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Freitag, 14. August 2020
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Geschrieben von PM St. Andreas-Gemeinde Bad Lauterberg am 04. März 2019
Kirchen

„Reservierter Platz“ für die Opfer im Mittelmeer

St. Andreas-Gemeinde setzt Zeichen für Seenotrettung von Flüchtlingen – „Seebrückengottesdienst“ am 17. März 2019

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Um die Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer und die Fragen und Vorwürfe an ihre freiwilligen Helfer ist es im Gottesdienst der St. Andreas-Gemeinde am Sonntag (24.02.2019) gegangen. Es wurde besonders an die vielen Toten im Mittelmeer erinnert. Papst Franziskus hat einmal das Mittelmeer „den größten Friedhof der Welt“ genannt. Symbolisch waren in der St. Andreas-Kirche drei Schwimmwesten auf einem „reservierten Platz“ mitten im Kirchraum platziert, um damit an die vielen namenlosen Toten zu erinnern.

Offiziell sind im vergangenen Jahr auf dem Mittelmeer mehr als 2.000 Menschen gestorben. Allerdings liegt die Dunkelziffer wohl weitaus höher. UNHCR – das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen – sagt, dass 2018 im Durchschnitt sechs Menschen pro Tag auf dem Mittelmeer gestorben seien. Viele der Bootsunglücke werden nicht registriert, weil niemand mehr etwas davon mitbekommt und auch immer weniger Rettungen stattfinden, weil den Seenotrettern Kriminalisierung droht.

Inzwischen wird diese Kriminalisierung scharf kritisiert. Das sei „eine perverse Art, sich die Probleme vom Hals zu halten“, wird zum Beispiel Manfred Rekowski, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, in der Frankfurter Rundschau zitiert. Die St. Andreas-Gemeinde findet, wer Rettungseinsätze kriminalisiere, setze sich über die zentralen europäischen Werte hinweg: die  Menschenrechte, die Europäische Menschenrechtskonvention, die Genfer Flüchtlingskonvention. Es sei ja keine Gnade, die den übers Meer Flüchtenden gewährt werde, sondern vielmehr ein Recht, das ihnen zustehe: Seenotrettung und sicherer Hafen.

Der „Reservierte Platz“ in der St. Andreas-Kirche soll in den kommenden Wochen an dieses Recht auf Hilfe erinnern. Intensiv wird das Thema am Sonntag, 17. März 2019,  beim „Seebrückengottesdienst“ behandelt. In ihm wird auf die Aktionsgruppe Seebrücke hingewiesen und mit dem Kunstwerk eines bekannten syrischen Künstlers eine Wanderausstellung eröffnet.


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