Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Donnerstag, 13. August 2020
Login



Geschrieben von Gordy am 04. August 2013
Kultur und mehr

Ein Requiem für die Lebenden

Bad Lauterberger Musiktage endeten mit Johannes Brahms - "Ein deutsches Requiem".

b_590_0_16777215_00_images_stories_com_form2content_p13_f916_257.jpg
Die großartige Sopranistin Alina Godunov
Die großartige Sopranistin Alina Godunov
Ebenfalls bemerkenswert: Bass-Bariton Markus Volpert
Ebenfalls bemerkenswert: Bass-Bariton Markus Volpert
Dirigent Claus-Ulrich Heinke mit dem Pianistenpaar Debora Allenspach und Ole Abraham
Dirigent Claus-Ulrich Heinke mit dem Pianistenpaar Debora Allenspach und Ole Abraham
Ein Blick in die Choretage
Ein Blick in die Choretage
Hochverdient, die Blumen am Schluss
Hochverdient, die Blumen am Schluss


Mit der Aufführung des „Deutschen Requiems“ von Johannes Brahms endeten im Kurhaus am Samstag, dem 3. August, die diesjährigen Bad Lauterberger Musiktage des Kulturkreises.
Dem damals gerade 33jährigen Brahms verhalf dieses Werk seinerzeit zum Durchbruch und gilt bis heute als eines seiner populärsten Werke. Es ist – und das ist das eigentlich revolutionäre – kein Requiem für die Toten sondern vielmehr für die Lebenden, also ein Trost für jene, „die da Leid tragen“. Brahms selbst stellte die Texte aus unterschiedlichen Büchern des alten und neuen Testaments zusammen und ließ mit deren Vertonung ungewöhnlich viel Raum für künstlerisch, interpretatorische Freiheiten.
Der gesamtmusikalische Leiter und Dirigent, Claus-Ulrich Heinke, sorgte mit dem fünfundsiebzigköpfigen Chor, mit dem er in nur einer Woche dieses nicht gerade einfache Werk erarbeitet und einstudiert hat, für ein musikalisches, wie auch emotional berührendes Hocherlebnis. Der Chor bestand aus Sängerinnen und Sänger des Bad Lauterberger Konzert- Madrigalchores, der Singakademie Niedersachsen und des Symphonischen Chores Hildesheim.
Eindrucksvoll solidalisierten sich die beiden Solisten, Sopranistin Alina Godunov und Bass-Bariton Markus Volpert mit Chor und dem „Klavier zu vier Händen“. „Vier Hände“, die gehörten an diesem Abend zu dem Pianistenehepaar Debora Allenspach und Ole Abraham, die an zwei Flügeln keinerlei Zweifel an ihrem Können aufkommen ließen. Perkussionsmusiker Daniel Keding hatte sich mit seiner Funktion an den Kesselpauken einen besonderen Wunsch erfüllt und somit war sein Paukeneinsatz für ihn seine ganz persönliche Premiere.
Was man allerdings allen mitwirkenden Musikern und Choristen für diese grandiose Aufführung gewünscht hätte, nämlich ein gut besetzter Kursaal, blieb leider nur ein „frommer Wunsch“. Kaum einmal zuvor sei ein Abschlusskonzert der Musiktage so schlecht besucht gewesen, war zu erfahren.
Die Qualität der Aufführung hatte – Gott sei Dank – in keiner Weise unter dem Eindruck der leeren Sitzreihen gelitten. Frenetischer Applaus mit Fußgetrampel, Hoch- und Bravorufen honorierte diese musikalische Glanzleistung der Sonderklasse.
Zugegeben, auf der Terrasse zu Hause mag es an diesem Abend wesentlich kühler gewesen sein, als im Kursaal – für Klassikfreunde war es hier jedenfalls wesentlich Erlebnisreicher.
...........................................................................................................

Stellenmarkt

Bild der Woche