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Donnerstag, 13. August 2020
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Geschrieben von Gordy/PM am 20. Oktober 2013
Kultur und mehr

Kulturkreis lädt zu einem klassischen Jagdkonzert ein...

...am Samstag, dem 2. November ab 17 Uhr im Kursaal.

Kammerorchester Camerata Potsdam
Kammerorchester Camerata Potsdam

Das Konzert, das der Kulturkreis mit dem Kammerorchester „Camerata Potsdam“ im Kursaal von Bad Lauterberg präsentieren wird trägt den Arbeitstitel „Klassisches Jagdkonzert“. Bei diesem Konzert geht es keinesfalls um eine kritiklose Verherrlichung der Jagd. Das würde auch dem heutigen jägerlichen Handeln widersprechen, das ökologisch verantwortungsvoll das Hegen und Pflegen der Waldkultur  in den Vordergrund stellt.
Das Konzert-Programm ist vielmehr der musikalische Widerschein einer Epoche, in der das herbstliche Jagen die notwendige Versorgung für die Wintermonate sicherstellte. Die Jagd gehörte zum Ablauf der Jahreszeiten ebenso wie das Säen und Ernten auf dem Feld, gehörte also auch zum „Erntedank“ dazu. Schon der gesamte Jahreskreislauf  hat Komponisten wie Vivaldi zu seinen „Die vier Jahreszeiten“, Haydn zu seinem Oratorium „Die Jahreszeiten“ oder Beethoven zu seiner Sinfonie Nr. 6.  „Pastorale“ angeregt, um nur einige zu nennen.
Neben der Gesamtschau der „Jahreszeiten“ inspirierte aber beim Thema „Herbst“ viele Komponisten auch das jagdliche Geschehen selbst.  In der Barockzeit entstand dazu eine Fülle bedeutender Werke. Auch die Wiener Klassik zeigt großartige Schöpfungen, die das jagdliche Geschehen darstellen. In der Romantik finden sich Jagdmusiken in nahezu allen musikalischen Formen, in der Oper, im Kunstlied, in der Sinfonischen Dichtung, ja sogar in den großen Symphonien: Webers „Freischütz“, Rossinis „Wilhelm Tell“, sowie in Liedkompositionen von Brahms, Hugo Wolf, Carl Loewe, Franz Schubert u.v.a. Jagdszenen finden sich auch im „Wozzek“ von Alban Berg in dem Strophenlied „Das ist die schöne Jägerei“, in vielen von Männerchören gesungenen Liedern. Ja sogar Hans Werner Henze als Komponist des 20. Jahrhunderts widmet in seiner Oper „König Hirsch“ eine Szene der Jagd. Musik zur Jagd, wo und wann immer auch entstanden, ist ein fester Bestandteil der musikalischen Tradition geworden.

Für Bad Lauterberg wurden aus der Fülle der musikalischen Möglichkeiten vier unterschiedliche Werke ausgewählt. Vom Barockmeister J. F. Fasch erklingt das Konzert „Die Jagd“, bei dem die Musik mit herrlichen Hörner- und Streicherklängen den Ablauf einer Jagd schildert. Eine jagdliche Festmusik für Hörner, mehrere Pauken und Streicher komponierte Christoph Graupner. Er lebte zur gleichen Zeit wie J.S. Bach und war zu seiner Zeit berühmter als der Thomaskantor. Und von W.A. Mozart wird die „Serenata notturna“ für Streicher und Pauken erklingen.

Im Mittelpunkt des Konzertes aber steht die Kantate „Was mir behaget, ist nur die muntere Jagd“ von J.S. Bach. Diese sogenannte „Jagdkantate“ schrieb J. S. Bach 1713 aus Anlass des 31. Geburtstags von Christian von Sachsen-Weißenfels als festliche Tafelmusik. Wie in einer kleinen Oper lässt Bach Diana, die Göttin der Jagd und Pan, den Hirtengott miteinander agieren, unter anderem mit der berühmten Arie „Schafe können sicher weiden“. Als Ouvertüre zur Kantate erklingt der 1. Satz aus dem 1. Brandenburgischen Konzert.

Claus-Ulrich Heinke dirigiert die Camerata Potsdam, die für dieses Programm mit Streichern, Flöten, Oboen, Hörnern und Pauken besetzt ist. Die vier Gesangsrollen in der Kantate übernimmt ein junges Solistenquartett mit Solveig Kloss-Sopran, Christopher Paskowski-Soprano, Georg Drake-Tenor und Mathis Tönges-Bass. Nicolas Bajorat übernimmt den Part am Cembalo.

Einen ganz besonderen Glanz bekommt das Programm durch die Mitwirkung des Bläsercorps der Jägerschaft Osterode, die das Konzert mit typischen Jagdhornstücken einleiten und umrahmen werden

Karten für das Konzert sind in der Touristinfo im Haus des Gastes in Bad Lauterberg, Tel. 05524/92040 zu erhalten. Wer nach dem Konzert Appetit auf einen jagdlichen Braten hat, kann anschließend in den Ritscherstuben im Kurhaus ein festliches Jagdessen genießen. Karten hierfür ebenfalls bei der Touristinfo, Tischbestellungen direkt im Kurhaus, Tel. 05524/3330.


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