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Donnerstag, 19. Mai 2022
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Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 16. November 2021
Aktuell

Ein Tag, der seine Bedeutung nicht verloren hat

Veranstaltung am Volkstrauertag in Barbis

Rolf Lange bei seiner Ansprache (Fotos: Karl-Heinz Wolter)
Rolf Lange bei seiner Ansprache (Fotos: Karl-Heinz Wolter)
Blick in die Runde
Blick in die Runde
Ehrenmal mit Pastor Burger
Ehrenmal mit Pastor Burger
Ehrenmal mit den Fahnenabordnungen
Ehrenmal mit den Fahnenabordnungen

Am Sonntag (14. 11.), dem Volkstrauertag, fand auch in Barbis, am Kriegerdenkmal, eine feierliche Gedenkfeier statt. Organisiert hatte diese Feierstunde die Arbeitsgemeinschaft der Barbiser Vereine unter der Leitung des Sozialverbandes Barbis mit der Vorsitzenden Heidi Siewert. An diesem bundesweit begangenem Gedenktag wird der Opfer von Krieg und Gewalt nicht nur der beiden Weltkriege gedacht.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch Musikdarbietungen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Barbis. Nach einem Musikstück konnte Frau Siewert um 11.00 Uhr zahlreiche Einwohner und Vertreter der Barbiser Vereine sowie den Bürgermeister der Stadt Bad Lauterberg, Herrn Rolf Lange, und den Pastor Simon Burger, begrüßen. Nach einem weiteren Beitrag der Kapelle hielt der neue Bürgermeister Rolf Lange seine erste Ansprache an dieser Stelle. Er betonte, dass dieser Tag auch in der heutigen Zeit seine Bedeutung nicht verloren hätte. Es gehe neben dem Gedenken an die Toten auch um die Vermeidung von Gewalt und um Freiheit und Frieden für alle. Denn wenn auch Gott sei Dank bei uns lange keine Bomben gefallen sind, leben wir nicht in einer ausschließlich friedvollen Zeit, sondern es kommt leider zu Anschlägen und Terrorakten.

Auch Pastor Burger stellte in seiner Andacht diesen Tag unter das Motto: Einsatz für den Frieden. Er zitierte aus der Johannes-Offenbarung und beschrieb den Krieg als "nicht nur ein Wort, sondern als Geschichte in unseren Familien und somit unserer Geschichte". Kritische Worte fand Burger zu einer Predigt eines Pastores im Jahr 1915, in der eine heute nicht mehr vorhandene Haltung zum Thema Krieg und Gewalt offenbart wurde. "Heute wird in der Kirche eine andere Sprache gesprochen", so Burger. Er betonte, dass Krieg nicht im christlichen Sinne sei; sondern Liebe, Freiheit und Hoffnung. Er warb für Menschenrecht und -würde und dafür, dass Kriege - in welcher Form auch immer - keine Zukunft haben dürfen. Nach den Kranzniederlegungen an dem Ehrenmal und einer weiteren Musikdarbietung beendete Frau Siewert die Veranstaltung; es folgte die abschließende Nationalhymne.


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