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Samstag, 04. Dezember 2021
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Geschrieben von ski am 11. September 2021
Kultur und mehr

Wie Luft und Wasser klingen

„Liquid Soul“ sorgten für besondere Klangerlebnisse in der St. Andreas-Kirche

Gert Anklam, Beate Gatscha und Ravi Srinivasan (vorn): Klänge aus Luft und Wasser
Gert Anklam, Beate Gatscha und Ravi Srinivasan (vorn): Klänge aus Luft und Wasser
Die chinesische Mundorgel Sheng...
Die chinesische Mundorgel Sheng...
...und die Handpan (Hang) erzeugten außergewöhnliche Klangwelten
...und die Handpan (Hang) erzeugten außergewöhnliche Klangwelten
Die "Wasserstichorgel" funktioniert nach dem Prinzip der Brunnenpfeife
Die "Wasserstichorgel" funktioniert nach dem Prinzip der Brunnenpfeife
Petra Schultheis vom Kneippverein konnte sich über ein gut besuchtes Konzert freuen
Petra Schultheis vom Kneippverein konnte sich über ein gut besuchtes Konzert freuen

Was für Musik passt zur Kneipp-Festwoche? Auf jeden Fall muss es etwas mit Wasser zu tun haben. Händels Wassermusik hat da natürlich einen festen Platz und gehörte beim „Konzert am See“ ebenfalls zum Programm der Veranstaltungen zur Festwoche. Aber auf eine ganz andere Weise kann man sich auch musikalisch mit dem Thema auseinandersetzen, wie das Konzert am 08.09.2021 in der Andreaskirche bewies.

Bereits zum Badejubiläum 2014 hatten Beate Gatscha und Gert Anklam alias „Liquid Soul“ in der Bad Lauterberger St. Andreas-Kirche gastiert. Mit der Musikrichtung Soul haben ihre Klänge nichts zu tun – aber sie versuchen, die Seele des Wassers zu erkunden. „Musik aus Luft und Wasser“ lautet ihr Programm, zu dem sie diesmal noch den Percussionisten Ravi Srinivasan mitgebracht haben. Und ihre Eigenentwicklung namens „Wasserstichorgel“, nämlich Röhren aus Kunststoff, die nach dem Prinzip der Brunnenpfeife ins Wasser getaucht werden und dabei Töne und Obertöne erzeugen, war nicht das einzige, was dem Namen des Programms gerecht wurde. Außergewöhnliche Klänge wurden neben dem Wasser auch mit dem Thema Luft erzeugt – mit dem Sopransaxophon ebenso wie mit der chinesischen Mundorgel Sheng. Zarte Töne spielt das „Aquarion“,  ein Marimbaphon, dessen Klangplatten aus Glas bestehen. Und teilweise ganz ohne Instrumente kam auch Ravi Srinivasan aus, der für sein virtuoses Pfeifen großen Spontanapplaus bekam. Dazwischen wurde auch mal eine angebohrte, gläserne Weinflasche als Percussionsinstrument zweckentfremdet – und auch diese erzeugt verschiedene Klänge, wenn man die Luftsäule durch die Handhaltung verändert.

Die Besucher des vom Kneipp-Verein veranstalteten Konzerts ließen nach dem außergewöh nlichen Konzerterlebnis die Musiker nicht ohne Zugabe von der Bühne – und auch dann nur, weil der Küchenschluss drohte, und wie Gert Anklam feststellte, sind hungrige Musiker ja kein Vergnügen – im Gegensatz zu dieser gelungenen Veranstaltung im Rahmen der Kneipp-Festwoche.


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