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Sonntag, 20. September 2020
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Geschrieben von Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 24. Januar 2020
Kirchen

Viele Ideen für neue Jugendarbeit

Bei Auftaktveranstaltung für eine Jugendkirche im Harzer Land haben sich viele Jugendliche eingebracht

Das „Start-Up“ fand in der Pauluskirche in Bad Lauterberg statt...
Das „Start-Up“ fand in der Pauluskirche in Bad Lauterberg statt...
...und stieß auf großes Interesse bei den Jugendlichen...
...und stieß auf großes Interesse bei den Jugendlichen...
...die viel diskutierten...
...die viel diskutierten...
...festhielten...
...festhielten...
...und zusammentrugen.
...und zusammentrugen.
Jugendliche, die im Jugendkirchenvorstand mitarbeiten wollen.
Jugendliche, die im Jugendkirchenvorstand mitarbeiten wollen.

Jugendliche wünschen sich von Kirche oft unkonventionell gestaltete Gottesdienste mit modernerer Musik. Außerdem würden sie sich über abwechslungsreiche Freizeitaktionen mit anderen, selbst organisierte Events und durchaus auch über Gelegenheiten zu vertraulichen Gesprächen freuen. Im normalen Gemeindealltag ist das nur begrenzt möglich, viel leichter wäre es im Rahmen einer eigenen Jugendkirche. Um die im Kirchenkreis Harzer Land auf den Weg zu bringen, lud Jugendpastor Simon Burger zu einer Start-Up-Veranstaltung mit vielen Teilnehmern, noch mehr Ideen und sogar einigen konkreten Plänen.

Im Vorfeld waren sämtliche Jugendliche der Bäderregion persönlich angeschrieben und eingeladen worden, gar nicht mal wenige kamen dann auch am Sonntag (19.01.2020) in die Pauluskirche in Bad Lauterberg. Pastor Burger stellte zunächst die Teamer vor, die an diesem Tag mitwirkten, sowie Marco Kosziollek, der bei der Landeskirche für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern zuständig ist. Direkt danach mussten die Jugendlichen aber auch schon aktiv werden und sollten erst einmal festhalten, was sie sich den von einer Jugendkirche wünschen würden.

 

Von Fortnite-Zocken bis Escape Room

Ganz klar, bei einigen war das anfangs noch recht diffus, andere jedoch hatten bereits recht klare Vorstellungen, was Kirche für sie attraktiver machen könnte. Kürzere Gottesdienste mit moderneren Liedern, kam es von vielen, vielleicht ja auch eine Verbindung aus Gottesdienst und anderen Elementen, die die als starr empfundenen Abläufe auflockern. Außerdem natürlich viele gemeinsame Unternehmungen wie Spieleabende, gemeinsam Fortnite zocken, ein Kickerturnier, vielleicht Filmabende. Und natürlich Veranstaltungen, die die Jugendlichen planen und zu denen sie die Gemeinde oder gleich jeden Interessierten einladen wie Rockkonzerte, Theateraufführungen und vieles mehr.

Ideen gab es viele, die in Kleingruppen und in mehreren Arbeitsschritten gesammelt, geordnet und auf ihre Umsetzbarkeit hin sortiert wurden. Ein Escape-Room mit den Themen des Konfirmandenunterrichts könnte eingerichtet werden, ein eigener Raum für die Jugendlichen müsste auf jeden Fall mit WLAN ausgestattet sein, außerdem wären gemütliche Sofas und auch ein eigener Kühlschrank toll.

 

Junge und Alte werden sich Kirche teilen

All das ist grundsätzlich möglich, denn die Paulusgemeinde steht voll hinter dem Projekt Jugendkirche, wie Pastor Andreas Schmidt deutlich machte. „Wir werden uns die Kirche teilen“, erläuterte er mit einem Lächeln, „so dass die Jungen zum jungen Pastor kommen und die Alten zum alten.“ Um die gemeinsame Nutzung zu unterstreichen, wurde den Jugendlichen dann die Kirche mit all ihren Räumlichkeiten inklusive Glockenstuhl erst einmal gezeigt, damit sie sich dann auch heimisch fühlen können.

Allerdings ist die Jugendkirche eben nicht nur eine Einrichtung für Bad Lauterberg, sondern für die gesamte Region. Damit das über die Ortsgrenzen hinweg organisiert werden kann, bräuchte es einen Jugendkirchenvorstand, stellten einige in einem weiteren Schritt fest. Das müssten dann verlässliche Leute sein, die auch in engem Kontakt mit der Gemeinde und vielleicht einigen weiteren Ansprechpartnern stehen, die durchaus teamfähig sind, motiviert, Verantwortung zu übernehmen, und möglichst auch selbstbewusst genug, um sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen.

Butter bei die Fische hieß es dann zum Ende des arbeitsreichen Nachmittags, denn da wurde ganz konkret gefragt, wer sich denn eine solche Aufgabe vorstellen könne. Tatsächlich erklärten sich gleich 16 Jugendliche bereit. Auch für den stellvertretenden Superintendenten Dr. Uwe Brinkmann, der zum Abschluss noch einen Besuch abstattete, eine durchaus nicht selbstverständliche Zahl und dementsprechend ein gelungener Auftakt für ein neues Kapitel der Jugendarbeit im Kirchenkreis.


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