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Sonntag, 26. Januar 2020
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Geschrieben von ski am 08. Januar 2020
Aktuell

Der erste Schritt für die Sanierung des Bismarckturms ist getan

Der Harzklub-Zweigverein Bad Lauterberg erhielt LEADER-Mittel für ein Sanierungsgutachten

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Ein Marathonprojekt: die Sanierung des denkmalgeschützten Turms
Ein Marathonprojekt: die Sanierung des denkmalgeschützten Turms
Anja Kreye, Frank Uhlenhaut vom LEADER-Regionalmanagement, Horst Jäde und Heinz-Gerd Trüter (Harzklub), Bürgermeister Dr. Thomas Gans, Peter Laumann und Klaus Wiedemann (Harzklub) (von li.)
Anja Kreye, Frank Uhlenhaut vom LEADER-Regionalmanagement, Horst Jäde und Heinz-Gerd Trüter (Harzklub), Bürgermeister Dr. Thomas Gans, Peter Laumann und Klaus Wiedemann (Harzklub) (von li.)
Vom Bismarckturm aus bietet sich ein atemberaubender Blick in alle Richtungen
Vom Bismarckturm aus bietet sich ein atemberaubender Blick in alle Richtungen
Der ersehnte Bewilligungsbescheid: jetzt kann das Gutachten in Auftrag gegeben werden.
Der ersehnte Bewilligungsbescheid: jetzt kann das Gutachten in Auftrag gegeben werden.

Er thront über Bad Lauterberg auf dem Kummel und ist eines der Wahrzeichen der Kneippstadt: der Bismarckturm. Doch der 1904 erbaute Aussichtsturm hat Schäden an der Bausubstanz, die dringend beseitigt werden müssen. Da der fünfzehn Meter hohe Turm unter Denkmalschutz steht, wird die Sanierung besonders aufwändig und teuer - eine Mammutaufgabe, die sich der Bad Lauterberger Harzklub als Besitzer da auf die Fahne geschrieben hat.

Jetzt konnte der Verein den Fördermittelbescheid von der LEADER-Region Osterode in Empfang nehmen. Die Fördersumme beträgt 38.290,42 €. Zusammen mit der Cofinanzierung durch die Stadt Bad Lauterberg in Höhe von 9.730,11 € ergibt dies einen Gesamtbetrag von 48.650,53 Euro. Mit dieser krummen Summe kann nun der allererste Schritt des Projekts angegangen werden: es muss nämlich ein umfassendes Sanierungsgutachten erstellt werden, wie der Turm denkmalschutzgerecht instandzusetzen ist.Dabei wird eine tachymetrische Vermessung vorgenommen, eine Bestands- und Schadkartierung erstellt, Probenmaterial entnommen und untersucht und ein Instandsetzungskonzept samt Kostenschätzung erstellt.

Marathonprojekt für den Harzklub

"Dieses Projekt ist ein Marathon, für den man viel Motivation und Zuversicht braucht", so Frank Uhlenhaut, der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Region Osterode. "Wir freuen uns, dass sich der Harzklub auf diesen Weg gemacht hat und wünschen gutes Gelingen".

In der entscheidenden Sitzung habe man durchaus darüber diskutiert, weswegen man eine so hohe Summe als Förderung aufwenden solle, wenn noch nicht ein einziger Stein dadurch verbaut würde, so Uhlenhaut. Doch letztlich ließen sich die Mitglieder von den Argumenten des Harzklubs überzeugen: ohne ein solches Gutachten, das die Belange des Denkmalschutzes berücksichtigt und genau aufzeigt, wie bei der Sanierung vorzugehen ist, darf überhaupt nichts am Turm gemacht werden. "Die Denkmalschutzbehörde besteht darauf, sonst kommen die und machen den Turm sofort dicht", erklärt Bürgermeister Dr. Thomas Gans.

Stadt, Harzklub und Bevölkerung wollen den Bismarckturm unbedingt erhalten

Der Harzklub will das Gutachten nun so schnell wie möglich in Auftrag geben und rechnet mit Ergebnissen noch im zweiten Quartal diesen Jahres, wie der Vorsitzende Heinz-Gerd Trüter erklärte. "Wir danken der LAG und der Stadt für die Unterstützung bei diesem ersten Schritt". Doch wenn das Gutachten da ist, dann erst wird Klarheit herrschen, wie der Turm gerettet werden kann - und wie viel Geld dafür aufgebracht werden muss. Wenn ein Gutachten für das Denkmal schon knapp 50.000 Euro kostet, dann werden für die Sanierung noch mal ganz andere Größenordnungen fällig - das ist allen Beteiligten klar. Dann wird man sich wieder zusammensetzen und nach Fördermöglichkeiten suchen müssen. "Die Mitglieder des Harzklubs sind voll motiviert, den Turm für Bad Lauterberg zu erhalten, und auch die Bevölkerung ist unheimlich motiviert, zu spenden", so Trüter. Das Projekt werde auch noch mindestens zehn Jahre andauern: "Seit 2017 beschäftigen wir uns mit dem Bismarckturm". Aber, so Klaus Wiedemann: "Mit Ausdauer lassen sich viele Dinge umsetzen."

Der Bürgermeister freute sich, dass der Zuwendungsbescheid durch das Amt für regionale Landesentwicklung, das die LEADER-Mittel auszahlt, so rasch gekommen ist. Er dankte dem Harzklub für das große Engagement: "Die Stadt steht an Ihrer Seite - wir müssen und wollen den Bismarckturm erhalten". Wenn das Ergebnis des Gutachtens da sei, werde man sich wieder zusammensetzen: "Und wir werden beraten, wie wir das bewältigen können."

Mehr Informationen über die Geschichte des Bismarckturms lesen Sie hier

Mehr Informationen über die notwendige Sanierung lesen Sie hier


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