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Montag, 16. September 2019
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Geschrieben von Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 08. September 2019
Kirchen

Irgendwann kommt die Zeit

Verabschiedung von Schulpastorin Doris Ißmer an der BBS II in Osterode

Superintendent Volkmar Keil verabschiedete Schulpastorin Doris Ißmer in der BBS II in Osterode.
Superintendent Volkmar Keil verabschiedete Schulpastorin Doris Ißmer in der BBS II in Osterode.
Ihren Abschiedsgottesdienst gestaltete Ißmer gemeinsam mit vielen Schülerinnen und Schülern.
Ihren Abschiedsgottesdienst gestaltete Ißmer gemeinsam mit vielen Schülerinnen und Schülern.
In dem gut besuchten Gottesdienst ging es um das Thema Zeit.
In dem gut besuchten Gottesdienst ging es um das Thema Zeit.

Eine große Anzahl von Schülerinnen und Schülern besuchte am Donnerstag (05.09.2019) den Abschiedsgottesdienst von Doris Ißmer an der BBS II in Osterode. „Ich weiß ja, dass nicht alle, die hier sind, gläubige Christen sind, daher freut es mich besonders“, sagte die Schulpastorin nicht ohne Rührung. Während des Gottesdienstes bemühte sie sich daher auch immer wieder, einige Dinge, die im Gottesdienst nun einmal üblich sind, für diejenigen, die damit weniger Erfahrung haben, zu erläutern. Allein das zeigte in gewisser Weise schon, worin sich ihre Tätigkeit von der einer Gemeindepastorin unterscheidet.

„Sie macht alles, was andere Pastoren auch tun, doch sie erteilt eben auch Religionsunterricht“, sagte Superintendent Volkmar Keil später. Zudem erinnerte er an Ißmers Vikariat in Berlin, ihre Zeit an einer BBS in Hannover, dann die Arbeit als Gemeindepastorin in Zellerfeld und nun seit 2007 eben hier an der BBS in Osterode. Allein die Zahl der Teilnehmer am Gottesdienst, so deutete er, zeige ihm, dass es eine gute Zeit war.

 

Es kommt nicht auf die Zeit selbst an, sondern womit wir sie füllen

Um Zeit ging es auch generell im Gottesdienst, jene Zeit, die wir exakt messen, die uns jedoch gefühlt immer unterschiedlich vorkommt. Als Kind vergeht sie langsamer als später im Erwachsenenalter und überhaupt verfliegt sie, wenn wir positive Dinge erleben, während sie sich wie Kaugummi in schlechten Zeiten zieht oder wenn wir auf etwas warten. Gemeinsam mit vielen Schülern arbeitete Doris Ißmer einige Aspekte des Themas Zeit heraus und stellte dabei fest, dass es im Grunde nicht auf die Zeit selbst ankommt, sondern auf das, womit wir sie füllen.

„Ich hoffe, ihr habt jetzt die Zeit eures Lebens“, gab sie den Schülern mit auf den Weg, während die ihr nun wiederum viel Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens wünschten. Alles wurde mit viel Musik ebenso feierlich wie kurzweilig gestaltet und es war zu spüren, dass die Schulpastorin ihre Aufgabe hier mit viel Herzblut gefüllt hat. Dann aber war die Zeit für den Gottesdienst auch schon wieder um, einige Schüler mussten dringend zum Bus oder zum Zug und Doris Ißmer darf nun ihren Ruhestand genießen, auch wenn sie nicht den Eindruck machte, hier schnell weg zu wollen. Daher hielt sie noch einmal in aller Deutlichkeit fest: „Ich finde, es ist die beste Schule, die es gibt.“


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