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Dienstag, 12. November 2019
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Geschrieben von ski am 09. September 2019
Kultur und mehr

Chicago in den Bergen

Die Blues'n Boogie Küche war zu Gast auf der Königshütte

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Mitreißende Stimmen: die Sängerinnen Franziska Lather...
Mitreißende Stimmen: die Sängerinnen Franziska Lather...
...und Chahira Nouira
...und Chahira Nouira
Die Swingtänzer legten eine flotte Sohle auf, äh, die Wiese
Die Swingtänzer legten eine flotte Sohle auf, äh, die Wiese
Die Blues'n Boogie Küche darf gern wiederkommen...
Die Blues'n Boogie Küche darf gern wiederkommen...
...und vor historischer Kulisse spielen
...und vor historischer Kulisse spielen

Wie gut, dass die acht Musiker der Blues'n Boogie Küche das akademische Viertel einhielten, denn einige Konzertgänger hatten gerade erst ihre Sonderführung über das Königshüttengelände beendet,  als zu den Instrumenten gegriffen wurde. Vor der malerischen Kulisse der alten Eisengießerei war die Bühne aufgebaut, musste jedoch aufgrund der problematischen Wettervorhersage durch ein Zelt geschützt werden. Das Wetter war es wohl auch, das einige Gäste davon abhielt, sich auf den Weg zum Königshüttengelände zu machen - in Göttingen hatte es tagsüber heftig geregnet, und dorthin, so berichtete Renate Dittmar vom Förderkreis Königshütte, war ein Großteil der 150 Karten im Vorverkauf gegangen. Auch in Bad Lauterberg selbst hatte es am Sonntag geschüttet - aber wie durch ein Wunder blieben die Koldung und das Gelände des Industriedenkmals weitestgehend trocken. Und so konnten die Konzertbesucher eine tolle Show der Göttinger Band erleben, die in immer wieder wechselnden Besetzungen auftritt und bei der wirklich jeder Musiker auch eine eigene Show tragen könnte.
Los ging es mit Jazz und Swing - kein Zufall, denn die Göttinger Swing Dancers waren mitgekommen und boten eine mitreißende Tanzshow mit Swing und Lindy Hop. Trotz des schwierigen, unebenen Untergrunds zeigten sie dem begeisterten Publikum, wie man zu Swing - und später selbst zum Blues - eine äußerst flotte Sohle aufs Parkett legt.

Die gut aufgelegten Musiker spielten sich derweil quer durch die Klassiker wie "It don't mean a thing if it ain't got that swing", "Summertime", entstaubten tausend Mal Gehörtes wie Proud Mary oder Superstition, versüßten seltener Gespieltes wie "Gravity" von John Mayer und wurden so richtig warm bei den bluesigen Nummern. Und wenn man ganz schnell etwas am Programm umstellt, um ein Geburtstagsständchen zu spielen? Kein Problem, sind ja alles Profis, die perfekt aufeinander eingespielt sind - auch wenn sie aus allen möglichen Ecken nach Bad Lauterberg anreisten und immer wieder in neuen Besetzungen spielen. Die tollen Stimmen der Sängerinnen Franziska Lather und Chahira Nouira, die herausragenden Bluesharp-Soli von Harald Richter, der Virtuose Peter Schultz am Saxophon - Bandleader Gregor Kilian hatte eine exzellente Schar von Musikern versammelt, die sichtlich Spaß an der Sache hatten.
"Bad Lauterberg ist ja eigentlich auch nur Chicago in den Bergen", stellte Gitarrist und Sänger Steffen Strauß fest, bevor er mit "Sweet Home Chicago" das Publikum noch mal richtig in Schwung brachte.

Und wer das Lauterberger Publikum problemlos zum lautstarken Mitsingen und Mitklatschen bringt und nicht ohne Zugaben von der Bühne gelassen wird, der darf natürlich gerne wiederkommen - am besten nächstes Jahr, wie Hans-Heinrich Hillegeist, der Vorsitzende des Förderkreises Königshütte, vorschlug, wofür er fleißigen Beifall erntete. Eine Fortsetzung des Open Airs auf der Königshütte, vielleicht sogar als regelmäßige Konzertreihe - das war eine Vorstellung, die vielen im Publikum gefiel. Hillegeist dankte nicht nur den Musikern für einen tollen Abend, sondern auch den Sponsoren, die Sparkassen Göttingen und Osterode, die VGH, der Landschaftsverband Südniedersachsen und "Kultur im Kreis" aus Göttingen, die auch Mitveranstalter des Konzerts waren.



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