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Freitag, 14. August 2020
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Geschrieben von Mareike Spillner am 17. April 2019
Kirchen

Eine Übungsstunde für den Chor ̵ und den Glauben

Kirchenkreisposaunenchor gestaltete Gottesdienst in Osterode

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Willkommen zur Übungsstunde eines Posaunenchores. Genauer gesagt des Kirchenkreisposaunenchores Harzer Land. Denn an diesem Sonntagabend in der St. Aegidien-Marktkirche fand zum Tag der Posaunenchöre der Hannoverschen Landeskirche ein zentraler Gottesdienst statt, dessen Kollekte in Höhe von knapp 200 Euro den kirchlichen Blechbläsern gewidmet wurde. „Eine Probe läuft wie folgt ab: Wir üben jede Woche in unterschiedlichen Posaunenchören, machen die Instrumente warm, spielen uns ein, es geht mit einem Stück los und wir hören mal so rein", erklärt der Leiter des Kreisposaunenchores, Andreas Bücher. Der ergänzt: „Unterhalten gehört natürlich auch noch dazu. Schließlich treffen wir uns auch, weil wir Freunde sind.“ Dann und wann gäbe es auch noch ein Geburtstagsständchen zu hören, es folge ein Abschlussstück zum Abschied und man freue sich aufs nächste Mal. Pastorin Silke Dobers verglich dies mit dem Besuch eines Gottesdienstes: „Vielleicht ist das gar nicht so anders – sozusagen eine Übungsstunde für den Glauben.“
Studien zufolge sehen die Menschen im Durchschnitt 211 Minuten pro Tag fern, hieß es. Tagesschau, Thriller und „Bauer sucht Frau“ stünden dabei ganz oben auf der Hitliste. Zudem nutzten 50 Prozent täglich ein Auto. „Doch wie oft bin ich bei mir? In Gemeinschaft? Wer hält mich in der Spur?“, waren die aufgeworfenen Fragestellungen. Und wer weist mir den Weg – in Zeiten in denen Worte wie Coaching, Beratung und Teamentwicklung sehr oft gebraucht werden? „Schließlich haben Menschen Sehnsucht nach Klarheit. Vielleicht lässt sich dieser ja auch im Glauben finden?“ Silke Dobers Predigt regte zum Nachdenken an. Darin interviewte sie auch einige Chormitglieder, warum sie den Weg in einen Posaunenchor gefunden hatten und noch immer so viel Freude mit diesem Hobby haben. So sagte Jacqueline Waigoni: „Für mich ist es die tolle Gemeinschaft – sie ist wie eine zweite Familie.“ Und Anja Bücher verriet: „Ich habe vor 40 Jahren im Posaunenchor meinen Mann kennengelernt.“ Almuth Zenker ergänzte: „Es ist wundervoll, dass es so etwas Schönes in der heutigen Zeit noch gibt.“ Natürlich dufte an diesem Abend auch das besagte Geburtstagswunschständchen nicht fehlen, das diesmal den Kreis-Chorleiter Andreas Bücher selbst überraschte. „Es kamen nach dem Gottesdienst so viele nach vorne und dankten uns für die Musik und den tollen Abend, der Ihnen offensichtlich gefallen hatte. Das hat Spaß gemacht, dieses 'Miteinander im Wohnzimmer Kirche'.“
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