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Freitag, 14. August 2020
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Geschrieben von Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 06. Mai 2019
Kirchen

Erst reden, dann feiern

Eltern von Konfirmanden haben über Alkohol diskutiert

Brachten die Eltern miteinander ins Gespräch (von links): Rike Heitmüller, Burkhard Brömme und Ann-Jolin Neumann.
Brachten die Eltern miteinander ins Gespräch (von links): Rike Heitmüller, Burkhard Brömme und Ann-Jolin Neumann.

Die Zeit der Konfirmationen – für viele Jugendliche eine wichtige Zeit, weil es auch darum geht, Verantwortung zu übernehmen. Und für viele Eltern eine wichtige Zeit, weil sie ein Stück weit loslassen müssen. Doch wo ist eigentlich das richtige Maß zwischen Aufpassen und Loslassen? Für viele Jugendliche ist es auch die Zeit, in der sie zum ersten Mal mit Alkohol in Berührung kommen. Wie weit darf da elterliche Kontrolle gehen?

Mit der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Harzer Land gab es in diesem Jahr erstmals einen Elternabend zu diesem Thema. Rike Heitmüller und Jugenddiakon Burkhard Brömme luden Eltern von Konfirmandinnen und Konfirmanden ein, um mit ihnen über Alkohol zu sprechen und eine Diskussion anzustoßen. Nicht belehrend, sondern als offener Austausch.

„Viele glauben, dass es unter Jugendlichen heute besser ist als früher, doch Alkohol ist immer noch Thema“, sagt Rike Heitmüller. Viele Eltern seien in einer Generation aufgewachsen, in denen ihnen zur Konfirmation das erste Mal Alkohol angeboten wurde. Das sei auch heute zum Teil noch üblich. Allerdings habe die stetige Aufklärung in den letzten Jahren durchaus das Denken über diese Tradition verändert, so dass die Präventionsfachkraft es für wichtig erachtet, genau dies fortzuführen.

„An diesem Abend kamen die Eltern schnell ins Gespräch“, erzählt sie, „sie fragten sich gegenseitig, wie jeweils Andere generell mit der Erlaubnis, Alkohol zu trinken, umgehen oder welche Grenzen sie setzen, wenn die Jugendlichen sich abends untereinander noch treffen wollen.“ Daraus entwickelten sich zum Teil gemeinsame Absprachen und insgesamt ein ziemlich lebendiges Gespräch.

Mit nur wenig Input wurden also viele Ängste abgebaut, so dass es bei den jetzt anstehenden Feiern gar nicht zu Problemen kommen muss. Genau das sind eben die Ansätze der Präventionsarbeit der Fachstelle.

Über die weitere Arbeit informiert die Website www.suchtberatung-herzberg.de (externer Link), telefonisch und persönlich könnte die Erreichbarkeit im Moment etwas eingeschränkt sein, da sich die Mitarbeitenden schon auf den bevorstehenden Umzug nach Osterode vorbereiten. Ab Mitte Mai 2019 zieht die Suchtberatung nämlich in neue Räumlichkeiten „Am Schlossplatz 3a“ in Osterode.


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