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Dienstag, 29. September 2020
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Geschrieben von Mareike Spillner, Kirchenkreis Harzer Land am 14. August 2020
Kirchen

Kirchenkreis Harzer Land präsentiert zwei Kandidaten zur Superintendentenwahl

Ulrike Schimmelpfeng und Dr. Matthias Wilke kandidieren

Dr. Matthias Wilke (Fotos: privat)
Dr. Matthias Wilke (Fotos: privat)
Ulrike Schimmelpfeng, Hameln
Ulrike Schimmelpfeng, Hameln

Erst seit März ist die Stelle vakant – und bereits am 11. September soll die Wahl einer neuen Superintendentin oder eines neuen Superintendenten für den Kirchenkreis Harzer Land stattfinden. Für das Amt kandidieren Pastorin Ulrike Schimmelpfeng (57) aus Hameln und Pastor Dr. Matthias Wilke (47) aus Kirchwalsede. „Der Wahlvorstand hat im März und Juni aufgrund der Corona-Pandemie digital getagt und alles dafür getan, die Dinge so zügig wie möglich voranzutreiben“, sagt die Vorsitzende des Wahlausschusses, Ingrid Baum. „Da wir auf unsere Stellenausschreibung auch Bewerbungen erhalten haben, sind wir nun in der Lage, einen Kandidaten und eine Kandidatin präsentieren zu können. Trotz Corona liegen wir richtig gut in der Zeit.“

Pastorin Ulrike Schimmelpfeng (57) war von 2007 bis 2018 stellvertretende Superintendentin im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf, ist seit mehr als 20 Jahren Gemeindepastorin und seit 2018 Pastorin an der Marktkirche St. Nicolai Hameln sowie der St. Aegidienkirche Holtensen. Sie ist verheiratet und hat zwei Töchter, 25 und 23 Jahre. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind ihre langjährige Erfahrung als Gemeindeberaterin, ihre Tätigkeit als Schulpastorin, die regionale Zusammenarbeit, die Projektbegleitung und Konzepterarbeitung der Visitation in Regionen. Von 2013 bis 2018 war sie zudem Mitglied im Vorstand des Diakonieverbands Hannover Land. Ulrike Schimmelpfeng sagt: „Eine Superintendentin sollte zunächst wahrnehmen, wie Gemeinden und Einrichtungen im Kirchenkreis die Herausforderungen meistern, und die Talente der beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden wertschätzen. Gemeinsam mit allen Verantwortlichen gilt es dann immer wieder zu fragen, wie der Auftrag der Kirche in unserer konkreten Situation am besten wahrgenommen werden kann und daraus mutig Konsequenzen für unsere Arbeitsweisen und unsere Strukturen zu ziehen.“

Pastor Dr. Matthias Wilke (47) ist seit 2017 stellvertretender Superintendent im Kirchenkreis Rotenburg, von April bis Oktober 2018 war er dort Vakanzvertreter. Er ist verheiratet und hat einen Sohn, 7 Jahre. Dr. Matthias Wilke ist seit 15 Jahren Pastor: zunächst in Steyerberg und seit 2013 bis heute in Kirchwalsede – dazwischen war er von 2008 bis 2013 Stiftsinspektor (wissenschaftlicher Gesprächspartner) in der Begleitung Theologiestudierender an der Universität Göttingen. Seine Schwerpunkte sind die langjährige Tätigkeit als geistlicher Begleiter, die Ökumene und die Strukturierung sowie Vernetzung regionaler Gemeindearbeit im ländlichen Bereich. Dr. Matthias Wilke sagt: „Eine wichtige Aufgabe der Gremien eines Kirchenkreises und damit auch der Superintendenturpfarrstelle sehe ich mit Blick auf die weiteren Planungen unter anderem darin, eine Plattform zu bieten, umsichtig auszuwerten, was in den Gemeinden gerade praktiziert wird. Vor diesem Hintergrund können dann die Zukunftsbilder gemeinsam weiter ausgemalt, und gegebenenfalls auch gemeindliche und regionale Arbeitsstrukturen noch einmal überdacht werden.“

Mit einer Aufstellungspredigt in jeweils einem Gottesdienst stellen sich die beiden Kandidaten zunächst der Öffentlichkeit vor. Diese erfolgen am Sonntag, 30. August, um 10 und um 18 Uhr in der St. Jacobi-Schlosskirche. Dort haben die Mitglieder der Kirchenkreissynode und auch die Superintendentur-Gemeinde – mit Anmeldung – die Gelegenheit, einen näheren Eindruck von den beiden Kandidaten zu gewinnen. Den Anfang macht um 10 Uhr Dr. Matthias Wilke, um 18 Uhr ist Ulrike Schimmelpfeng an der Reihe. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen stehen weiterhin weniger Sitzplätze als gewohnt zur Verfügung. Damit jedoch alle die Möglichkeit haben, die Gottesdienste zu verfolgen, sollen Videomitschnitte auf der Kirchenkreis-Homepage veröffentlicht werden. Weitere Informationen dazu folgen.

Über die Nachfolge von Superintendent Volkmar Keil, der Anfang März in den Ruhestand verabschiedet wurde, entscheiden die Synodalen schließlich 12 Tage später. Die Wahl des neuen Superintendenten oder der neuen Superintendentin durch die Kirchenkreissynode findet am Freitag, den 11. September, in einer nichtöffentlichen Sitzung statt. Die Synodalen treffen sich unter den Bedingungen der Corona-Schutzmaßnahmen in der St. Salvatoris-Kirche in Clausthal-Zellerfeld zur Wahl – sie ist die Kirche mit den meisten Sitzplätzen im Kirchenkreis und bietet so die für Corona-Bedingungen nötigen Abstände. Auch dort wird noch einmal eine Kandidatenvorstellung stattfinden und die Wahlberechtigten werden dort erneut Gelegenheit haben, die Kandidaten kennenzulernen und Fragen an sie zu richten.

„Ich freue mich sehr darüber, dass sich gleich mehrere Kandidaten aus unserer Landeskirche beworben haben, die eine hervorragende Kompetenz für das Superintendentenamt mitbringen. Ich danke den Bewerbern, dass sie sich der Wahl stellen und wünsche beiden für das weitere Verfahren Gottes Segen“, sagt Ingrid Baum.
                                                                                       
Die Synodalen des Kirchenkreises freuen sich darauf, aktiv an der Wiederbesetzung und Wahl des neuen Superintendenten beteiligt zu sein, so die Vorsitzende der Kirchenkreissynode abschließend. Augenblicklich nehmen die Pastoren Uwe Brinkmann und André Dittmann als stellvertretende Superintendenten die Vakanzvertretung wahr.

Der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Harzer Land gehört zum Sprengel Hildesheim-Göttingen. Er wurde 2013 aus den Kirchenkreisen Clausthal-Zellerfeld, Herzberg und Osterode gegründet. Der Kirchenkreis Harzer Land hat etwa 55.000 Gemeindeglieder in 54 Kirchengemeinden. Er erstreckt sich von Hahnenklee (Stadt Goslar) im Norden bis Nesselröden (Stadt Duderstadt) im Süden, von Bad Sachsa im Osten bis Sebexen (Gemeinde Kalefeld) im Westen.


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