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Sonntag, 26. Mai 2019
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Geschrieben von ski am 16. Dezember 2018

Aktuell

Wasserski am Wiesenbeker Teich: Klage vor dem Verwaltungsgericht eingereicht

Familie Dombrowsky wehrt sich gerichtlich gegen die Untersagung des Betriebs durch den Landkreis

Durch die mobile Wasserskianlage werde der Denkmalwert des Wiesenbeker Teichs beeinträchtigt, so der Landkreis. (Foto von D. Pfeiffer von Anfang Oktober, markiert ist der gegenüberliegende Mast).
Durch die mobile Wasserskianlage werde der Denkmalwert des Wiesenbeker Teichs beeinträchtigt, so der Landkreis. (Foto von D. Pfeiffer von Anfang Oktober, markiert ist der gegenüberliegende Mast).
Die Wasserskianlage war nur wenige Wochen in Betrieb - und hat doch schnell Fans gefunden (Foto: D. Pfeiffer, Oktober 2018)
Die Wasserskianlage war nur wenige Wochen in Betrieb - und hat doch schnell Fans gefunden (Foto: D. Pfeiffer, Oktober 2018)
Die Untersagung könnte weitreichende Folgen haben - auch für das Freibad (Foto: D. Pfeiffer)
Die Untersagung könnte weitreichende Folgen haben - auch für das Freibad (Foto: D. Pfeiffer)

Maik Dombrowsky, der Eigentümer des Campingplatzes am Wiesenbeker Teich, ist nun den nächsten Schritt gegangen: nachdem der Landkreis Göttingen weiterhin darauf beharrt, dass die Wasserskianlage auf dem Wiesenbeker Teich im Frühjahr nicht wieder aufgebaut werden darf, hat er  Klage vor dem Verwaltungsgericht Göttingen eingereicht.

Der Landkreis hatte im vergangenen Sommer eine Rückbauverfügung für die mobile Anlage erlassen, die nur nach einem Vor-Ort-Termin vorübergehend ausgesetzt wurde. Doch inzwischen hat die Behörde endgültig entschieden, dass Dombrowskys Widerspruch dagegen nicht abgeholfen wird. Mit anderen Worten: der Landkreis bleibt dabei – kein Wasserski auf dem Wiesenbeker Teich.

Der Landkreis Göttingen argumentiert dabei gleich auf mehreren Ebenen: die Anlage sei gar keine Maschine, sondern ein Bauwerk und als solches genehmigungspflichtig. Außerdem beeinträchtige sie den Denkmalwert des Wiesenbeker Teichs.

 

Stadt begrüßt Wasserskianlage - Landkreis sieht Denkmalwert beeinträchtigt

Dagegen hält Dombrowsky in seiner Klageschrift fest, dass es sich sehr wohl um eine Maschine, nämlich ein nicht ortsgebundenes Wassersportgerät handle – schließlich kann die Anlage von einer Fachfirma kurzfristig auf- und wieder abgebaut werden (was ja jetzt zum Saisonende auch erfolgte). Zum anderen sieht der rechtskräftige Bebauungsplan, den die Stadt Bad Lauterberg erlassen hat, ausdrücklich dieses Gebiet für Wassersport und Freizeit sowie für eine Wasserskianlage vor.  Im Gegensatz zum Landkreis begrüßt die Stadt nämlich die Wasserskianlage ausdrücklich als neue Attraktion für Einheimische und Touristen – und sieht dadurch auch nicht den Denkmalwert des Teiches beeinträchtigt.  (Was genau den Wiesenbeker Teich überhaupt zum Denkmal und UNESCO-Weltkulturerbe macht, haben wir in diesem Bericht genau erklärt).

Zukunft der Wasserskianlage betrifft auch Freibad und Campingplatz

Maik Dombrowsky hofft noch immer auf eine Einigung mit dem Landkreis: „Ich strebe doch nur eine Genehmigung von O bis O an – also von Ostern bis Oktober.“ Doch er ist auch bereit, vor Gericht zu kämpfen: „Es geht schließlich darum, ob ich meinen Betrieb mit Campingplatz und Freibad weiter betreiben und entwickeln kann. Wenn man hier vor lauter Denkmalschutz gar nichts mehr verändern darf, dann hat so ein Betrieb doch keine Zukunft.“ Und das erste Opfer könnte das beliebte Freibad sein: „So ein Freibadbetrieb allein rechnet sich nicht, schon wegen des Personalaufwands. Da müssen schon zusätzliche Attraktionen her, und ich will ja auch meinen Gästen etwas bieten und dort investieren.“  Doch auch seinen Bauantrag auf Umbau und Aufstockung des Kassenhäuschens hat der Landkreis abgelehnt. Der Grund? Klar – der Denkmalschutz.


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