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Dienstag, 26. März 2019
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Geschrieben von Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 27. Mai 2018
Kirchen

Would You know my name

Lonau hat die erste Michaelis Musicnight gefeiert

Bei der ersten Musicnight in der St. Michaelis-Kirche in Lonau forderte Thomas Beck mit seiner ungewöhnlichen Posaunenmusik die Zuhörer zuweilen ein wenig.
Bei der ersten Musicnight in der St. Michaelis-Kirche in Lonau forderte Thomas Beck mit seiner ungewöhnlichen Posaunenmusik die Zuhörer zuweilen ein wenig.
Pastor Gerhard Bergner lockte seine „Schäfchen“ mit der Glocke zum jeweils nächsten Programmpunkt.
Pastor Gerhard Bergner lockte seine „Schäfchen“ mit der Glocke zum jeweils nächsten Programmpunkt.
Jürgen Illgen regte mit seinen Liedern zum Nachdenken an.
Jürgen Illgen regte mit seinen Liedern zum Nachdenken an.
Manfred Durzik nahm für die Musicnight an der Orgel Platz.
Manfred Durzik nahm für die Musicnight an der Orgel Platz.
Stärkung beim üppigen Open-Air-Buffet.
Stärkung beim üppigen Open-Air-Buffet.

„Would You know my name, if I saw You in heaven?“ – „Würdest du noch meinen Namen kennen, wenn ich dich im Himmel sehen würde?“ Diese Frage stellt Eric Clapton in seinem Song „Tears in heaven“, mit dem er die Trauer um seinen im Alter von vier Jahren verstorbenen Sohn Connor verarbeitete. Eine Antwort darauf kann in dieser Welt niemand geben, das räumte auch Pastor Gerhard Bergner bei der ersten Michealis Musicnight in Lonau ein.

„Das ist der Wunsch, den wir alle teilen, auch hier schon auf der Erde. Dass jemand da ist, der uns beim Namen nennt, uns an der Hand nimmt. Und uns stützt, wenn wir ins Stolpern geraten“, sagte er in seiner abschließenden Andacht. „Doch in der Bibel verspricht Gott: ,Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.‘“ Christen haben also einen guten Grund, auch in schweren Stunden nicht zu verzweifeln, sondern zuversichtlich zu sein.

 

Etwas Neues wagen – kirchlich und musikalisch

Möglicherweise kann solche Zuversicht helfen, dem Leben mit einer gesunden Leichtigkeit zu begegnen und es auch immer wieder zu feiern. Genau das passierte nämlich am Samstagabend (26.05.2018) in Lonau. Viele Einheimische und einige Gäste von außerhalb feierten gemeinsam in der Kirche, zu Musik aus der Region, die mal beflügelnd, mal nachdenklich und zum Teil sogar recht experimentell daherkam.

Thomas Beck beispielsweise spielte solo auf der Bassposaune Stücke, die eher nicht zum bekannten Repertoire in der Region zählen. Sein Auftritt forderte die Zuhörer ein wenig, eröffnete ihnen aber damit auch neue musikalische Welten. Als besonderes Highlight durften die Gäste zuvor Nummern eines Kirchenliedes auf Zettel schreiben, von denen Thomas Beck dann blind einen herauszog und seine eigene Interpretation dieses bekannten Liedes spielte. So klang auch „Komm, sag es allen weiter“ an diesem Abend durchaus ungewöhnlich und neu.

Etwas Neues wagen, das war auch genau die Intention von Gerhard Bergner mit dieser ersten Musicnight, mit der er gezielt ein mittleres Publikum ansprechen und für frischen Wind sorgen wollte. Natürlich sollte auch niemand verschreckt werden, so dass mit Jürgen Illgen und seinen eher textlastigen Songs, die durchaus zum Nachdenken anregen, mit Manfred Durzik an der Orgel, mit dem Chor 4Elation sowie mit Stefan Kienzle und André Wenauer für eine ausgewogenen Mischung gesorgt war.

 

Auftakt für kulturelle Bereicherung des Ortes

Gesorgt war auch für das leibliche Wohl, nämlich mit Getränken, die die Kirchengemeinde bereitstellte und einem üppigen Buffet, das aus Essensspenden aus dem Ort zusammengestellt wurde. Da das bei fast schon sommerlichem Wetter draußen serviert werden konnte, blieb dem Pastor nur noch zu jedem neuen Auftritt in der Kirche eine kleine Glocke zu läuten und seine „Schäfchen“ folgten ihm begeistert zu jedem neuen Programmpunkt.

Der Auftakt für eine kulturelle Bereicherung des Ortes und neue Wege der Kirche ist mit dieser ersten Michaelis Musicnight geglückt. Nun bleibt zu hoffen, dass es bald eine Fortsetzung mit ebenso abwechslungsreicher Musik und spannenden Denkanstößen geben wird.


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