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Donnerstag, 13. August 2020
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Geschrieben von ski am 09. November 2013
Aktuell

Sorgen um die Bäder

Wo die Bäder geschlossen werden, lernen Grundschulkinder nicht mehr schwimmen. Werden wir zum Land der Nichtschwimmer? Der DLRG-Bezirksrat tagte im Bad Lauterberger Panoramic-Hotel

Der Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe, Otto Holzigel, begrüßte die Delegierten.....
Der Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe, Otto Holzigel, begrüßte die Delegierten.....
...zur Tagung in Bad Lauterberg.
...zur Tagung in Bad Lauterberg.

Vor 100 Jahren wurde die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG gegründet, als Reaktion auf einen traurigen Unfall, bei dem 16 Menschen ertrunken waren. Eine Holzbrücke war eingestürzt, und damals hatten nur wenige Menschen schwimmen gelernt. Ein Zustand, der bald wiederkehren könnte, fürchtet die DLRG: durch die klamme Kassenlage der meisten Kommunen werden immer mehr Schwimmbäder geschlossen. Wo aber kein Bad ist, da kann auch niemand schwimmen lernen. Ohne Schwimmbad fehlt die  Ausbildungsstätte für den DLRG - aber auch für die Grundschulen. Und: "Kinder, die bis zum Ende der Grundschulzeit nicht schwimmen können, lernen es danach auch nicht mehr".

Daher kämpft der DLRG für die Erhaltung der Bäder und für die Schwimmausbildung. Mit zahlreichen Veranstaltungen, und sogar mit Demonstrationen in Braunschweig und Berlin machten die Lebensretter in den letzten Monaten auf die Situation aufmerksam. Schließlich sind bundesweit in den letzten fünf Jahren 285 Bäder geschlossen worden, weitere 452 Bäder seien von Schließung bedroht. Dabei konnte die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken in den 100 Jahren seit Gründung der DLRG um 92% gesenkt werden. 11, 2 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit leisteten die Mitglieder im Jahr 2012, und 411 Menschen konnten im vergangenen Jahr durch Rettungsschwimmer vor dem Ertrinken gerettet werden.

Die DLRG-Gruppen im Bezirk Braunschweig tagten am Samstag im Hotel Panoramic, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Der Vorsitzende des Bad Lauterberger DLRG-Ortsvereins, Otto Holzigel, konnte ca. 50 Delegierte und Gäste begrüßen.
Rund 11.000 Mitglieder gibt es in der Region, die die Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg und die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel, Goslar, Gifhorn und Osterode umfasst. Die Delegierten debattierten über neue Leitlinien, und Investitionen, den Haushalt - und natürlich über die drohenden Bäderschließungen. Auch Bad Lauterbergs Bürgermeister Dr. Thomas Gans ging in seinem Grußwort darauf ein: "Wir wollen an unserem Bad, dem Vitamar, festhalten - trotz aller Probleme." Als Heimstatt der Vereine, für die Schulen und natürlich auch für den Tourismus sei es unersetzlich.


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