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Donnerstag, 27. Februar 2020
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Geschrieben von Christian Dolle am 17. Dezember 2018
Kirchen

„Dich, Gott, loben wir“

Te Deum in großer Besetzung in der Nicolaikirche in Herzberg

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„Te Deum laudamus, Te Dominum confitemur“ erklang es am Sonntag in der Nicolaikirche in Herzberg. Feierlich, erhaben und triumphal. Das „Te Deum“, jener christliche Lobgesang, der vermutlich im 4. Jahrhundert entstand und die kirchliche Musik bis heute immer wieder neu prägte. Es preist die Herrlichkeit Gottes, die Erlösung der Menschheit durch Christus und bezieht sich auf Psalmverse, so dass es immer wieder zu besonderen Anlässen neu vertont und gesungen wurde.
Unter der Gesamtleitung von Kreiskantor Jörg Ehrenfeuchter waren die Herzberger Kantorei, die Musikgemeinde Osterode, der Jugendchor Herzberg Osterode, Mitglieder des Herzberger Kammerchors, das Blasorchester Camerata Allegra mit Konzertmeisterin Claudia Randt sowie fünf Solisten zu hören. Sopranistin Claudia Böhme, Sopranistin Dorothea Winkel, Carolina Große Darrelmann (Alt), Tenor Manuel König und Manfred Bittner (Bass) beeindruckten die Zuhörer mit der Musik nach Johann David Hainichen und Jan Dismas Zelenka.
Johann David Heinichen (1683 – 1729) war Schüler an der Leipziger Thomasschule, wirkte unter Georg Philipp Telemann, traf in Italien die seinerzeit bedeutenden Barockkomponisten und wurde später Hofkapellmeister in Dresden. Kirchenmusik gewann am Hof immer mehr Bedeutung, so dass seine Messe D-Dur No. 9 und das Te Deum mit weihnachtlichem Charakter entstanden. Jan Dismas Zelenka (1679 – 1745) wurde am Jesuitenkolleg in Prag ausgebildet, wurde 1733 Hofkomponist und 1735 Kirchen-Compositeur. Sein Te Deum entstand 1731, vermutlich zur Geburt der sächsischen Kronprinzessin Maria Josepha und zeichnet sich durch die reichhaltige Besetzung aus.
All die theoretischen Fakten spielten am Sonntagabend in der Nicolaikirche jedoch eine untergeordnete Rolle, denn in erster Linie ließen sich die Besucher einfach von der Musik tragen. Allein der Anblick der Sängerinnen, Sänger und Musiker vor dieser Kulisse bot einen besonderen Anblick, die vielschichtige Festlichkeit der Musik tat ihr übriges. Dank der hervorragenden Darbietung wurde auch dieser Abend zu einem besonderen Anlass und dann war da jene Kraft des Glaubens zu spüren, die Menschen beflügelt, Gott in dieser Weise zu loben und zu preisen. „Dich, Gott, loben wir, Dich, Herr, preisen wir.“
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