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Donnerstag, 13. August 2020
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Geschrieben von ski am 08. November 2013
Aktuell

Kneipp bald immaterielles Weltkulturerbe?

Präsidium und Beirat des Kneipp-Bundes tagten in Bad Lauterberg -und Präsidentin Marion Caspers-Merk sagte der Stadt Bad Lauterberg ihre volle Unterstützung fürs Badejubiläum zu

Bad Lauterbergs Bürgermeister Dr. Thomas Gans, Kneipp-Bund-Präsidentin Marion Caspers-Merk, und der Vorsitzende des Niedersächsischen Landesverbands Gerold Barre im Kneipp-Bund-Hotel Heikenberg
Bad Lauterbergs Bürgermeister Dr. Thomas Gans, Kneipp-Bund-Präsidentin Marion Caspers-Merk, und der Vorsitzende des Niedersächsischen Landesverbands Gerold Barre im Kneipp-Bund-Hotel Heikenberg

2014 feiert Bad Lauterberg bekanntlich das 175-jährige Jubiläum als Kaltwasserheilbad - da kommt prominente Unterstützung gerade recht. Rund 160.000 Mitglieder stark ist der Kneipp-Bund, davon gehören rund 20.000 dem Landesverband Niedersachsen an. Und von den 88 niedersächsischen Vereinen ist einer natürlich der Kneipp-Verein Bad Lauterberg mit 130 Mitgliedern.

Kneipp spielt für die Stadt eine ganz besondere Rolle, schließlich ist sie eines von rund 60 anerkannten Kneipp-Heilbädern. Und im Kneipp-Bund-Hotel Heikenberg traf sich am Wochenende das Präsidium und der Beirat des Bundesverbands.

Bürgermeister Dr. Thomas Gans nutzte die Gelegenheit, um dabei um Unterstützung für die Jubiläumswoche im Juli zu werben -mit Erfolg: die Präsidentin des Kneipp-Bunds, Marion Caspers-Merk, und Gerold Barre, der Vorsitzende des Landesverbands Niedersachsen, sagten zu, sich nach Kräften beteiligen zu wollen. Schließlich ist Bad Lauterberg und das Thema Kneipp ganz besonders verbunden - bis hin zur Anerkennung des städtischen Kindergartens als Kneipp-Kindergarten.

Das hat Sinn, denn "Kneipp ist mehr als Wasser", wie Caspers-Merk betont. "Das Kneipp-Konzept ist ganzheitliche Prävention und umfasst auch Ernährung und Bewegung". Und dafür engagieren sich die Vereine vor Ort. Die haben teilweise auch mit Mitgliederschwund und Überalterung zu kämpfen, aber es gibt auch Vereine, die geradezu aufblühen, so die Präsidentin. "Es hängt eben immer vom Angebot vor Ort ab", weiß Gerold Barre: "Wo es viele interessante Angebote gibt, zum Beispiel Kurse, da ist auch der Zulauf groß". Qui Gong oder Yoga - "wir bilden unheimlich viele Yoga-Lehrer aus" - passen zum Kneipp-Konzept und sind für die Menschen attraktiv. Denn viel zu viele verbinden mit Kneipp hauptsächlich kalte Güsse und Wassertretstellen, da sind sich Caspers-Merk, Barre und Gans einig.

Viele Aufgaben also für den Kneipp-Bund. Eines der Projekte, die der Verband derzeit diskutiert, ist der Versuch, die Kneipp'sche Gesundheitslehre als immaterielles Weltkulturerbe aufnehmen zu lassen. Davon erhofft sich der Verband natürlich einen Werbeeffekt, aber auch eine Schutzfunktion: nicht jeder könnte dann einfach sagen "Ich biete Kneipp an", auch wenn er gar nicht qualifiziert ist. Denn die Zertifizierung von Einrichtungen war auch eines der Themen, die die Funktionäre auf ihrer Tagung beschäftigten.


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