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Freitag, 17. Januar 2020
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Geschrieben von PM am 28. Mai 2013
Kirchen

Ein Zelt als Symbol für die neue Heimat

Die katholische Kirche St. Benno feierte das 50. Kirchweihjubiläum

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"Unsere Kirche lebt" - das konnte kürzlich gleich mit zwei Veranstaltungen - Kirchweihfest und  Firmung von 23 jungen Menschen aus der nunmehr großen St. Benno Gemeinde unterstrichen werden. Das feierliche Hochamt fand mit Weihbischof Nikolas Schwerdtfeger aus Hildesheim und den Pfarrern St. Poreba und R. Schwingel sowie Diakon W. Jütte  (St. Andreasberg) und Pater Carlos von den Missionaren Identes statt. Musikalisch wurde der Gottesdienst unterstützt von der "Dekanatsband Nörten-Osterode".

Beim anschließenden Empfang im Hotel Brohm/Muschinsky konnten zahlreiche Gäste ihre Gratulationen der Gemeinde überbringen.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des Kirchenvorstandes Bernward Mollenhauer überbrachte Weihbischof Schwerdtfeger die Grüße und Gratulation des Bistums Hildesheim.

In kurzer Rückschau erinnerte er an den Werdegang und den Bau der kath. Kirche in Bad Lauterberg. Es war ein beschwerlicher und langer Weg bis zur Kirchweihe am 28.04.1963. Zwei Weltkriege unterbrachen die Planungen zum Bau einer eigenen katholischen Kirche. Erst die Zeit der Vertreibung aus den ostdeutschen Gebieten ließ die Zahl der Katholiken so stark ansteigen, dass  der Platz in der Kapelle des St. Benno Stiftes zu klein wurde. Aktiven Katholiken ist es zu verdanken, dass die anfänglichen Planungen zur Umsetzung kam.

Nach den schweren Zeiten des Krieges galt es, den vielen vertriebenen Katholiken aus den Ostländern eine neue Heimat zu geben - wie sollte und konnte das besser gelingen als mit dem Bau eines Gotteshauses? Insgesamt kamen mit dem Kriegsende ca. 10.000 Menschen in den Landkreis Osterode. Die Architektur der St. Benno Kirche hat nicht ohne Grund die Ansicht eines Zeltes. Ein kleines Stück Geborgenheit in einer unruhigen Zeit und ein aufkeimendes Gefühl von Heimat sollte in ihr aufleuchten – im Zelt Gottes. Ergänzt wurde das „Gotteszelt“ mit der besonderen Symbolik am Eingang, dem Altarbild und dem Kreuzweg. Viele Menschen arbeiteten damals an dem Aufbau und arbeiten noch heute daran, dies zu erhalten. Die Probleme unserer Zeit sind wie in fast allen Bereichen des Arbeitslebens die zahlreichen finanziellen Kürzungen, und der Rückgang der Kirchenmitglieder aus verschiedenen Gründen.

Aus eigener Erfahrung konnte die stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Teyke ihre Erinnerung an den Bau der Kirche schildern, einer Kirche, die zu einem architektonischen Kleinod von Bad Lauterberg wurde und aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist.
 
Als Vertreterin der evangelischen St. Andreas-Gemeinde überbrachte Fr. Hoffman der St. Bennogemeinde ein altes Bild der St. Benno-Kirche aus dem Archiv des Großvaters und ein kleines Olivenbäumchen. Dieses Olivenbäumchen dient als Sinnbild für das fruchtbare Zusammenwachsen der ökumenischen Gemeinschaft.

Zahlreiche Gespräche unter den Gästen aus dem „Gestern, Heute und Morgen“ rundeten den Tag ab.

 

Am 02.06.2013 findet in der St. Benno Gemeinde Bad Lauterberg das Gemeindefest mit einem ganz besonderen Abschluss statt. Es beginnt mit dem Hochamt um 11 Uhr und anschließender Fronleichnamsprozession um den Kirchberg . Anschließend ist die Gemeinde zum gemütlichen Beisammensein geladen. Für Essen, Trinken und Unterhaltung für Groß und Klein ist gesorgt.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten in Bad Lauterberg und zur Eröffnung der Feierlichkeiten zum 50 jährigen Kirchweihfest der St. Josef Kirche in Bad Sachsa gibt es ganz besonderes Highlight!

Ein Konzert um 17 Uhr in der St. Benno Kirche mit Siegfried Fietz. Bekannt aus vielen kirchlichen Veranstaltungen, zuletzt auf den Kirchentagen in Hamburg. S. Fietz ist ein deutscher Liedermacher , der mit modernen christlichen Liedern überzeugt. Ein Konzert, welches die Seele berührt und „ Kirche lebendig werden lässt“!

Vorverkauf 8 € und Abendkasse 10 €.


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