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Samstag, 28. Januar 2023
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Geschrieben von Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 08. November 2022
Kirchen

„Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen“

Synode des Kirchenkreises Harzer Land tagte

Pastorin Johanna Friedlein und Wiebke Zimmermann von der Landesjugendkammer (Fotos: Christian Dolle)
Pastorin Johanna Friedlein und Wiebke Zimmermann von der Landesjugendkammer (Fotos: Christian Dolle)
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Die jüngste Sitzung der Kirchenkreissynode Harzer Land begann mit einem Blick vom World Council of Churches, der Vollversammlung des ökumenischen Rates. Pastorin Johanna Friedlein und Wiebke Zimmermann, Studentin und Mitglied der Landesjugendkammer, hatten teilgenommen und berichteten nun von zwei der Themenschwerpunkte: Klimaschutz und die Beteiligung junger Menschen.

Es ging also um die Zerstörung der Schöpfung, die sehr drastisch dargestellt wurde, sowie den Beitrag zur Bewahrung, den die Kirche leisten kann. Zudem ist Kirche sich weltweit einig, dass junge Menschen unterrepräsentiert sind, woran gearbeitet werden muss. „Ich bin so erfüllt von dem, was ich erlebt habe“, fasste Johanna Friedlein die Erfahrungen zusammen.

Gearbeitet hatten im Harzer Land vor allem die Ausschüsse, um die es im Folgenden gehen sollte. So stellte Dr. Uwe Brinkmann für den Finanzausschuss dar, dass die Zuweisungen knapper werden, im Kirchenkreis aber schon viel getan wurde, um dies für die Gemeinden aufzufangen. Joachim Jünemann erläuterte, wie der Anlageausschuss auch in diesen Zeiten Zinsen erwirtschaftet. Henning Giere ging für den Bauausschuss auf die Energiekrise ein, die erfordert, dass auch in Kirchen und kirchlichen Gebäuden darauf reagiert werden muss.

Ein wichtiger Punkt sind die sogenannten Bauergänzungszuweisungen, also Mittel für Baumaßnahmen, die pro Jahr etwa 550.000 Euro für im Schnitt 75 verschiedene Maßnahmen betragen. In den vergangenen Jahren lagen die Kosten immer deutlich über diesem Satz, was zum Teil aus Rücklagen, zum Teil aus bewilligten, aber noch nicht ausgegebenen Mitteln finanziert wurde. „Das wird nicht ausreichen“, so Giere, „wir müssen gucken, was wir noch genehmigen können.“

Auch das ist ein Grund, warum der noch relativ junge Gebäudemanagementausschuss so wichtig ist. Uwe Rumberg-Schimmelpfeng stellte die Dringlichkeit dar, kirchliche Gebäude, also zunächst Pfarrhäuser und Gemeinderäume, zu kategorisieren und in den Gemeinden bzw. Regionen zum Teil auch nach neuen Möglichkeiten Ausschau zu halten. Beispielsweise gemeinsame Pfarrhäuser in einer Stadt oder Fremdnutzung in Gemeinderäumen. Im Nachbarkirchenkreis Leine-Solling gibt es inzwischen sogar eine Liste mit verschiedenen Kategorien für die Kirchen, in denen sozusagen die Dringlichkeit der Mittelvergabe gestaffelt ist. Bei immer weniger Geld kann es letztlich dazu kommen, dass bei gewissen Kirchen nur noch in die Sicherheit, also den Erhalt investiert werden kann.

Deutlich positiver konnte Petra Utermöller für den Diakonieausschuss auf das große Fest zum Jubiläum der Diakonie im kommenden Jahr hinweisen. Es ist noch Zukunftsmusik, doch alles muss ja geplant werden. Das gilt übrigens auch für die Kirchenvorstandswahlen 2024, die später noch Thema waren. Auch hier kommen die Fristen zur Kandidatenaufstellung etc. am Ende dann wieder schneller als erwartet.
Außerdem hatten die Mitglieder noch über einige Änderungen der Finanzsatzung abzustimmen, hier ging es unter anderem um eine Erhöhung der Zuschüsse für Kinder- und Jugendfreizeiten wie Seminare für Ehrenamtliche. Bei allen Einsparungen dürfen die wirklich wichtigen Dinge eben nicht vernachlässigt werden. Dementsprechend wurde dem Beschlussvorschlag auch zugestimmt.

Superintendentin Ulrike Schimmelpfeng ging in ihrem Ephoralbericht noch einmal auf einige Punkte aus der Sitzung wie auch auf wichtige Ereignisse der letzten Wochen und Monate ein. Vor allem aber ermunterte sie die Synodalen, bei allen Herausforderung doch Zuversicht auszustrahlen, denn dazu habe Kirche immer noch allen Grund und außerdem erreiche man nur so die Menschen.

Es sei eben nicht die Aufgabe von Kirche, krampfhaft Strukturen zu erhalten, sondern Gottes Liebe spürbar werden zu lassen. Das heißt nicht, dass Probleme verschwiegen werden sollen, „aber nichts, wirklich nichts kann uns von Gottes Liebe trennen.“ In diesem Sinne schloss sie mit einem Wort Dietrich Bonhoeffers: „In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.“


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