Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Dienstag, 17. September 2019
Login



Geschrieben von Boris Janssen am 05. Juli 2019
Aktuell

Traumwelt im Wohngebiet

Kunstprojekt einer KGS-Klasse: Jugendliche haben Grundstücksmauer mit Graffiti gestaltet

Kräftige Farbtupfer im Wohngebiet: Die Traumwelt im Barbiser Meisenweg.
Kräftige Farbtupfer im Wohngebiet: Die Traumwelt im Barbiser Meisenweg.
Die Klasse 9G2 mit Lehrerin Katja Eckhardt-Hartmann.
Die Klasse 9G2 mit Lehrerin Katja Eckhardt-Hartmann.
Ein gemalter Baum, der mit der wirklichen Umgebung verschmilzt, und ein Nachthimmel mit Mondfisch.
Ein gemalter Baum, der mit der wirklichen Umgebung verschmilzt, und ein Nachthimmel mit Mondfisch.
„Auf dem Garagentor darf es knallen.“ Mit John Lennon.
„Auf dem Garagentor darf es knallen.“ Mit John Lennon.
So sah die Garagenecke vorher aus.
So sah die Garagenecke vorher aus.
Die Grundstücksmauer: Vorher...
Die Grundstücksmauer: Vorher...
...nachher.
...nachher.
Nach Wochen der Vorbereitung wurde es ernst. (Fotos: Boris Janssen (5), Jessica Maier (3))
Nach Wochen der Vorbereitung wurde es ernst. (Fotos: Boris Janssen (5), Jessica Maier (3))

Gemeinhin dauert es ja immer ein Weilchen, bis aus einem frisch gekauften Eigenheim mit viel Arbeit ein echtes Traumhaus wird. Das ist auch bei Familie Maier aus Barbis nicht anders. Aber sie ist jetzt einen großen Schritt weiter: Die 9G2 der KGS Bad Lauterberg hat ihr kurz vor den Sommerferien die Grundstücksmauer gepimpt – mit einer bunt-leuchtenden Traumwelt. Die Jugendlichen hatten die Graffiti-Aktion über sechs Wochen im Kunstunterricht vorbereitet und setzten sie dann am Mittwoch und Donnerstag (26./27.06.2019) an zwei Vormittagen um.

Und das kam so: Vor zwei Jahren haben die Maiers ihr Haus im Meisenweg gekauft. Als dann der Wein heruntergerupft war, kam die lange graue Stützmauer des Grundstücks doch reichlich trist daher. Und auch das Garagentor fand die Familie ein wenig fad. Das wäre doch sicher etwas, an dem sich Jugendliche austoben können, dachte sich Jessica Maier. „Jeder jault immer über die Jugendlichen, aber es wird ihnen ja auch nichts geboten“, sagt sie. Also fragte sie über die Facebook-Gruppe „Lauterberger helfen sich“ nach jungen Leuten, die Fläche zum Sprayen suchten.

 

Unbedingt einmal ausprobieren

KGS-Lehrerin Franziska Rouabhi las diesen Aufruf und stellte den Kontakt zu ihrer Kollegin Katja Eckhardt-Hartmann her, die in der Klasse 9G2 Kunst unterrichtet. „Wir hatten uns gerade mit Schablonengraffiti beschäftigt und die Jugendlichen wollten das unbedingt einmal ausprobieren“, erinnert sich Eckhardt-Hartmann. Da lieferte die Familie Maier mit ihrer Idee doch die passenden Objekte. Und die Familie wiederum dachte sich, dass das für die Schule ein besonders spannendes Kunstprojekt sein dürfte – also die erhoffte Win-Win-Situation.

In zwei Gruppen entwickelten die Schülerinnen und Schüler über mehrere Wochen hinweg verschiedene Vorschläge. Bei der Präsentation fiel die Wahl schließlich auf die Traumwelt, in der Meeresbewohner durch den Nachthimmel schwimmen. Die Idee, Mauer und Garage mit einem einzigen Motiv zu verbinden, wurde aber wieder verworfen. „Auf dem Garagentor darf es ruhig richtig knallen“, erklärt Jessica Maier, warum sich die Familie für ein Bild mit John Lennon entschied. „Und es passt – Lennon war ja auch so ein Träumer.“

Nun besorgte die Familie Farben, Lacke und Sprühdosen, die Jugendlichen bereiteten die Schablonen vor und in der entspannten letzten Woche vor den Ferien konnte es losgehen. Abkleben, Hintergrund streichen, Motive aufsprühen. In der Hitze trocknete die Farbe ratzfatz und die Werke waren schneller fertig, als gedacht.

 

„Ich find’s mega“

Maiers sind mit dem Ergebnis richtig glücklich. „Ich find‘s mega“, sagt Jessica Maier begeistert. „Die Jugendlichen haben das super gemacht.“ Ihr Mann Dominik Maier sieht das genauso. Er dankte der Klasse für ihren Einsatz: „Ihr habt das super umgesetzt. Es ist toll geworden.“

Nun ist der Familie natürlich bewusst, dass solch farbenfrohe Gestaltung in einem Wohngebiet nicht gerade jedermanns Geschmack trifft. Aber zum Glück haben die Nachbarn das neue Straßenbild sofort abgenommen. „Ich finde es gut. Das ist ein Hingucker“, sagte Ines Sprötge, die aus ihrem Haus gegenüber die Traumwelt nicht übersehen kann. Sohn Ben Sprötge nannte sie eine „Sehenswürdigkeit.“ Und beide sind sich einig: „Das war eine tolle Idee für die Jugendlichen.“


mt_ignore

.................................................................................................................................................

Stellenmarkt

Bild der Woche