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Montag, 10. August 2020
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Geschrieben von PM / Sternwarte St. Andreasberg am 26. Juli 2020
Aktuell

Sternschnuppen-Schauer Perseiden nimmt zu

Sternwarte St. Andreasberg lädt zur Beobachtung ein

Der nord-östliche Sternenhimmel über St. Andreasberg am 11. August um 23.00 Uhr Ortszeit mit Markierung des Radianten der Perseiden.
Der nord-östliche Sternenhimmel über St. Andreasberg am 11. August um 23.00 Uhr Ortszeit mit Markierung des Radianten der Perseiden.
Der Komet 109P/Swift-Tuttle (Quelle: NASA)
Der Komet 109P/Swift-Tuttle (Quelle: NASA)

Der Meteor-Schauer der Perseiden nimmt allmählich Fahrt auf, so dass nun jede Nacht mehr Sternschnuppen über das Himmelspanorama ziehen. Die Zahl der im Mittel sichtbaren Sternschnuppen pro Stunde steigert sich bis zum 12. August noch auf bis zu 110 Stück.

Die Sternwarte St. Andreasberg lädt zu diesem Ereignis am Abend des 11. August ab 21.00 Uhr wieder herzlich ein. Genießen Sie die Sternschnuppen mit uns zusammen auf unserer Beobachtungswiese an der Sternwarte. Details finden Sie hier. Achtung, aufgrund der Corona-Verordnung ist für Besucher eine Anmeldung erforderlich (s. Detail-Link).

Ursprung
Die Perseiden haben ihren Ursprung in den zurückgebliebenen Staubkörnern des Kometen 109P/Swift-Tuttle, die einst auch den Schweif des Kometen bildeten. Diese Kleinstpartikel – etwa ein bis zehn Millimeter groß – reisen mit einer Restgeschwindigkeit auf der ehemaligen Bahn des Kometen weiter um die Sonne. Trifft unsere Erde auf ihrer Bahn um die Sonne auf diese ehemalige Kometenbahn, so lenkt ihre Anziehungskraft die Kometenpartikel ab. Einige davon werden auf eine Spiralbahn um die Erde gelenkt und verglühen in unserer Atmosphäre.

Dabei stoßen die Partikel vermehrt auf die Gasatome unserer Atmosphäre, wodurch sie sich aufgrund der Reibung stark erhitzen. Ab einer Temperatur von 1900 bis 2300 °C verdampfen dann die äußeren Atome des Partikels (Ablation), und es bildet sich eine heiße Gashülle darum. Die Atome dieser Gashülle kollidieren nun wiederum mit Atomen der Atmosphäre, was diese aufheizt und anregt. Dabei werden Elektronen der Gasatome auf energiereichere Bahnen um das Atom gehoben. Fallen die Elektronen anschließend wieder auf ihre ursprünglichen Bahnen zurück, emittieren sie die freigewordene Energie als sichtbares Licht, was schlussendlich zu den langgezogenen Leuchterscheinungen am Nachthimmel führt.

Namensgeber des Meteorschauers ist dabei der sogenannte Radiant. Hierbei handelt es sich um den gedachten Punkt am Himmel, in dem sich die rückwärtigen Verlängerungen eines Großteils der Leuchtspuren zu schneiden scheinen. Im Falle der Perseiden liegt dieser Radiant nahe dem Sternbild Perseus, welches aktuell am nord-östlichen Nachthimmel unter der Kassiopeia (dem Himmels-W) zu sehen ist.


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