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Freitag, 13. Dezember 2019
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Geschrieben von Peter Bischof (Förderverein Schloss Herzberg) am 16. September 2019
Kultur und mehr

Geschichten von Baba Jaga und dem Feuervogel

Die Schauspielerin Janette Rauch kommt erneut mit Märchen für Erwachsene ins Welfenschloss

Die russischen Märchen gewähren den Zuhörern einen Einblick in die Kultur der fremden Länder, nehmen das Publikum in eine lange zurückliegende Zeit mit. (Foto: Märchenkosmos)
Die russischen Märchen gewähren den Zuhörern einen Einblick in die Kultur der fremden Länder, nehmen das Publikum in eine lange zurückliegende Zeit mit. (Foto: Märchenkosmos)
Janette Rauch trat im Februar 2019 erstmals mit persischen Märchen im Rittersaal des Welfenschlosses auf. Begleitet wurde sie vom Gitarristen Gabriel Hernandez-Westphal. (Foto: Förderverein Schloss Herzberg)
Janette Rauch trat im Februar 2019 erstmals mit persischen Märchen im Rittersaal des Welfenschlosses auf. Begleitet wurde sie vom Gitarristen Gabriel Hernandez-Westphal. (Foto: Förderverein Schloss Herzberg)
Janette Rauch spielte im Fernsehen in vielen Serien mit, unter anderem in „Notruf Hafenkante“ und in „Rote Rosen“. (Foto: Märchenkosmos)
Janette Rauch spielte im Fernsehen in vielen Serien mit, unter anderem in „Notruf Hafenkante“ und in „Rote Rosen“. (Foto: Märchenkosmos)
Seine musikalische Sicht auf die Märchen aus der Mongolei und Russland will der Musiker Heiner Frauendorf im Rittersaal des Herzberger Welfenschlosses präsentieren. (Foto: Märchenkosmos)
Seine musikalische Sicht auf die Märchen aus der Mongolei und Russland will der Musiker Heiner Frauendorf im Rittersaal des Herzberger Welfenschlosses präsentieren. (Foto: Märchenkosmos)
Das geschickte Spiel mit Licht und Schatten zeichnet seine Videokunst aus: Peder W. Strux ist für Bühnenbild und Technik verantwortlich. (Foto: Märchenkosmos)
Das geschickte Spiel mit Licht und Schatten zeichnet seine Videokunst aus: Peder W. Strux ist für Bühnenbild und Technik verantwortlich. (Foto: Märchenkosmos)

Nach dem großen Erfolg „Märchen aus dem asiatischen Raum“ setzt die renommierte Schauspielerin Janette Rauch ihre Reise auf der Seidenstraße fort und erzählt Märchen für Erwachsene aus der Mongolei und Russland.

‪Am Samstag, 19. Oktober 2019, und am ‪Sonntag, 20. Oktober 2019, jeweils ‪ab 17.15 Uhr wird Janette Rauch im Rittersaal des Herzberger Welfenschlosses Geschichten von Baba Jaga, dem Feuervogel und dem bösen Koschtschei erzählen.

„Märchen sind weltweit eines unserer größten Schätze und Vermächtnisse“, sagt Janette Rauch. „Sie gewähren uns einen Einblick in die Kultur fremder Länder, versetzen uns in eine andere Zeit.“

 

Fliegende Wölfe und Zauberpferde

Sie lese Bücher, stöbere in den Sagen und Legenden der Völker, sagt Janette Rauch auf die Frage, woher sie ihre Kenntnisse über die vielen Märchen beziehe. Für den Abend mit den russischen Märchen hat sie unter fünfzig verschiedenen Erzählungen ausgewählt. „Im Unterschied zu den deutschen Märchen, wo Rotkäppchen, Schneewittchen oder Rapunzel nur in einer Geschichte auftauchen, kehren die Figuren in den russischen Märchen immer wieder“, weiß sie. Das Grundthema der russischen Märchen sei die Entwicklung eines Helden, deshalb tauchten die Figuren immer wieder auf. Die Geschichten, in denen auch fliegende Wölfe und Zauberpferde vorkommen, waren bereits ein großer Erfolg bei der Premierenvorstellung auf einer Barkasse im Hamburger Hafen.

Wie bei den persischen Märchen wird im Rittersaal auch bei den russischen Märchen ein Musiker dabei sein. Janette Rauch wird diesmal von Heiner Frauendorf auf dem Akkordeon begleitet.

