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Freitag, 14. August 2020
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Geschrieben von Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 22. Juni 2019
Kirchen

Internationales Begegnungsfest zum Weltflüchtlingstag

Was wurde eigentlich aus der Willkommenskultur im Harzer Land? – Teil 1

Beim Fest auf dem Gelände der Kita Spatzennest waren die Reihen bunt gemischt.
Beim Fest auf dem Gelände der Kita Spatzennest waren die Reihen bunt gemischt.
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„Ich halte die Integration hier für gelungen“: Janka Eckhardt.
„Ich halte die Integration hier für gelungen“: Janka Eckhardt.
Isa Sandiraz überbrachte Grüße des Landkreises – daneben (von rechts) Denise Horn, Katharina Euteneier und Janka Eckhardt von Kinderschutzbund beziehungsweise Johannitern.
Isa Sandiraz überbrachte Grüße des Landkreises – daneben (von rechts) Denise Horn, Katharina Euteneier und Janka Eckhardt von Kinderschutzbund beziehungsweise Johannitern.
Bei allen Kindern beliebt: Die Hüpfburg.
Bei allen Kindern beliebt: Die Hüpfburg.
Das üppige internationale Buffet...
Das üppige internationale Buffet...
...lecker!
...lecker!
Ihr Name bedeutet so viel wie „unsere Heimat“: Die Band Bizim Eller.
Ihr Name bedeutet so viel wie „unsere Heimat“: Die Band Bizim Eller.

Bereits im Jahr 2015 bekannte sich der Kirchenkreis Harzer Land zur Willkommenskultur in unserem Land und machte deutlich, dass das Gebot der Nächstenliebe uns auffordert, Flüchtlingen die Hand zu reichen und ihnen die Integration zu erleichtern. In dieser Zeit starteten wir auch eine Serie, in der wir einige Menschen, die zu uns kamen, sowie einige Institutionen und einige Projekte, die Räume für Begegnungen schafften, vorstellten.

Engagierte Arbeit leistete beispielsweise immer auch die Flüchtlingshilfe Bad Lauterberg mit dem Kinderschutzbund und den Johannitern, die am Donnerstag (20.06.2019) – zum Weltflüchtlingstag – zum internationalen Begegnungsfest unter dem Motto „Bad Lauterberg is(s)t bunt“ auf dem Gelände der Kindertagesstätte Spatzennest in Barbis einlud. Ein guter Anlass, um einmal zu sehen, was aus der Willkommenskultur von vor vier Jahren geworden ist.

 

Bunt gemischt

Zunächst einmal fiel auf, dass an den Tischen nicht an einer Seite die Flüchtlinge und an der anderen Seite die Deutschen saßen, sondern bunt gemischt, jeder mit jedem redete. Ganz nach dem Vorbild der Kinder, denen die Nationalität und Herkunft ihrer Spielkameraden ja auch völlig egal ist. Die tobten nämlich ebenfalls wild durcheinander, testeten die Spielgeräte und vor allem die neue Hüpfburg, ohne sich überhaupt Gedanken um Integration zu machen.

Ganz ähnlich wirkte es hier aber auch bei den Erwachsenen. Janka Eckhardt und Denise Horn begrüßten alle Anwesenden herzlich und wiesen auf die Angebote hin, die es bis heute gibt und die auch nach wie vor von vielen angenommen werden. „Ich halte die Integration hier für gelungen“, sagte Janka Eckhardt, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Bad Lauterberg später. Genau das wünsche sie sich auch für die große Politik, dass nicht von Krise, sondern von Hilfe gesprochen und auch danach gehandelt wird.

 

Gemeinsames Zupacken klappt wie von selbst

Der Abend war dann geprägt von einem üppigen internationalen Buffet, von Musik der Band Bizim Eller, was so viel bedeutet wie „unsere Heimat“, und von Märchen. Das erste wurde in Arabisch und Deutsch vorgelesen, von Lila, einer aus Syrien geflüchteten Journalistin, die ihren Beruf dort nicht ausüben kann, und in Übersetzung von Denise Horn. Das zweite wurde auf Türkisch und Deutsch erzählt, sogar mehr oder weniger offiziell vom Landkreis Göttingen, nämlich von Integrationsberater Isa Sandiraz und Mitarbeiterin Emily Mette.

Sandiraz lobte zudem die Arbeit vor Ort und wies auch noch einmal auf Angebote des Landkreises zur politischen Teilhabe wie beispielsweise eine Fahrt zum Bundestag nach Berlin hin. Für die Stadt Bad Lauterberg lobte der stellvertretende Bürgermeister Erik Cziesla das gemeinsame Fest und freute sich, dass in der Region etwa 100 Nationalitäten gut miteinander auskommen und Vielfalt tatsächlich leben.

Wie Zusammenleben auch ganz praktisch Hand in Hand gehen kann, zeigte sich dann, als der Himmel sich plötzlich verdunkelte und die Gewitterwolken ziemlich schnell aufzogen. Da nämlich packten plötzlich alle ganz schnell mit an, um Tische, Bänke, Lautsprecher, Spielgeräte und zuletzt auch die Kinder vor dem Regen in Sicherheit zu bringen. Das ging ganz ohne Worte, denn manchmal, wenn einfach zugepackt werden muss, dann klappt das wie von selbst.


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