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Dienstag, 29. September 2020
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Geschrieben von Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 10. August 2020
Kirchen

Sommerkino in der Pauluskirche

Das Team der Jugendkirche zeigte unter anderem den Hollywoodfilm „Hidden Figures“

Das Team der Jugendkirche
Das Team der Jugendkirche
Es gab Popcorn
Es gab Popcorn
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Lass dich auch von den größten Schwierigkeiten nicht davon abhalten, deinen Weg zu gehen. So umschrieben die Mitglieder der Jugendkirche der Bäderregion im Kirchenkreis Harzer Land die Botschaft des Films, den sie am Mittwochabend  in der Pauluskirche in Bad Lauterberg präsentierten.

Im Rahmen des Sommerkirchenkinos haben sie verschiedene Filme für Kinder und Erwachsene ins Programm aufgenommen, die sie zuvor ganz demokratisch gemeinsam ausgewählt haben. Einer davon der auf wahren Geschichten beruhende oscarnominierte „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“. Der Film erzählt von drei Mathematikerinnen bzw. Ingenieurinnen, die Anfang der 1960er bei der NASA an den Vorbereitungen zur ersten bemannten Erdumrundung der USA beteiligt waren.

Im Zentrum der Geschichte steht Katharine Johnson, die sich trotz ihrer afroamerikanischen Abstammung dank ihrer herausragenden mathematischen Fähigkeiten in der natürlich von weißen Männern geleiteten Abteilung unersetzbar macht. Ebenso geht es um die ebenfalls farbige Dorothy Vaughan, die sich auf die Programmierung des (raumeinnehmenden) Computers spezialisiert, obwohl auch das zur damaligen Zeit ausschließlich Weißen vorbehalten war. Dritte im Bunde ist Mary Jackson, die Ingenieurin werden will und dafür kämpft, trotz ihrer Hautfarbe überhaupt studieren zu können.

Der Film ist zum einen eine spannende Biografie dreier Frauen, die ihre historische Würdigung erst viele Jahrzehnte später erfahren haben, außerdem ein im Grunde erschreckender Blick in eine nur wenige Jahre zurückliegende Vergangenheit der selbstverständlichen Rassentrennung und nicht zuletzt eben auch ein (durchaus christlich zu deutender) Appell, dass Herkunft und Äußerlichkeiten keine Rolle spielen sollten.

Der Film war also gut ausgewählt, doch darüber hinaus schufen die Jugendlichen auch sonst eine gelungene Kinoatmosphäre. Zwar mussten sie bereits im Vorfeld Markierungen in der Kirche anbringen, um die geltenden Abstandsregeln einzuhalten und die Besucher auf die Mund-Nase-Bedeckung hinweisen, die am Platz aber abgenommen werden darf, doch das gehört dieser Tage nun mal dazu. Viel wichtiger war die Versorgung mit Popcorn, Knabbereien und Getränken, die sehr gut klappte und eben auch die sehr zügige und kompetente Behebung von kleinen Ton- und Bildproblemen, bevor es richtig losging.

So bleibt auf jeden Fall der Eindruck, dass die Jugendlichen wirklich etwas auf die Beine stellen können, ebenso wie die schöne Erkenntnis, dass die Kirchen endlich wieder mit Leben erfüllt werden.


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