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Dienstag, 11. August 2020
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Geschrieben von Dorothea Peppler am 14. Dezember 2019
Kultur und mehr

Wie viel Jazz in Bach steckt

Das Weihnachtsoratorium einmal anders – am 27. Dezember 2019 in der St. Andreas-Kirche

Die Westfälischen Saxophoniker.
Die Westfälischen Saxophoniker.

Schon viele Aufführungen des beliebten Bach’schen Weihnachtsoratoriums hat die stimmungsvoll mit Kerzenschein beleuchtete St. Andreas-Kirche in Bad Lauterberg am immer gleichen Termin, nämlich dem 3. Weihnachtsfeiertag (27.12.) erlebt, aber ganz  bestimmt noch keine, in der das Orchester aus neun Saxophonen – und Pauken und Orgel – bestand!?!

Die ev.-luth. Kirchengemeinde St. Andreas wagt in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Bad Lauterberg neue Wege, indem sie am Freitag, dem 27. Dezember 2019, um 20 Uhr die vertrauten drei Kantaten des Leipziger Thomaskantors mit Jazz-Resonanzen erklingen lässt: Die Westfälischen Saxophoniker spielen genau die Musik Bachs, sogar in barocker Spielpraxis, aber gelegentlich verlassen sie die barocke Klangwelt, um mit jazzigem Swing über Bach’sche Motive zu improvisieren. Swing und Groove entwickeln sich aus den Arien und kehren nach einem Solo elegant zum Original zurück.

Andreas Bootz, dem „Erfinder“ dieses Konzeptes, geht es um einen Dialog zwischen historischen und zeitgenössischen Klangwelten, um einen frischen Zugang zu Bachs unvergleichlicher Musik zu ermöglichen und um ohrenfällig zu machen, „wie viel Jazz in Bach steckt“.

Das Publikum kann sich auf ein im Harz in dieser Art erstmaliges und außergewöhnliches Konzert freuen. Etwa 50 Sängerinnen und Sänger, vier Vokalsolisten, ein Organist, ein Paukist und neun Saxophone spielen Bachs Meisterwerk (Teile I bis III). Saxophone treten an die Stelle der Streicher, Trompeten, Flöten, Oboen und harmonieren mit dem Chor und den Sängersolisten. Damit nicht genug: Eingeschobene Jazz-Stücke nehmen Bachs Melodien und Harmonien auf und schlagen Brücken zu heutiger Musik.

2014 wurde dieses Konzept in Oldenburg uraufgeführt, 2015 in Bielefeld gespielt, 2016 in Bremen, 2017 in Berlin, 2018 in Beeskow. Publikum und Presse waren jeweils begeistert.

Die Gesangssolisten, die alle schon mit großem Erfolg in Bad Lauterberg gastiert haben, sind: Ute Engelke, Hannover (Sopran), Thomas Riede, Wechmar (Altus), Jan Kobow, Berlin (Tenor) und José Lopez de Vergara, Bad Sachsa (Bass). Die Continuo-Orgel bei den Rezitativen wird Ulrich Lüdering aus Berlin spielen.

Außerdem wirkt der Projektchor „Kantatenkreis St. Andreas“ mit und es konnten einige Kinder und Jugendliche aus Bad Lauterberg und Umgebung für eine eigene Solo-Nummer und auch das Mitsingen im großen Chor gewonnen werden (Einstudierung: Kerstin Nowakowski).  Die Gesamtleitung dieses Konzertes hat Kantorin Dorothea Peppler.

Nicht nummerierte Eintrittskarten zu 18 Euro (Kinder und Jugendliche 5 Euro) gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Moller, im Gemeindebüro St. Andreas und bei der Tourist-Info im Haus des Gastes sowie an der Abendkasse.


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