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Samstag, 20. Juli 2019
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Geschrieben von Christian Dolle am 07. Juli 2019
Kirchen

Eine sehr gute Idee

Einführung von Kerstin Lüttgering als Seelsorgereferentin

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„Es war ein langer Weg bis zum heutigen Tag“, stellte Pastorin Andrea Suits am Sonntag im Gottesdienst im Clausthaler Gemeindehaus fest. Superintendent Volkmar Keil erläuterte dann, was es damit auf sich hatte. Im Oberharz nämlich war beschlossen worden, die Stelle einer Seelsorgereferentin einzurichten. Diese dürfe dann auch Trauerfeiern durchführen, eine Aufgabe, die sonst Pastorinnen und Pastoren, aber nicht den Prädikanten vorbehalten ist.
Geplant war diese Stelle eigentlich ab 2022, doch der Kirchenkreis, so Keil, fand die Idee so gut, dass nach Rücksprache mit der Landeskirche und im Hinblick auf den sogenannten Perspektivprozess zur Stellenbesetzung diese Stelle schon jetzt eingerichtet und auch besetzt wird. Mit Kerstin Lüttgerin, die mehrere Semester Theologie studierte und in der Gemeinde als Prädikantin ohnehin vielen bekannt ist.
Sie darf also von jetzt an auch Kasualien durchführen, also jene Gottesdienste, zu denen auch die Trauerfeiern zählen, eine Aufgabe, mit der längst nicht alle Prädikanten, sondern nur ausgewählte betraut worden, wie der Superintendent versicherte. „Der Grund dafür ist nicht nur, dass die Pastorinnen und Pastoren überlastet sind, sondern vor allem, dass Kerstin Lüttgering auch die Qualifikation dafür hat“, erläuterte er und dankte ihr, dass sie diese Aufgabe übernimmt.
„Trauerfeiern sind eine Aufgabe, in der man spürt, man wird gebraucht“, machte Keil deutlich, man kann das Leben eines Menschen ein letztes Mal würdigen. „Denn wo Trost ist, verliert der Tod an Kraft.“ Somit ist es nun an der neuen Seelsorgereferentin, den Trost Gottes an die Menschen weiterzugeben.
Dass sie sich auf diese Aufgabe freut, machte Kerstin Lüttgering auch in ihrer ersten Predigt nach der Einsegnung deutlich, in der sie betonte, dass das Leben eines jeden Menschen aus Umbrüchen besteht. Als Beispiel dafür nannte sie Paulus, der den Glauben, den er zunächst bekämpfte, später selbst in die Welt trug. Dieser Neuanfang prägte das Leben des Apostels, genau so, wie viele kleine Einschnitte unser Leben prägen, genau so, wie sich immer wieder neue Wege aufzeigen.
Der Oberharz und der Kirchenkreis gehen nun auch einen neuen Weg, der im Grunde gar nicht so neu ist. Denn schon Martin Luther sprach sich für die Laienprediger aus, und jetzt – in Zeiten des Pastorenmangels – ist es gut, verschiedene Modelle sozusagen in der Hinterhand zu haben und diese auch auf die Gemeinden zugeschnitten auszubauen.

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