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Samstag, 28. Januar 2023
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Geschrieben von Mareike Spillner, Kirchenkreis Harzer Land am 07. Dezember 2022
Kirchen

Zeichen des Friedens und der Hoffnung setzen

Ökumenische Nacht der Lichter und erster Advent der Kirchen in Herzberg

Fotos: Mareike Spillner
Fotos: Mareike Spillner
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Vorne im Raum ist ein kleiner Altar aufgebaut, der von Kerzen gesäumt wird. Sie verströmen eine gemütliche, heimelige Atmosphäre. Eine ökumenische Nacht der Lichter wurde am Freitag im Gemeindehaus der katholischen St. Josef-Gemeinde in Herzberg mit Gesängen aus Taizé, wie zum Beispiel „Laudate Omnes Gentes“ oder „Jubelt und freut euch“ gefeiert, um gemeinsam ein Zeichen des Friedens und der Hoffnung zu setzen. Die sich wiederholenden Gesänge, die bewussten Momente der Stille und das Hören auf biblische Texte wie der Geschichte vom Zöllner, glichen einer langen Meditation, bei der das Herz zur Ruhe kommen konnte. Jeder bekam außerdem eine Kerze, womit ein jeder sein Licht an den Nachbarn weitergeben konnte. Eine schöne Geste und ein verbindender Moment.

Mit dabei bei der Ökumenischen Nacht der Lichter war neben Pastorin Katharina López Acuña, Fabienne Zürn, Stefan Hendrich und Gabi Glahn-Jacobi auch der Singkreis der katholischen Gemeinde – und viele Gäste aus den anderen Herzberger Gemeinden folgten der Einladung. Denn die Ökumene nimmt in Herzberg einen wichtigen Stellenwert ein. Die ökumenische Taizéandacht findet zum Beispiel monatlich wechselnd in St. Josef oder in St. Michaelis Lonau statt. Zudem gibt es regelmäßige Planungstreffen der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften, um gemeinsam das Kirchenjahr zu gestalten. Und der Ökumenische Frauentreff lädt alle Frauen in den evangelischen Gemeinden und in allen Kirchorten der katholischen Seelsorgeeinheit (St. Josef Herzberg, St. Johannes Bapt. Osterode und St. Benno Bad Lauterberg sowie Filialkirchen in Badenhausen, Hattorf, Bad Sachsa, Walkenried und Braunlage) zu regelmäßigen Treffen ein.

Doch das war es noch nicht mit Lichterglanz und verbindenden Veranstaltungen zum ersten Advent in den Kirchen in Herzberg. Genauso ökumenisch war der Adventsbasar der Nicolaigemeinde am Sonntag, der mit einem Familiengottesdienst startete, an dem viele kleine und große Besucher teilnahmen. So war der Platz vor der Kirche auch gleich richtig gut gefüllt, als im Anschluss die vielfältigen Adventsstände öffneten. Für die Kinder war durch die Erzieher*innen der Kitas Sieberdamm und Morgentau auf der Empore links und rechts neben der Orgel allerhand geboten: An verschiedenen Experimentier-Stationen konnten die Kleinen mit Linsen, Trichtern und Behältnissen auf Wahrnehmungstour gehen, mit einer Luftpumpe einen kleinen Styroporball durch ein Labyrinth führen oder auch Sterne angeln. Die Kinder waren begeistert – auch von der Aufführung des Puppentheaters „Das kleine Ich-bin-Ich“, das sie auch noch auf Papier ausmalen und mit nach Hause nehmen konnten. Da spielte Religionszugehörigkeit keine Rolle! Ein rundherum gelungenes Adventswochenende.

Statements der beiden evangelischen Pastor*innen Katharina López Acuña und Thomas Harms zur Ökumene: „Für mich persönlich ist es ein großer Segen, dass ich die Ökumene-Arbeit hier in Herzberg miterleben darf. Es sind bunte, kreative und vielfältige Angebote, die unser Kirchenleben vor Ort bereichern“, betont Katharina López Acuña. „Aber allem voran sind mir die Menschen ans Herz gewachsen. Sie sind es, die unsere Gemeinschaft als Geschwister im Glauben an Jesus Christus so bereichern. Ich wünsche mir, dass wir weiter immer mehr gemeinsam von Gottes Liebe erzählen, zusammen beten und feiern können. Es ist mir wichtig, dass die Menschen in Herzberg erfahren, dass sie bei uns willkommen sind, egal, welchen Hintergrund sie mitbringen. Einfach so, wie sie sind.“

Pastor Thomas Harms findet als Gemeindeleiter der Nicolaikirche in Herzberg deutliche Worte: „Schon die biblische Botschaft ruft uns als Kirche insgesamt dazu auf, unseren jeweiligen Blick deutlich über den eigenen Tellerrand der Ortsgemeinde zu weiten. Eine einzelne Kirchengemeinde kann nie ein gallisches Dorf sein, sonst wird eine für die Realität des Daseins blinde Ortsgemeinde der Bedeutungslosigkeit anheimfallen. Jede einzelne Gemeinde vor Ort hat seine spezifischen Vorteile. Hier kann und soll jeder vom anderen abschauen, damit Kirche insgesamt die besten Lösungen im Harzer Land findet“, so Harms.


Die nächsten Termine der Kirchen in Herzberg:

Noch bis Samstag, 17. Dezember, ist in der Nicolaikirche in Herzberg die Fotoausstellung „Dreizehnhundert Tage“ des Göttinger Fotografen Karsten Knigge zu sehen. Es lohnt sich! Die Zeiten: sonntags nach dem Gottesdienst, mittwochs 15-18 Uhr – mit dem Künstler und samstags 14-17 Uhr.

Am Mittwoch, 21. Dezember, um 16.30 Uhr laden die Kirchen in Herzberg anlässlich des Weihnachtstreffs der Stadt Herzberg im Rathaus-Innenhof zur ökumenischen Andacht und an den Glühweinstand ein.

Im Dezember finden donnerstags von 19 bis 19.30 Uhr in der Christuskirche die stimmungsvoll erleuchteten Rorate-Gottesdienste statt. Diese beinhalten für diejenigen, die möchten, auch das Heilige Abendmahl.  

Am Freitag, 13. Januar 2023, findet um 18 Uhr eine Ökumenische Taizé-Andacht in der Michaeliskirche in Lonau statt. Aus den verschiedenen Gemeinden wirken mit: Fabienne Zürn, Stefan Hendrich und Gabi Glahn-Jacobi.


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