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Donnerstag, 27. Februar 2020
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Geschrieben von Mareike Spillner am 19. Dezember 2018
Kirchen

Über gemeinsame Vorfreude, eine Holzkrippe und ein Geburtstagsfrühstück

Wie feiern junge Pastoren-Familien im Kirchenkreis eigentlich Weihnachten?

Pastor Gerhard Bergner (Foto Mareike Spillner)
Pastor Gerhard Bergner (Foto Mareike Spillner)
Pastor Simon Burger (Foto privat)
Pastor Simon Burger (Foto privat)


Neben all den Gottesdiensten, die während der Feiertage vorbereitet, gestaltet und begleitet werden wollen ‒ wie feiern junge Pastoren-Familien im Kirchenkreis Harzer Land eigentlich selbst Weihnachten? Welche Traditionen werden gepflegt und wie wird für etwas „Freiraum und Auszeit" gesorgt? Damit auch familiär gemütliche Weihnachtsatmosphäre aufkommt...
„Weihnachten im Pastorenhaushalt – und wann machen wir die Bescherung? Keine einfache Frage. Spätestens seit die Kinder da sind“, findet Dr. Gerhard Bergner, Pastor in der Christuskirche in Herzberg und der Michaeliskirche in Lonau. Er hat drei Gottesdienste zu halten, durch die er von etwa 14.30 bis 20 Uhr durchgehend beschäftigt ist. Also liegt der Gedanke nahe, am 1. Weihnachtstag zu bescheren. Da hat aber nun seine zweite Tochter in diesem Jahr ihren 2. Geburtstag. Die Lösung?
„Wahrscheinlich werden wir am 1. Weihnachtstag doppelt feiern: Geburtstagsfrühstück im Esszimmer, und danach die Weihnachtsbescherung unterm Tannenbaum im Wohnzimmer“, so Bergner, der sich aber auch schon auf den Heiligabend freut: Auf die Lieder, auf die Krippenspiele, auf die erwartungsvollen Kinderaugen, die Aufregung beim Krippenspiel und dann auf die feierlich-besinnliche Christvesper um 18.30 Uhr. Der Herzberger Pastor ergänzt: „Dazu kommt die schöne Erinnerung an die Geburt der Tochter vor zwei Jahren. Und eine Premiere: In diesem Jahr spielt unsere ältere Tochter zum ersten Mal einen der Engel beim Krippenspiel. Falls sie sich traut...“
Auch für Simon Burger, neuer Kreisjugendpastor im Harzer Land und Jugendpastor für die Bäderregion, ist das Weihnachtsfest als junge Familie etwas ganz Bedeutsames. „Der Heilige Abend und die Weihnachtsfeiertage sind von Seiten unserer Kinder natürlich mit einer großen Vorfreude verbunden“, erzählt er. So zieht pünktlich zum 1. Dezember bei den Burgers eine Holzkrippe ein. Maria und Josef machen sich mit ihrem Esel auf den Weg nach Betlehem, zur Krippe. Manchmal gesellen sich zu dem Esel auch noch Elefanten, Tiger oder zig andere Tiere. Diese dürfen ihre Söhne, Lasse und Paul, nach Belieben ergänzen. Nur ein Satz fällt immer wieder: „Nein, das Jesus-Kind ist noch nicht geboren, das dauert noch ein wenig". Und so wird ungeduldig darauf gewartet, dass Maria und Josef der Krippe langsam Tag für Tag näherkommen. Burger erklärt lächelnd: „Selbst, wenn gefühlt für meine Frau und mich die Zeit bis hin zu Weihnachten förmlich rast, versuchen wir immer wieder durch bewusste Pausen, das Entzünden des Adventskranzes am Abend sowie das Hören von Weihnachtsmusik eine Auszeit zu suchen und uns ein wenig innerlich auf die Advents- und Weihnachtszeit einzustimmen.“
Der Heilige Abend und die Weihnachtsfeiertage selbst stehen dann ganz im Sinne der Familie. Zwischen den Gottesdiensten am Nachmittag und der Christnacht bleibt genügend Freiraum, um in Ruhe den Heiligen Abend zu feiern, gemeinsam mit der Familie wie fast jedes Jahr Raclette zu machen, einige Weihnachtslieder zu singen und die Zeit einfach zu genießen. Eine Tradition lässt für Simon Burger besondere Weihnachtsstimmung aufkommen: „Besonders den Gottesdienst zur Christnacht feiere ich dann auch persönlich als einen Moment in dem es für mich Weihnachten geworden ist.“
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