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Dienstag, 07. Dezember 2021
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Geschrieben von ski am 22. Dezember 2019

Aktuell

Tanz-Flashmob zum Abschied

Die Schülerinnen und Schüler der KGS haben sich mit einer besonderen Aktion vom scheidenden Schulleiter Rainer Jakobi verabschiedet

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Der VIP wurde abgeführt und in die Turnhalle gebracht...
Der VIP wurde abgeführt und in die Turnhalle gebracht...
...wo ein Flashmob auf ihn wartete
...wo ein Flashmob auf ihn wartete
Abschiedsgeschenk der Schülerinnen und Schüler
Abschiedsgeschenk der Schülerinnen und Schüler
Natürlich richtete er auch ein paar Worte an seine Schüler - in gewohnt launiger Weise
Natürlich richtete er auch ein paar Worte an seine Schüler - in gewohnt launiger Weise
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Dass irgendetwas im Gange ist, muss Rainer Jakobi geahnt haben, aber dass ihn am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien gleich die Polizei abholte, damit hatte er sicher nicht gerechnet. Er wurde von den Beamten abgeführt und zur Turnhalle verbracht. Denn dort warteten rund 600 Schülerinnen und Schüler seiner Schule - mucksmäuschenstill. Und als er die Tribüne betrat, begannen sie zu tanzen. Der Tanz-Flashmob war minutiös geplant - schließlich mussten die zahlreichen Klassen erst einmal unauffällig in die Turnhalle geschleust werden. Auch für die Generalprobe hatte man Jakobi mit einem Vorwand aus dem Hause lotsen müssen.

Wenn Hunderte von Schülern und Lehrern gemeinsam tanzen, dann ist das schon ein einmaliger Anblick - das geht auch einem gestandenen Schulleiter nahe. Die Schülerinnen und Schüler überreichten Jakobi als Abschiedsgeschenk ein Bild, das aus ihren einzelnen Fingerabdrucken zusammengesetzt ist. Ein Abschied, der ihm sicher nicht leicht fallen wird, war er doch mit vollem Herzblut dabei. Von seinem persönlichen Verhältnis zu seinen Schülerinnen und Schülern zeugt auch, dass beim Pressegespräch alle zwei Minuten die Tür aufging und jemand noch unbedingt etwas los werden musste, ein Geschenk brachte oder ihm einfach schöne Ferien wünschte.

"Ich will und wollte immer an einer Gesamtschule arbeiten, denn ich wollte die gesamte Palette haben", so Jakobi. Denn das echte Leben, das tobt an der KGS, gemäß dem Schulmotto "Kreativ-Gemeinsam-Stark". Der Stolz auf seine Schule, die so eine gelungene Aktion auf die Beine stellen kann, ist Jakobi anzumerken. "Das zeugt davon, dass wir hier Schule leben, wir sind nicht nur auf Latein, Englisch und deutsche Grammatik aus". Daran habe vor allem auch das tolle Kollegium großen Anteil : "So etwas kriegst du nur mit einer Truppe hin, mit der die Chemie stimmt".

Offiziell hat Jakobi die Schulleitung bis zum 31. Januar inne. Seine Nachfolge wird Inger Schweer, die bisherige didaktische Leiterin, antreten, so dass die Gesamtschule mit ihren rund 900 Schülerinnen und Schülern in bewährten Händen bleibt. Erfreut zeigte er sich auch über die Zusage des Landkreises, dass die derzeitige Raumnot durch eine Containerlösung gemildert werden soll. Acht Container sollen auf die grüne Wiese neben die Schule gestellt werden, um eine temporäre Entlastung zu bringen, denn die KGS erfreut sich immer weiter zunehmender Beliebtheit auch bei Kindern aus dem Umkreis. Daher sind die Schülerzahlen stark angestiegen, was natürlich auch mit der Einführung der gymnasialen Oberstufe an der KGS zusammenhängt. Dafür hatte Jakobi lange - und am Ende erfolgreich - gekämpft und konnte 2016 den ersten Abiturjahrgang verabschieden.

Wie er es ohne "seine" KGS aushalten mag, das kann man sich noch gar nicht vorstellen. Aber noch ist es ja nicht ganz so weit, nach den Weihnachtsferien wird er noch ein paar Tage die Gänge der KGS durchstreifen und dabei wieder ein paar Kinder aufmuntern, Jugendliche anfrotzeln und Kollegen auf die Schippe nehmen. Einen offiziellen Verabschiedungstermin, mit Politik, Schulbehörde und den üblichen Grußworten wird es im März geben. So spektakulär wie der Tanz-Flashmob wird das allerdings sicher nicht werden.

Auf der Webseite der KGS gibt es noch ein ausführlicheres Video der gesamten Aktion.


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