.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Dienstag, 07. Dezember 2021
Login



Geschrieben von Thomas Böhlendorf (KGS Bad Lauterberg) am 10. November 2019
Aktuell

Das Unfassbare wird fassbar

Schüler der KGS Bad Lauterberg haben an Workshops im Grenzlandmuseum teilgenommen

b_590_0_16777215_00_images_stories_com_form2content_p19_f11278_KGS_Grenzlandmuseum_Teistungen_a.jpg b_300_0_16777215_00_images_stories_com_form2content_p19_f11278_KGS_Grenzlandmuseum_Teistungen_c.jpg b_300_0_16777215_00_images_stories_com_form2content_p19_f11278_KGS_Grenzlandmuseum_Teistungen_b.jpg

Die 26 Schüler*innen der Klasse 10R2 der KGS Bad Lauterberg haben im Rahmen einer Initiative der Kultusministerien Niedersachsens und Thüringens zusammen mit weiteren Schulklassen aus beiden Bundesländern an Workshops im Grenzlandmuseum in Teistungen teilgenommen.

Zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung hatten die Schüler*innen in Begleitung der Leiterin des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften Denise Jonas und ihres Klassenlehrers Thomas Böhlendorf die Möglichkeit, verschiedene Aspekte der deutschen Teilung auf unterschiedlichen Ebenen kennen zu lernen. So erlangten die Schüler*innen unter Anleitung der Grenzlandmuseumsmitarbeiterin Franziska Bömeke bei einem ersten Besuch Einblicke in die Entwicklung der Grenze, das Alltagsleben in der DDR und Schicksale von Flüchtlingen und Verfolgten. Das Grenzlandmuseum ermöglichte als außerschulischer Lernort eine praktische und unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Thema der deutschen Teilung nach Kriegsende. Am Ende des ersten Besuchstages präsentierten und diskutierten die Schüler*innen der KGS dann in Kleingruppen einzelne Themenbereiche der Ausstellung. Besonders beeindruckend für die Schüler*innen waren hierbei die noch vorhandenen Grenzanlagen im Außenbereich des Museums.

Der zweite Besuchstag wurde gemeinsam mit Schüler*innen aus Niedersachsen und Thüringen erlebt und gestaltet. Zentraler Aspekt dieses Besuchs waren Workshops mit Zeitzeugen, die als Pastor, Bürgerrechtler, Flüchtlinge oder Bewohner der sogenannten Sperrzone den Schüler*innen beeindruckend und authentisch die zum Teil unfassbaren Konsequenzen der Grenzziehung vermittelten. Durch die Auseinandersetzung mit den Zeitzeugen und den Exponaten der Sammlung verließ der Geschichtsunterricht das Schulgebäude, wurde (an)fassbar und bekam Gesichter, wodurch die Bedeutung von Freiheit und Demokratie in Deutschland eindrucksvoll hervorgehoben wurde.

Die begleitenden Lehrkräfte hatten parallel die Gelegenheit, sich über Schul- und Landesgrenzen hinweg mit Kollegen, Vertretern der Ministerien und des Museums über Inhalte und Ausgestaltungsmöglichkeiten des Geschichtsunterrichts zum Thema auszutauschen.

Den Abschluss bildete das Theaterprojekt „Ich musste hier raus. Wege aus der DDR“, welches durch den Schauspieler Ludwig Blochberger und begleitet durch einen Perkussionisten eindrucksvoll präsentiert wurde.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche