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Samstag, 19. Oktober 2019
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Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 07. Juli 2019

Aktuell

Ein aktives Leben trotz Diabetes …

… dank Unterstützung des Diabeteszentrums Bad Lauterberg

Jutta Kubat erhält einen Blumenstrauß von Lothar Leifheit
Jutta Kubat erhält einen Blumenstrauß von Lothar Leifheit


Die 84 Jahre alte Jutta Kubat aus Flensburg hält sich derzeit bereits zum 16. Mal in der Bad Lauterberger Fachklinik auf. Als Anerkennung für ihre langjährige Treue zu der Klinik überreichte ihr der Kuratoriums- und Vorstandsvorsitzende der Klinik, Lothar Leifheit, einen Blumenstrauß. Dabei entwickelte sich ein sehr interessantes und lebhaftes Gespräch, bei dem Leifheit einen kurzen Rückblick aus Sicht der Klinik hielt und dabei schmunzelnd erwähnte, dass Frau Kubat während ihrer Aufenthalte insgesamt 3 Chefärzte „erlebt“ hätte.
Frau Kubat berichtete von ihrem Leben mit der Diabetes Typ 1 und zeigte sich sehr dankbar, dass sie trotz vieler Einschränkungen, mit denen sie jedoch gelernt habe umzugehen, ein sehr aktives Leben führen konnte. Sie betonte, dass die medizinische Betreuung gerade hier in der Bad Lauterberger Klinik einen erheblichen Anteil zu dieser Entwicklung beigetragen habe. Frau Kubat wird begleitet und unterstützt durch Herrn Klaus Neumann, der auch bei diesem Gespräch zugegen war. Seitens der Klinik war die Leiterin der Diabetes-Beratung, Isabel Rother, anwesend.
Frau Kubat wurde bereits seit ihrer frühen Kindheit in einem Krankenhaus behandelt, wobei man allerdings zunächst andere Ursachen für ihre Ohnmachtsanfälle verantwortlich machte. Erst durch ihren ständigen Durst wurde 1939 der Diabetes bei ihr festgestellt; ihre damaligen Werte lagen im Bereich von 600/700 mg/dl. Nun musste sie lernen, auf sehr viele Dinge - insbesondere bei der Ernährung - zu verzichten. Dabei wurde sie von ihrer Familie verantwortungsvoll unterstützt, indem sie ihr den Verzicht erleichterten. Wenn sie mit ihr zusammen waren, nahmen sie selbst auch nur die erlaubten Speisen zu sich. Auch sich selbst das Insulin zu spritzen, lernte sie früh und übte das richtige Stechen erst einmal an einer Apfelsine. Damals mussten die Spritzen immer wieder ausgekocht werden, erinnerte sie sich, denn Einmalspritzen gab es noch nicht. Auch erlebte sie Meidung und Isolation, weil man damals der irrigen Meinung war, dass der Diabetes ansteckend sei.
Mit den Weiterentwicklungen in der Medizin zeigte sie sich sehr zufrieden, vor allem, dass sie heute ihren Zucker selbst „organisiert“ durch Bestimmung des Wertes in Sekundenschnelle und den Einsatz von Pens und Pumpen. Nicht verzichtbar sind jedoch engmaschige ärztliche Überwachungen in ihrer Heimat und nicht zuletzt immer wieder Aufenthalte in der Bad Lauterberger Klinik, in der sie sich seit 1992 nach Empfehlung ihres damals behandelnden Arztes, Dr. Kleinwächter, immer wieder erfolgreich behandeln lässt. Durch das qualifizierte Personal der Klinik werde sie in Bezug auf ihre Krankheit immer wieder auf den neuesten Stand gebracht. Trotz der Krankheit reiste Frau Kubat durch die Türkei, Persien, Irak, Tunesien, Algerien, Marokko und war tagelang in der Sahara unterwegs. Durch die Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein war sie viel in den Bergen unterwegs und bestieg u. a. den fast 4000 Meter hohen Ortler in Südtirol. Auch nahm sie an mitunter sehr anspruchsvollen Wandertouren in Schweden, Dänemark und den Rocky Mountains teil. Frau Kubat war über 40 Jahre lang voll berufstätig. Zum Schluss verriet sie ihr wichtigstes Motto im Umgang mit ihrer Krankheit: Disziplin, Disziplin, und noch mal Disziplin. Nur so sei es möglich, mit einer andauernden, chronischen Krankheit umzugehen und ein positives, erfülltes Leben zu führen und zu genießen.
Die Bad Lauterberger Spezialklinik feiert noch in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Neben den Behandlungen und Schulungen zu diabetischen Folgeerkrankungen gibt es in der Klinik eine zertifizierte Fußstation. Jährlich werden hier in Bad Lauterberg im Diabeteszentrum bis zu 2000 Patienten behandelt.

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