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Samstag, 27. Februar 2021
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Geschrieben von ski am 17. Februar 2021

Aktuell

Spendenaktion: Luftreiniger für die Grundschule und KGS

Fördervereine sammeln für die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten für Klassenräume

Vorbereitungstreffen: Dr. Bednorz, Gymnasialzweigleiter, Viola Thieme-Brandt, Rektorin Grundschule am Hausberg, Kristin Fröhlich, Fördererverein KGS, Andrea Alert, SekII-Koordinatorin, Kirsten Heitmüller, Fördererverein KGS, Bürgermeister Gans v.li.
Vorbereitungstreffen: Dr. Bednorz, Gymnasialzweigleiter, Viola Thieme-Brandt, Rektorin Grundschule am Hausberg, Kristin Fröhlich, Fördererverein KGS, Andrea Alert, SekII-Koordinatorin, Kirsten Heitmüller, Fördererverein KGS, Bürgermeister Gans v.li.
So sehen die Geräte aus: etwa halb so groß wie ein Kühlschrank. Foto: Calistair GmbH
So sehen die Geräte aus: etwa halb so groß wie ein Kühlschrank. Foto: Calistair GmbH
Die Fördervereine der KGS Bad Lauterberg...
Die Fördervereine der KGS Bad Lauterberg...
...und der Grundschule haben ihren Bedarf ermittelt.
...und der Grundschule haben ihren Bedarf ermittelt.

Der Förderverein der KGS Bad Lauterberg und der Förderverein der Grundschule am Hausberg wollen Spenden sammeln, um die beiden Schulen mit Luftreinigern ausstatten. Dieses Ziel haben sie sich zusammen mit den beiden Schulleitungen bei einer Besprechung am 12.02.21 gesetzt.
Denn um eine Verbreitung von Corona-Viren zu vermeiden, sollen die Klassenräume regelmäßig stoßgelüftet werden. Das funktioniert aber nicht in allen Räumen gleich gut: in den Räumen, in denen nur einseitig Fenster vorhanden sind, ist der Luftaustausch schwierig. „Da lüften wir in den Flur hinein“, berichtet Dr. Lars Bednorz, Gymnasialzweigleiter der KGS; „das ist ja auch nicht der Sinn der Sache“.  Nach dem Duderstädter Vorbild will man nun Luftfilter installieren. Dort spendete eine Initiative Duderstädter Unternehmen und Institutionen insgesamt 162 professionelle Luftreinigungssysteme an 36 Schulen und Kitas. Hans Georg Näder, Eigentümer von Ottobock, hatte Ende Oktober die Unternehmen der Region dazu aufgerufen, mit ihm gemeinsam dafür zu sorgen, dass Duderstädter Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen mit Raumluftreinigungsgeräten ausgestattet werden. Angeschafft wurden Geräte der Firma Calistair, einem Unternehmen, an dem Näder die Mehrheitsbeteiligung hält und das durch Ottobock vertrieben wird.

Chemisch-katalytisches Verfahren und HEPA-Filter

Die Geräte sind etwa halb so groß wie ein Kühlschrank. Ein Gerät soll jeweils für einen Raum bis maximal 50 m² Fläche ausreichen. „Die Geräte zerstören die DNA beziehungsweise RNA der Mikroorganismen durch ein chemisch-katalytisches Verfahren nach dem Prinzip der Oxidoreduktion“, erklärt der Geschäftsführer Alain Hachet. Natürlich enthält es auch HEPA-Filter sowie einen Vorfilter, um die größeren Partikel herauszufiltern. In erster Linie zerstört des jedoch die chemischen Bindungen der Mikroorganismen wie Bakterien und Viren auf molekularer Ebene.
Er verspricht auch eine einfache Wartung der Geräte: „Die UVC-Lampen müssen bei Dauerbetrieb einmal pro Jahr ausgetauscht werden, ebenso die HEPA-Filter. Der Vorfilter für die groben Partikel alle drei bis sechs Monate, je nach Sauberkeit“.

200.000 Euro werden benötigt

Eine einfache Bedienung und Wartung fanden auch die Schulleitungen und Fördervereine wichtig. Bei Kosten von rund dreieinhalbtausend Euro pro Gerät ist natürlich allen Beteiligten klar, dass nicht jeder Klassenraum mit einem solchen Luftreinigungsgerät ausgestattet werden kann. Daher haben sie einmal durchgezählt: an der KGS gibt es nur 25 Räume, die von beiden Seiten stoßgelüftet werden können, aber 45 Räume, bei denen das nicht möglich ist. 14 Klassenzimmer ohne beidseitige Fenster gibt es an der Grundschule. „Insgesamt also ein Bedarf von 59 Geräten“, stellt Bednorz fest. Will man all diese Räume ausstatten, benötigt man eine Summe von rund 200.000 Euro. Dass das ein äußerst ehrgeiziges Ziel ist, ist natürlich auch Kristin Fröhlich und Kirsten Heitmüller vom Fördererverein der KGS Bad Lauterberg klar. Gerade zu diesen wirtschaftlich schwierigen Corona-Zeiten hält sich die Spendenbereitschaft der Firmen und Privatleute wahrscheinlich in Grenzen – „aber genau wegen der Corona-Krise benötigen wir das Geld ja jetzt“ – ein Dilemma.
Einig ist man sich in der Vorbereitungsrunde, an denen neben den Schulleitungen und dem Förderverein der KGS auch Bürgermeister Dr. Thomas Gans teilnahm auch darin, dass die kleinsten Klassenräume mit der schlechtesten Belüftungsmöglichkeit vorrangig ausgestattet werden sollen. Denn, so ergänzt Gans, die Vorgaben des Landesgesundheitsamts und des Umweltbundesamts besagen, dass Raumluftreinigungsgeräte das Lüften nicht ersetzen, sondern nur ergänzen können.

Die Fördervereine wollen nun in den kommenden Tagen die hiesigen Firmen anschreiben und um Spenden für dieses Vorhaben bitten. Und natürlich sind ebenso die Privatleute angesprochen, die Aktion zu unterstützen. Schwierig gestaltet sich das Ganze auch dadurch, dass natürlich in diesen Zeiten aufgrund der Corona-Beschränkungen keine besonderen Aktionen oder Veranstaltungen durchgeführt werden können, um Spenden zu erzielen. Und das Ganze sollte möglichst schnell gehen – denn der Bedarf ist natürlich bereits jetzt da, spätestens wenn im März die Schüler wie geplant nach und nach wieder in den Präsenzunterricht wechseln sollen.


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