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Dienstag, 18. Februar 2020
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Geschrieben von ski am 04. August 2019
Aktuell

Gleich zwei neue Fahrzeuge für die Bad Lauterberger Wehr

Ein neues HLF und ein MTW wurden in den Dienst gestellt - Stadt hat rund 450.000 Euro investiert

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Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann, Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Schröder, Bürgermeister Dr. Thomas Gans, Kreisbrandmeister Volker Keilholz (von links)
Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann, Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Schröder, Bürgermeister Dr. Thomas Gans, Kreisbrandmeister Volker Keilholz (von links)
Das neue HLF 20/20...
Das neue HLF 20/20...
...ist umfassend ausgerüstet.
...ist umfassend ausgerüstet.
Neben dem MTW wurde auch noch eine neue Tragkraftspritze in Dienst gestellt
Neben dem MTW wurde auch noch eine neue Tragkraftspritze in Dienst gestellt
Gute Stimmung herrschte bei der Feuerwehr...
Gute Stimmung herrschte bei der Feuerwehr...
...sowie den großen....
...sowie den großen....
....und kleinen Gästen.
....und kleinen Gästen.

Am Samstag, den 03.08.2019, gab es bei der Bad Lauterberger Feuerwehr nicht nur das alljährliche Hoffest zu feiern. Gefeiert wurde auch ein besonderer Anlass: nämlich die Übergabe von gleich zwei neuen Feuerwehrfahrzeugen.  Das neue HLF ("Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug") 20/20 und der neue MTW (Mannschaftstransportwagen)  wurden gleichzeitig mit einer neuen Tragkraftspritze und einem Schlauchcontainer nun offiziell in den Dienst gestellt.

"Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres werden nun gleich zwei Fahrzeuge an die Bad Lauterberger Wehren übergeben - das zeigt, dass die Verwaltung in die Sicherheit ihrer Bürger viel investiert - und das, obwohl sie finanziell nicht unbedingt auf Rosen gebettet istl", lobte Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann und zitierte damit Ministerpräsident Stephan Weil, der ja kürzlich die Bad Lauterberger Wehr besucht hatte. Auch der Ministerpräsident war sehr beeindruckt von der Ausstattung der hiesigen Wehr und dem großen finanziellen Engagement der Stadt. Dass in den letzten Jahren so viele neue Feuerwehrfahrzeuge beschafft wurden, kommt aber nicht von ungefähr, wie Bürgermeister Dr. Thomas Gans bei seinem Grußwort betonte: "Im Schnitt habe ich jetzt seit Beginn meiner Amtszeit alle elf Monate ein Fahrzeug übergeben. Aber das liegt natürlich auch daran, dass zuvor jahrelang nicht viel in die Ausrüstung investiert worden war - die Fahrzeuge waren alle überaltert."

Neues HLF mit Zusatzausrüstung für Gefahrgut- und Strahlenschutzeinsätze

Auch Ortsbrandmeister Wiedemann betonte, dass die beiden neuen Fahrzeuge im Feuerwehrbedarfsplan vorgesehene Ersatzbeschaffungen sind, da die jahrzehntealten Vorgängerfahrzeuge es nicht mehr durch den TÜV geschafft hatten. Dafür ist das neue HLF 20/20 aber auch ein Fahrzeug der neuesten Generation und darüberhinaus mit der Zusatzausrüstung genau auf die Anforderungen der hiesigen Wehr zugeschnitten. Wiedemann stellte die technischen Details vor: 340 PS, ein MAN-Fahrgestell und ein Aufbau der Firma Rosenbauer mit 2.000 Liter Wasser- und 200 Liter Schaumtank. Die Pumpe leistet 3000 Liter pro Minute. An Bord ist ein Hydraulikaggregat mit Rettungsschere und Spreizer, ein Stromaggregat, eine Wärmebildkamera, verschiedene Leitern, Messgeräte für Gase und radioaktive Stoffe, verschiedene Pumpen, auch für Gefahrgut, 6 Pressluftatmer, 4 Chemikalienschutzanzüge, Strahlenschutzanzüge, Material für Notdekontamination und jede Menge weitere Werkzeuge. Ein Teil der Beladung wurde vom alten Fahrzeug übernommen, aber dennoch hat das neue Erstangriffsfahrzeug rund 400.000 Euro gekostet. Es wird künftig auch im Gefahrgut- und Strahlenschutzzug der Kreisbereitschaft eingesetzt.
Das zweite Fahrzeug, der MTW ist eine VW T6 in der Langversion. "Das Vorgängerfahrzeug hat mit 200.000 Kilometern in 20 Jahren die höchste Laufleistung", so Wiedemann. Es wird als Transport- und Führungsfahrzeug genutzt und ist daher auch mit Funk und Lautsprecher für Durchsagen ausgerüstet. Rund 65.000 Euro wurden hierfür investiert. Und dank großzügiger Spenden der Firma Exide und des Fördervereins wurden auch noch eine neue Tragkraftspritze sowie ein 500 Meter-Schlauchcontainer plus Transportwagen angeschafft.  "Rund 450.000 Euro hat die Stadt ohne jegliche Bezuschussung durch den Landkreis oder das Land für die Fahrzeuge aufgewendet", so Wiedemann. Er erinnerte daran, dass die Bad Lauterberger Wehr die Kreisfeuerwehr immer nach Kräften unterstütze und wünschte sich, dass auch der Landkreis mal die Bad Lauterberger Wehr unterstützen möge.

"Das neue HLF sucht seinesgleichen"

Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Schröder dankte dem Rat, dem Bürgermeister und der Verwaltung, dass die erforderlichen Mittel bereitgestellt wurden und die Beschaffung so reibungslos ablief. Doch das wird ja nicht die letzte Fahrzeugübergabe gewesen sein: "Nach der Übergabe ist vor der Übergabe - es steht ja noch einiges an".
"Das neue HLF sucht seinesgleichen - und hat ja auch schon den Ministerpräsidenten schwer beeindruckt. Doch das ist nicht das Wichtigste. Die Fahrzeuge können den Kameraden die Arbeit nicht abnehmen, aber erleichtern. Sie bringen ein Mehr an Sicherheit für die Feuerwehr und für die Bürger", so der Bürgermeister. Und Kreisbrandmeister Volker Keilholz mahnte: "Was wäre die beste Ausrüstung ohne die Einsatzbereitschaft der Menschen? Verliert nicht die Lust an der Feuerwehr - wir werden gebraucht."

Pastorin Brigitte Hirschmann verglich augenzwinkernd die schon sehr umfangreiche Ausrüstung eines Playmobil-Feuerwehrfahrzeugs mit dem Original und segnete die Fahrzeuge und Geräte.

Dann konnten die Kameradinnen und Kameraden endlich zum gemütlichen Teil übergehen und - trotz einiger kleiner Regenschauer - ein rundum erfolgreiches und gemütliches Hoffest feiern. Es feierten auch die Abordnungen aus sämtlichen Ortswehren sowie von zahlreichen befreundeten Wehren und viele Bürgerinnen und Bürger gerne mit, ganz besonders, da das Modehaus Rudolphi aus Anlass der Fahrzeugübergabe Freigetränke spendiert hatte.


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