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Mittwoch, 12. Dezember 2018
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 Geschrieben von Gordy am 04. Dezember 2018
Gedichte von Brigitta Weiss

Die Kerze

Brigitta Weiss aus "Aufwind"

Foto: pixabay
Foto: pixabay

Ihr Gleichmaß, ihr fast unbeirrtes Brennen,
ein Brennen, das sich ständig selbst verzehrt,
man könnte diesen Brand Vergeudung nennen,
da er die Masse mindert, nicht vermehrt.

Wofür sie brennt, scheint sie sich nicht zu fragen,
sie trachtet nicht nach Mitleid, nach Applaus;
nur um zu brennen, wird sie alles wagen,
letztendlich ihren eigenen Garaus.

Nicht dass sie übermäßig Regung zeige;
sie wandelt stetig lautlos Schicht um Schicht
der wächsernen Gestalt ganz bis zur Neige
in - an den Raum verschenktes - mildes Licht.


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