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Geschrieben von Mareike Spillner (Kirchenkreis Harzer Land) am 21. November 2016
Kirchen

Ein wehmütiger Abschied – der Liebe wegen

Pastorin Alexandra Beiße verlässt Bad Lauterberg

„Ich hatte eine tolle Zeit hier“: Pastorin Alexandra Beiße wird die Bad Lauterberger St. Andreas-Gemeinde zum Jahresende verlassen. (Foto: Mareike Spillner)
„Ich hatte eine tolle Zeit hier“: Pastorin Alexandra Beiße wird die Bad Lauterberger St. Andreas-Gemeinde zum Jahresende verlassen. (Foto: Mareike Spillner)
Ein Umzug der Liebe wegen: Alexandra Beiße und ihr Mann Roland bei ihrer standesamtlichen Hochzeit 2014 in Bad Lauterberg. (Foto: privat)
Ein Umzug der Liebe wegen: Alexandra Beiße und ihr Mann Roland bei ihrer standesamtlichen Hochzeit 2014 in Bad Lauterberg. (Foto: privat)
Im Mai 2005 hatte die Pastorin in Bad Lauterberg ihre erste Stelle angetreten – damals noch unter ihrem Geburtsnamen Ziemer. (Foto: Boris Janssen)
Im Mai 2005 hatte die Pastorin in Bad Lauterberg ihre erste Stelle angetreten – damals noch unter ihrem Geburtsnamen Ziemer. (Foto: Boris Janssen)

Alexandra Beiße ist die Wehmut anzumerken. Sonst so fröhlich, wirkt sie für einen Moment in sich gekehrt, nachdenklich. Die Pastorin wird Bad Lauterberg und ihre St. Andreas-Gemeinde verlassen – der Liebe wegen. „Eine Wochenend-Ehe mit einer Pastorin ist und bleibt einfach schwierig“, erklärt die 42-Jährige, die seit elfeinhalb Jahren Pastorin an der St. Andreas-Kirche ist.

Seit vier Jahren führen sie und ihr Mann Roland, der in Bockenem wohnt und in Hannover als Produktprüfer und Sachverständiger im Bereich Maschinen beim TÜV arbeitet, eine Fernbeziehung. Die Entscheidung, gemeinsam nach Harsum bei Hildesheim zu ziehen, sei ihnen beiden sehr schwer gefallen. „Mir sind ganz viele Menschen hier ans Herz gewachsen, die ich sehr vermissen werde. Aber wir sehen leider keine andere Möglichkeit, da mein Mann in einem sehr speziellen Arbeitsbereich tätig ist“, beschreibt die Pastorin ihre Beweggründe. In Harsum, der Gemeinde, in der sie ihr Vikariat antrat, haben sie nun die Möglichkeit, gemeinsam mit ihren zwei Hunden das Pfarrhaus zu beziehen.

 

„Ich war wirklich Lauterbergerin geworden“

„Besonders schade finde ich, dass ich die Konfirmation der jetzigen Konfirmanden im kommenden Jahr nicht mehr übernehmen kann“, erklärt Alexandra Beiße. Sie weiß schon jetzt, was ihr in Zukunft fehlen wird: „Ich hatte eine tolle Zeit hier – die Arbeit macht mir einfach Spaß!“ Auch die Stadt mag sie sehr. „Ich lebe gerne hier. Ja, ich war wirklich Lauterbergerin geworden…“, ergänzt sie nachdenklich.

Gerne denkt sie an die vielen besonderen Erlebnisse mit ihrer Gemeinde zurück: An die erste Kinderchornacht, die vielen Gottesdienste, die Konzerte und die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen. „Viele Familien habe ich ein Stück weit begleitet. Und es ist ein tolles Gefühl, wenn man einen ehemaligen Konfirmanden Jahre später wiedertrifft. Und sieht, was aus ihm geworden ist“, schwärmt Alexandra Beiße. Und die Gemeinde hat auch sie begleitet: Bei ihrer kirchlichen Hochzeit im vergangenen Jahr zum Beispiel. Viele Gemeindemitglieder waren eingeladen und freuten sich mit ihr.

 

Abschiedsgottesdienst am 8. Januar 2017

Ja, Alexandra Beiße wird die Kneippstadt vermissen, wenn sie am 1. Januar 2017 ihre neue Stelle in Harsum antritt. „Ein bisschen Freude schwingt auch mit, denn dort erwarten mich andere Schwerpunkte“, erklärt die Pastorin. Doch erstmal freut sie sich natürlich auf das Abschieds-Weihnachtsfest mit ihrer alten Gemeinde. So richtig „Abschiednehmen“ heißt es auch erst beim Gottesdienst am Sonntag, dem 8. Januar 2017, um 15 Uhr in der St. Andreas-Kirche.

Und: Natürlich sind der Kirchenvorstand und Superintendent Volkmar Keil eifrig dabei, einen würdevollen Nachfolger für die Gemeinde zu finden. Die Pastoren-Stelle wird ausgeschrieben, gute Vertretungsmöglichkeiten sind gegeben. „Wer mich bis dahin vermisst, darf mich gerne in Harsum besuchen kommen“, sagt Alexandra Beiße lächelnd und winkt zum Abschied.


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