen Logistik des Landkreises alarmiert, um im Bedarfsfall eine weitere Wasserversorgung aufbauen zu können.

Im Verlauf des Einsatzes bekämpften mehrere Trupps unter Atemschutz das Feuer an der Maschine. Ein Kamerad, der beim Innenangriff beteiligt war, musste wegen Kreislaufproblemen durch den Rettungsdienst in die Klinik Herzberg gebracht werden. Nach einer kurzen medizinischen Untersuchung konnte er das Krankenhaus allerdings sofort wieder verlassen.

Die Feuerwehr Bartolfelde baute in der Boschstraße eine Atemschutzsammelstelle auf. Die Versorgung mit Atemluftflaschen übernahmen die „Feuerwehrtechnischen Zentralen“ Potzwenden und Katzenstein mit einem Gerätewagen Atemschutz aus Potzwenden. An der Atemschutzsammelstelle wurden die Einsatzkräfte am Abend mit Essen und Getränken versorgt.

Die Drehleitern Herzberg, Osterode und Bad Lauterberg standen bereit, um eine Brandausbreitung durch das Dach zu verhindern. Es wurden über die Drehleitern Schlauchleitungen auf die umliegenden Dächer verlegt. Glücklicherweise brannte die Dachhaut nicht durch.

Zur medizinischen Absicherung der eingesetzten Kräfte waren neben dem hauptamtlichen Rettungsdienst – mit Rettungswagen des DRK aus Herzberg und Gieboldehausen sowie dem Notarzt des ASB aus Bad Lauterberg – auch Einsatzkräfte der Bereitschaften des DRK und ASB vor Ort. Zur Koordination wurden gegen 17 Uhr die „Örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst“ im Abschnitt Nord sowie der leitende Notarzt alarmiert.

Gegen 21 Uhr am Dienstagabend war das Feuer soweit gelöscht, dass in der Folgezeit einzelne Einheiten aus dem Einsatz entlassen werden konnten. Um abschätzen zu können, ob von der Hitzebeaufschlagung der Bauteile eine Gefahr für die Stabilität des Gebäudes ausgeht, nahmen Baufachberater des THW Northeim und Bad Lauterberg die betroffene Halle in Augenschein.

In der Nacht übernahmen Einsatzkräfte der Feuerwehren Herzberg, Pöhlde und Scharzfeld das Löschen der Glutnester sowie die Brandwache. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis etwa 16 Uhr am Mittwochnachmittag.

Kreisbrandmeister Volker Keilholz war zusammen mit seinem Stellvertreter Karsten Krügener sowie dem Abschnittsleiter Martin Dannhauer vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen.

Insgesamt waren am Dienstag 254 Kräfte im Einsatz.

 

Eingesetzte Kräfte (Auszug):

Feuerwehr:
Feuerwehr Herzberg: 33 Einsatzkräfte mit HLF20, LF20, TLF 16/25, DLK 23/12, ELW, MTW
Feuerwehr Scharzfeld: 14 Einsatzkräfte mit TLF3000, MLF, MTW
Feuerwehr Pöhlde: 19 Einsatzkräfte mit TLF3000, LF16-TS, TSF-W, MTW
Feuerwehr Lonau: 6 Einsatzkräfte mit TSF-W und MTW
Feuerwehr Sieber: 5 Einsatzkräfte mit TSF
Löschzug Osterode: 25 Einsatzkräfte mit HLF20, TLF 16/25, DLK 23/12, ELW
Löschzug Bad Lauterberg: 29 Einsatzkräfte mit LF30/40, TLF16/25, LF16/12, DLK23/12,ELW,MZF
Löschzug Gieboldehausen: 18 Einsatzkräfte mit HLF 20, LF 20, ELW, MTW
Feuerwehr Lasfelde: 30 Einsatzkräfte mit GW-L2, LF10, TLF 8/18W, TFW, ELW
Feuerwehr Bartolfelde: 13 Einsatzkräfte mit MLF und MTW
FTZ OHA und Potzwenden: 5 mit GW-A

Rettungsdienst:
25 Einsatzkräfte
Hauptamtliche Rettungswagen aus Herzberg und Gieboldehausen
Notarzt des ASB aus Barbis
ÖEL Rettungsdienst mit LNA/OrgL.
SEG ASB Bad Lauterberg mit RTW, MTW und KDOW
DRK Bad Lauterberg mit RTW, ELW, MTW

THW:
5 Einsatzkräfte


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