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Geschrieben von ski am 07. März 2018
Aktuell

Zehn Buden und ein Bühnenprogramm

Die Initiatoren des 1. Sozialen Weihnachtsmarkts haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt – jetzt sind Ideen und Helfer gefragt

Am ersten Adventswochenende ist der Soziale Weihnachtsmarkt geplant
Am ersten Adventswochenende ist der Soziale Weihnachtsmarkt geplant
Nach dem Willen der Initiatoren soll der soziale Weihnachtsmarkt der Erste, aber nicht der Einzige sein
Nach dem Willen der Initiatoren soll der soziale Weihnachtsmarkt der Erste, aber nicht der Einzige sein

Großer Andrang herrschte am Dienstagabend (6.3.18) beim Informationstreffen: die Idee des Bad Lauterberger 1. Sozialen Weihnachtsmarkts hat bei den angesprochenen Vereinen großen Anklang gefunden. Die Initiatoren, nämlich der SoVD, der DRK, die Johanniter Unfall-Hilfe, die Facebookgruppe „Lauterberger helfen sich“ und die Stadt, hatten dazu eingeladen, um für ihre Grundidee eines „Sozialen Weihnachtsmarkts“ Mitstreiter zu finden.

Zehn Stände sind die Messlatte

Denn die Ziele sind ganz schön ehrgeizig, die Projektkoordinator Frank Uhlenhaut vorstellte: auf dem Kirchplatz soll am ersten Adventswochenende ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt entstehen. „Mindestens zehn Stände wollen wir bieten“, erklärte er bei seiner Präsentation. Das sollen aber nicht einfach nur zehn Glühweinbuden sein: „Wir wollen einen Angebotsmix aus Versorgungsständen und Kunsthandwerk, dazu eine Kindereisenbahn, einen Drehorgelspieler sowie ein Bühnenprogramm und Mitmachaktionen.“ Dies alles aber als sozialer Markt, nämlich mit äußerst familienfreundlichen Preisen, die an den Versorgungsständen einheitlich sind. Für die werden nämlich nun Standbetreiber gesucht. Vor allem aus den Reihen der Vereine sollen die Buden besetzt werden, aber auch gewerbliche Anbieter werden nicht ausgeschlossen: „Die müssten sich aber dann ebenso an unsere Bedingungen halten.“ Die Stände selbst, also die Holzbuden, werden für die Betreiber kostenfrei gestellt. Hier hat der Verein Handel und Gewerbe bereits die Überlassung seiner vier vorhandenen Stände zugesagt, die übrigen sollen gemietet oder, sofern genügend Sponsorengelder vorhanden sind, gekauft werden.

Bühnenprogramm: Ideen gefragt

Aber es müssen nicht nur Standbetreiber gefunden werden: schließlich soll es auch ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm geben. „Hier sind auch noch Vereine oder Privatpersonen gefragt, die dazu beitragen können.“ Auch diverse Mitmachaktionen sind angedacht: zum Beispiel ein Weihnachtspostamt mit Päckchenaktion in Kooperation mit den Tafeln, ein Weihnachtsbaumschmücken mit Versteigerung des Baums, oder eine Weihnachtstombola zugunsten eines sozialen Zwecks.

Vieles ist also noch in der Vorplanungsphase, und weitere Ideen und vor allem die Bereitschaft zu Engagement werden noch gebraucht. Der Termin steht dagegen schon fest: Am Samstag, den 1. Dezember von 11-20 Uhr und am Sonntag, den 2. Dezember von 11-18 Uhr soll der Bad Lauterberger 1. Soziale Weihnachtsmarkt stattfinden. „Wir haben uns schon viele Gedanken über den Termin gemacht“, erklärte Uhlenhaut dazu: „Man wird natürlich keinen Termin finden, an dem gar nichts anderes stattfinden wird.“ Schließlich sind die terminlichen Möglichkeiten in der Vorweihnachtszeit begrenzt. Vorbilder für den sozialen Weihnachtsmarkt gebe es beispielsweise in Vienenburg, wo er sehr gut laufe, sagte Uhlenhaut.

In der durch viele Vereinsvertreter gut besuchten Runde wurden die Ideen sehr gut aufgenommen und intensiv diskutiert. Eine einmalige Sache soll es nach dem Willen der Initiatoren nicht bleiben, sagte der Projektkoordinator: „Wir hätten gerne, dass sich der Markt längerfristig etabliert. Aber das hängt natürlich auch von den Mitwirkenden ab.“

Konkurrenz zum einheimischen Gewerbe?

Der Wunsch nach einem Weihnachtsmarkt ist zwar bei vielen Bürgern vorhanden, doch ist die Konkurrenz durch die kommerziellen Märkte der großen Städte natürlich auch entsprechend stark. Mit einem Markt wie beispielsweise in Goslar kann man ohnehin nicht mithalten, da war sich die Runde weitgehend einig; da könne man es nur mit einem ganz anderen Konzept versuchen. Eine Diskussion entspann sich in der Runde darüber, ob man dadurch nicht den Gewerbetreibenden der Stadt Konkurrenz macht, wie manche angesichts der angepeilten niedrigen Preise befürchteten. Andere gaben zu bedenken, dass es schließlich um den sozialen Aspekt gehe: "Nicht jeder kann sich den Glühwein bei Mangold oder Schnibbe leisten." Schließlich, so erklärte Uhlenhaut, habe die Aktion ja die Unterstützung des Vereins Handel und Gewerbe. Außerdem sei es ja möglich, dass der soziale Weihnachtsmarkt ein ganz anderes, neues Publikum anzieht: "Dann hätten alle etwas davon."

Absichtserklärungen bis 31. Mai

Jetzt geht es ans Eingemachte: nach der positiven Resonanz durch die Ehrenamtlichen ist nun bis zum 31. Mai Zeit, um Absichtserklärungen abzugeben. Dann wird sich zeigen, was die Lauterberger auf die Beine stellen können. Mitwirkungsmöglichkeiten gibt es viele: eine Bude zu betreiben, oder einen Bühnenprogrammpunkt beisteuern, bei den Mitmachaktionen zu helfen. Und natürlich kann man den sozialen Weihnachtsmarkt auch mit Spenden unterstützen.  Außerdem werden auch viele Helfer benötigt: zum Auf- und Abbauen, als Standbesetzung, für die Bühnentechnik….„Jeder Verein, jeder Bürger ist eingeladen, mitzumachen“, betonte Uhlenhaut. Wer mitmachen möchte, kann sich an ihn unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden. Demnächst soll eine Internetseite entstehen, eine Facebookgrupper (externer Link) gibt es bereits dazu.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass sich auch genügend Engagierte finden werden, um das Projekt des 1. Bad Lauterberger sozialen Weihnachtsmarkts voranzutreiben – und dass die Lauterberger ihn am ersten Adventswochenende auch ebenso fleißig besuchen werden.


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