Dienstag, 17. Oktober 2017


Geschrieben von ski am 19. Juli 2014
Kultur und mehr

Händel, Schumann - und Paganini

Die fantastische Violinistin Yasuka Morizono begeisterte das Publikum beim Eröffnungskonzert zum Badejubiläum

Yasuka Morizono - eine Klasse für sich
Yasuka Morizono - eine Klasse für sich
Das Orchester Göttinger Musikfreunde spielte unter Leitung von Johannes Moesus...
Das Orchester Göttinger Musikfreunde spielte unter Leitung von Johannes Moesus...
...vor vollem Haus.
...vor vollem Haus.
Bürgermeister Dr. Thomas Gans bedankte sich bei der Kulturkreis-Vorsitzenden Renate Dittmar für die Organisation des Eröffnungskonzerts zum Badejubiläum
Bürgermeister Dr. Thomas Gans bedankte sich bei der Kulturkreis-Vorsitzenden Renate Dittmar für die Organisation des Eröffnungskonzerts zum Badejubiläum

So was hat man in Bad Lauterberg noch nicht gehört: das Publikum erklatschte sich eine Zugabe der Solistin - noch vor der Pause. Und Yasuka Morizono, die ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten mit der "Schottischen Fantasie" von Max Bruch unter Beweis gestellt hatte, setzte tatsächlich noch einen drauf.  Sie hielt den bis auf den letzten Platz gefüllten Kursaal mit einem Solostück von Nicoló Paganini in Atem. Die Caprice Nummer 7, die wie alle 24 Capricci dem Violinisten alles abverlangt,  entzückte das hingerissene Publikum. Morizono spielte nicht nur mit höchster Virtuosität, sondern auch mit Verve und Leidenschaft, ganz unbeeindruckt von der Wärme, die nach diesem heißen Tag noch im Kurhaus herrschte.  

Klar, dass es schwer ist, neben solch einer Solistin zu bestehen. Das Orchester Göttinger Musikfreunde, das aus Profi- , aber eben auch teilweise aus Amateurmusikern besteht, zeigte trotzdem Klasse und spielte sich tapfer durch das Programm. Kleine Unsauberkeiten wurden dabei durch den ausdrucksstarken und stimmigen Klang wettgemacht.

Dabei kam freilich auch,  dem Anlass entsprechend, die Wassermusik von Georg Friedrich Händel zur Aufführung. Schließlich feiert Bad Lauterberg die Festwoche anlässlich der Gründung der Wasserheilanstalt vor 175 Jahren. Und das Kur- und Badewesen machte die ehemalige Industrie- und Bergbaustadt erst zu dem, was sie heute ist, wie Bürgermeister Dr. Thomas Gans in seiner Begrüßung ausführte.

Und bei Schumanns Sinfonie Nr. 4 d-Moll war das Orchester Göttinger Musikfreunde dann ganz bei sich und legte seine ganze Leidenschaft hinein. So sehr, dass sich das Publikum auch vom "OGM" noch eine Zugabe wünschte. Das musste Dirigent Johannes Moesus allerdings ablehnen - verständlich, nach dieser Schwerstarbeit mit den durchgehend anspruchsvollen Stücken (und bei sehr warmen Temperaturen).
Das vom Bad Lauterberger Kulturkreis organisierte Konzert wird den Zuhörern aber auch so als ganz außergewöhnliches Erlebnis in Erinnerung bleiben.


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