 

Bekannt aus renommierten Fernseh-Serien

Dass ihr die Märchenabende sehr am Herzen liegen, ist deutlich zu spüren. Janette Rauch nennt sie „Mein Herzensprojekt“. Sie sei durch ihren Beruf viel in der Welt herumgekommen. „Auf diesen Reisen habe ich meine Liebe zu den Märchen wiederentdeckt.“

Janette Rauch spielte im Fernsehen in vielen Serien mit, in „Notruf Hafenkante“ und in „Rote Rosen“. In „Faust“ ermittelte sie zusammen mit Heiner Lauterbach, in „Der Fahnder“ mit Jörg Schüttauf. In „Zwei alte Hasen“ war sie die Bewährungshelferin zweier alternder Ganoven, gespielt von Harald Juhnke und Heinz Schubert.

Mit dem Produzenten Wolfgang Rademann reiste sie auf dem Traumschiff unter anderem nach Tasmanien, Vietnam und Thailand. Viel Spaß gemacht hat ihr die Zusammenarbeit in mehreren Filmen mit Hape Kerkeling, vor allem in „Die Oma ist tot“. In „Willy und die Windzors“ spielte sie die „Sarah Furguson“, in „Samba in Mettmann“ die durchgeknallte Reisekauffrau Julchen Wollberg.

 

Geschichten voller Kraft und Bilder

„Wir alle brauchen Zeiten und Räume der Erholung und Entschleunigung. Besinnliches, um einfach den Alltag mal kurz loszulassen. Denn Hektik und Stress prägen unser Leben, der Leistungsdruck nimmt täglich zu.“ Auch die ständige Reizüberflutung überfordere unsere Sinne. Die Menschen tauschten von morgens bis abends Informationen aus und die Augen seien im Dauereinsatz. Auch die Sprache werde roher und einsilbiger.

Das sei in der Welt der Märchen anders, weiß die Schauspielerin. „Ich möchte Geschichten voller Kraft und Bilder erzählen, die Sprache auf der Zunge zergehen lassen, eine Sprache, die schöner kaum sein kann. Ich möchte mit meinen Zuhörern meine Begeisterung für die Kulturen ferner Länder teilen und sie mitnehmen auf meine schönste Reise. Die Reise zu den Märchen und ihren Ursprungsländern.“

 

Musiker Heiner Frauendorf

Heiner Frauendorf wurde 1971 in Schwerin geboren. Von 1992 bis 1996 studierte er an der Hochschule für Musik „Hans Eisler“ Berlin die Fächer Akkordeon und Komposition. Schon während seines Studiums begann Heiner Frauendorf, als Lehrer, freischaffender Musiker und Komponist zu arbeiten. Er ist Mitglied verschiedener Musikensembles, ob bei freien Projekten oder an Theatern wie dem Maxim Gorki Theater, der Volksbühne Berlin, dem Deutschen Theater Berlin, den Domfestspielen in Bad Gandersheim und vielen anderen. Als Musikalischer Leiter, Bühnenmusiker oder Gründungsmitglied der Berlin Synkopators ist er immer dem treu geblieben, was ihn noch bis heute antreibt, seiner Liebe zur Musik und dem Akkordeon.

Im Rittersaal des Herzberger Welfenschlosses wird Heiner Frauendorf seine musikalische Sicht auf die Märchen aus der Mongolei und Russland präsentieren.

 

Bühnenbild und Technik

Peder W. Strux lebt und arbeitet in Hamburg. Der vielseitige Konzeptkünstler, der 1954 in Essen geboren und dort aufgewachsen ist, hat unter anderem Sozialwesen, Pädagogik, Kunst- und Dokumentarfilm studiert. Tanz und musikalische Lesungen, Installationen und viele andere Theateraufführungen wurden mit seinen Foto- und Filmbeiträgen, unter anderen in Essen, Zürich, Basel, München und Hamburg aufgeführt. Nicht zu grell, so sein Motto, denn der Schatten soll seinen Raum zur weichen und effektvollen Entfaltung finden. Das geschickte Spiel mit Licht und Schatten zeichnet seine Videokunst aus und machen ihn und seine Performance zu einem Erlebnis der besonderen Art.

 

Kartenvorverkauf ab sofort

Die Veranstaltung wird präsentiert vom Förderverein Schloss Herzberg und wird unterstützt von der F. Willy Pfeffer KG in Herzberg und vom Malerbetrieb Oliver Eckstein aus Bad Lauterberg.

Karten zum Preis von 19 Euro können im Internet unter www.adticket.de (externer Link) oder über die Touristinformation Herzberg, Telefon 05521 / 852-111, bestellt werden.


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