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Freitag, 18. Januar 2019
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Geschrieben von Karl Heinz Bleß am 02. Januar 2019
Aktuell

Patient vererbt Haus an Klinik

Ungeahnte Überraschung für das Diabeteszentrum Bad Lauterberg

Das Einfamilienhaus in Kirchweyhe, das ein Patient überraschend dem Diabeteszentrum vererbte.
Das Einfamilienhaus in Kirchweyhe, das ein Patient überraschend dem Diabeteszentrum vererbte.

Das Diabeteszentrum Bad Lauterberg hat geerbt, genauer gesagt der Träger, die Gemeinnützige Stiftung für Diabetes-Therapie Bad Lauterberg im Harz. Erblasser ist ein offenbar hoch zufriedener Patient der Diabetesklinik, der sein Wohnhaus der Bad Lauterberger Einrichtung vermachte. „Das hat uns völlig überrascht“, sagte der Vorsitzende des Kuratoriums, Lothar Leifheit. Denn schon 1992 setzte der Patient, der über 30 Jahre lang regelmäßig alle zwei bis drei Jahre nach Bad Lauterberg kam, um sich in der Diabetesklinik behandeln und seine Diabetestherapie einstellen zu lassen, die Stiftung zum Alleinerben ein. Dabei hatte er niemandem in der Klinik etwas davon erzählt.

Das geerbte Einfamilienhaus steht in Kirchweyhe südlich von Bremen an der A 1. Zu dem Haus des 83-Jährigen gehört auch eine Garage, in der noch ein Auto des Verstorbenen stand. Dieser hatte bescheiden und zurückgezogen gelebt und dabei wenig in das Gebäude investiert. Wertvoll ist vor allem das Grundstück im sogenannten Speckgürtel von Bremen. Inzwischen ist das Haus verkauft und das Auto ist auch nicht mehr da. Zur Überraschung von Kuratorium und Verwaltungsleiter Matthias Lamping hatte der zuletzt in einem Pflegeheim wohnende Patient auch Geld in Wertpapieren angelegt, welches die Stiftung ebenfalls erbte. „Da wir eine gemeinnützige Stiftung sind, sind wir auch von der Erbschaftsteuer befreit“, freut sich Leifheit. Das Erbe wird, wie vom ehemaligen Patienten verfügt, für die Diabetes-Therapie verwendet.

„Wir freuen uns, dass sich dieser Patient so wohl bei uns gefühlt hat, dass er immer wieder kam und uns sein Vermögen vererbt hat“, stimmten Leifheit und Lamping überein. Das zeige auch, dass die Qualität der Behandlung und vor allem das Verhältnis der Patienten zu Pflegekräften und Ärzten offenbar gut sei. Schmunzelnd meinten sie, dass sich das gerne wiederholen dürfe und man nicht wieder 50 Jahre warten müsse.


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