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Freitag, 08. Dezember 2023
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Geschrieben von Gordy am 21. August 2013
Aktuell

Kampf um Erhalt der Lutterbergschule

Elternrat hatte zur öffentlichen Diskussionsrunde geladen.

Walter Ziegler übergibt Regina Seeringer die Unterschriftenlisten
Walter Ziegler übergibt Regina Seeringer die Unterschriftenlisten
Eine gut gefüllte Aula
Eine gut gefüllte Aula
Rita Vorjohann mit Moderator Horst Schwedhelm
Rita Vorjohann mit Moderator Horst Schwedhelm


Am Dienstag, dem 20. August, hatte der Elternrat der Lutterbergschule die Abgeordneten des Kreistages, sowie führende Politiker der Kommunen Bad Lauterberg, Walkenried und Herzberg, ebenso Eltern und Lehrkräfte zu einem öffentlichen Gedankenaustausch über die förderschulpädagogische Zukunft im Landkreis eingeladen.
Um 18 Uhr konnte die Elternrätin und Förderervereinvorsitzende, Rita Vorjohann, gemeinsam mit Schulleiter Martin Struck, neben Regina Seeringer als Schulausschussvorsitzende eine doch sehr große Anzahl Kreistagsabgeordneter unterschiedlicher Parteien, die Bürgermeisterin Bad Sachsas, Helene Hoffmann und Bad Lauterbergs Bürgermeister, Dr. Thomas Gans, sowie Ratsmitglieder der eingangs genannten Kommunen begrüßen. Eltern, Schüler, Lehrer und viele interessierte Bürger waren gekommen um zu diskutieren – aber auch, um ihr Unverständnis gegenüber der beschlossenen Schulschließung zum Ausdruck zu bringen.
An Hand einer Power Point Präsentation hat der Elternrat seine dringendsten Anliegen und Bedenken hinsichtlich der Schließung der Lutterbergschule den Anwesenden noch einmal verdeutlicht. Vieles zu diesem leidigen Thema ist in den letzten Monaten bereits durch die Medien gelaufen.
Die Moderation der Diskussionsrunde hatte man in die besonnenen Hände von Horst Schwedhelm, ehemaliger Lehrer an der KGS und Ratsherr in Bad Sachsa, gelegt.
Den Fragen aus den Zuhörerreihen begegneten die Politiker bereitwillig und offen, zeigten in vielerlei Hinsicht Verständnis und Solidarität, doch irgendwelche Versprechungen konnten sie natürlich auch nicht geben. Diese Veranstaltung war jedoch auch mit dem Wunsch verbunden, dass die Abgeordneten bisherige Meinungen und Ansichten eventuell neu überdenken und sich später entsprechend im Dialog mit der Verwaltung äußern würden. Die Ausführungen des Bad Sachsaer FDP-Abgeordneten Hermann Seifert zum Schließungsthema zeigten beispielsweise, dass solch ein Wunsch nicht auf taube Ohren gestoßen ist. Bereits am 16. August hat der BI-Abgeordnete Klaus-Richard Behling einen schriftlichen Antrag an die Verwaltung gestellt, sich noch einmal der Thematik Lutterbergschule anzunehmen, um erneut über die Schließungsfrist abzustimmen.
Deutlich wurde an diesem Abend: Die Eltern der Schülerinnen und Schüler, die derzeit die Lutterbergschule besuchen, müssen ernst genommen werden. Ganz bewusst sei diese Schule von den Eltern ausgewählt und einer integrativen Beschulung vorgezogen worden. Auch der Standort Bad Lauterberg weise angesichts viel zu langer Schülerbeförderungszeiten zur Wartbergschule in Osterode (von Wieda aus z. B. ca. 200 Minuten für Hin- und Rückfahrt) klare Vorteile auf. Hierzu bedürfe es noch reichlich Klärung und Nachbesserung. Die Verwaltung müsse erkennen, so der Wunsch des Elternrates, dass die Schließung des Schulstandortes nicht vorausschauend genug sei und sie darum zurückgenommen werden solle und auch könne.
Auch für die Zeit ab 2021/22, wenn die Inklusion von Lern- und Förderschulkindern vollständig umgesetzt sein wird, gäbe es sehr gute Gründe, das Förderzentrum Lutterbergschule für eine sinnvolle förderpädagogische Arbeit im Südostteil des Landkreises zu erhalten. Es werde auch in Zukunft Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten und mit besonderem Förder- und Kümmerungsbedarf in dieser Region geben, denen ein ortsnahes Förderzentrum doch sehr entgegenkommen würde.
Seit Ende Mai lagen Unterschriftenlisten in Geschäften aus, in denen interessierte Bürger ihre Zustimmung zur Auffassung der Eltern bekunden konnten. Etwa 1.900 gültige Unterschriften hat Förderschullehrer Walter Ziegler am Ende der Veranstaltung an die Vorsitzende des Schulausschusses, Regina Seeringer, übergeben.
Möge am Ende doch die Vernunft über die Politik siegen, denn die Verlierer bei einer Schließung der Lutterbergschule sind leider Gottes die förderbedürftigen Kinder.
Wie sagte doch Regina Seeringer gerade ganz treffend: „Ich hasse es, Politik auf Kosten von Kindern zu machen.“ Recht hat sie!
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